Unterwegs zum Dartmoor Nationalpark

Wir beschliessen ziemlich direkt zu fahren. Die Fahrt dauert doch zwei Stunden und verläuft flüssig und ereignislos. Kurz vor unserem Ziel, Bovey Castle, genehmigen wir uns einen kleinen Lunch im Two Bridges Hotel. Noch zu erwähnen sind die ersten Eindrücke kurz vor Two Bridges von der Moorlandschaft. Es sieht wunderbar aus, fast ein wenig wie die Highlands von Schottland, aber grüner. Wir treffen auf Fauna: Schafe, Rinder und Pferde, die Dartmoor Ponys. Diese Ponys leben hier wild, ganze Gruppen treffen wir an mit einigen Fohlen darunter; wie schön.

Two Bridges Dartmoor Devon
Dartmoor Ponys

Bovey Castle Dartmoor – ruhig und traumhaft gelegen

Kurz nach unserem Lunch Stop erreichen wir das Bovey Castle. Es liegt sehr abseits in dem Teil des Moors, der mehr bewaldet ist. Das Haus ist ein richtiges altes englisches Gemäuer, traditionell eingerichtet, schwere Vorhänge, quietschende Böden, Tapeten mit Muster und Farben an den Wänden, massige Sofas und Sessel, soweit das Auge reicht. Auch in unserem Zimmer. Wir kriegen einen Upgrade, wie schön. Eine Suite mit zwei Räumen, very british, aber toll. Die Sicht traumhaft, im Nirgendwo, alles grün, völlige Stille und Abgeschiedenheit.

Bovey Castle Sitzecke Dartmoor
Bovey Castle Schlafzimmer Dartmoor
Tarr Steps Exmoor Nationalpark

Um das Bovey Castle herum befindet sich ein grosser, in unseren unwissenden Augen sehr weiträumiger Golfplatz; wir sind in einem Golferparadies gelandet. Um unser Gepäck und um unser Auto wird sich gekümmert, wir inspizieren mal das Innere des Gebäudes.

Bovey Castle Treppenhaus Dartmoor
Bovey Castle Sesselzimmer Dartmoor

Das Abendessen nehmen wir im hoteleigenen Bistrot ein, ganz ok aber nicht wirklich toll. Das continental Frühstücksbuffet lässt ein wenig zu wünschen übrig. Frische Früchte: Offensichtlich ist grad Melonenzeit! Die Auswahl ist generell ein wenig eng, auch beim Brot, Käse usw. Da könnte man mit wenig Aufwand, ein bisschen mehr Herzblut reinbringen.

Wandern im Dartmoor – Haytor Rock und Umgebung

Wir beschliessen uns im National Park Visitor Centre, Haytor zu informieren. Ein sehr netter Gentleman weiss gut Bescheid und empfiehlt uns eine Wanderroute entlang eines aus Granitblöcken bestehenden Bahntrassees. Ja tatsächlich, Granitblock an Granitblock wurde zurechtgefräst und aneinandergereiht, dies um mit den Pferdewagen die Granitblöcke, die in der Gegend abgebaut wurden, zu transportieren. Das Trassee, wen wunderts, ist noch sehr gut erhalten, einfach hie und da mit Gras überwachsen. Auch Weichen findet man.

Wandern im Dartmoor Haytor Granitgeleise Devon

Das Dartmoor zu bewandern ist schön, eine wundervolle Weite, kein Gebäude in Sicht, kaum Menschen, nur Zeichen von den Dartmoor Ponys, Schafen und Rindern, die da weiden oder geweidet haben.

Die Weite des Dartmoor National Parks

Wir sind ziemlich lange unterwegs und genehmigen uns, zurück im Bovey Castle, einen Afternoon Tea auf der Terrasse mit, wen wunderts, Scones und clutted Cream und noch eine kleine Auswahl an Kuchen.

Das volle Programm an Cream Tea, eine dreistöckige Etagère, gefüllt mit allem an Süssigkeiten, was man sich nur vorstellen kann, oder auch nicht vorstellen kann, wäre nicht zu schaffen. Sieht aber toll aus.

Bovey Castel Garten und Golfplatz

Nach einer kleinen Ruhepause machen wir uns auf den Weg in den Garten, bzw. den Golfplatz.  Es ist schon später Nachmittag bzw. Abend, keine Golfspieler mehr weit und breit. Der Garten ist eine sehr schöne und riesige Anlage, alte Bäume, Teiche so weit das Auge reicht. Golfspielen in einem so schönen Ambiente kann wahrscheinlich schon noch Spass machen. Wir laufen das ganze Gelände ab und sind nochmals ziemlich unterwegs.

Bovey Castle Gartenanlage Dartmoor

Gediegen dinnieren im Great Western Restaurant

Zurück im Hotel reicht es gerade noch für einen Outfit Wechsel. Schliesslich dinieren wir heute im Great Western Restaurant des Hotels.  Ein Apéro in der Bar, die Menukarte wird gebracht, wir wählen und werden dann an unseren Tisch begleitet. So mögen wir das. Das Essen ist ausgezeichnet, wunderbar zubereitet, kreativ und stilvoll arrangiert, ein Genuss der Sonderklasse einmal mehr.

Bovey Castle Bar Dartmoor
Bovey Castle Restaurant

Den zweiten Tag im Dartmoor wollen wir in dem Teil des Moors verbringen, der eher kahl ist, eher wie ein Hochmoor. Hier treffen wir noch einmal auf mehrere Gruppen der Dartmoor Ponys. Es hat Fohlen darunter, die sehr neugierig sind und bis auf ein paar Meter herankommen. Wir wandern und geniessen die Ruhe des Dartmoors. Es ist schön hier.

Den Rest des Tages verbringen wir im Hotel. Schliesslich muss ja dieser ganze Blogg Text auch irgendwann geschrieben werden.

Bovey Castle Restaurant

Nachtessen im Bell’s in Nortz Bovey

Unseren letzten Abend im Dartmoor wollen wir in einem Pub verbringen. An der Rezeption des Hotels empfehlen sie uns einige, wir entscheiden uns für das ‘the three Bells’ in North Bovey.

Die Strassen dahin sind schmal, sehr schmal. Aber wir haben hier im Dartmoor schon etliche solche Single Track Roads gemeistert. Uns erschreckt fast nichts mehr. Aber wenn rechts und links die Pflanzen der Hecken an die Rückspiegel kommen, wenn man dieses Geräusch rechts und links hört, ist das schon sehr eng. Sofort kommt der Gedanke: hoffentlich kommt uns keiner entgegen. Ausweichstellen sind nicht dicht gesät, was bedeutet, dass rückwärts gefahren werden muss, entweder wir oder die anderen. Oder noch schlimmer, eine Szenerie wie diese: zwei Laster, die uns entgegen kommen; vor uns ein Wohnmobil, ein Kreuzen war auch mit Ausweichstelle nicht möglich. Hinter uns tauchen weitere Autos auf, eines, noch eines…. Die Kolonne wird immer länger. Nichts geht mehr. Lösung: alle müssen wenden, zurückfahren und einen anderen Weg suchen!!

SIE entscheidet sich im ‘the three Bells’ für Fish and Chips, das Abschlussmenu im Dartmoor. Es ist köstlich. Er bestellt Lamm; auch sehr gut.

Bristol- unsere letzte Destination

Am kommenden Morgen müssen wir uns von diesem schönen Ort verabschieden und nach Bristol auf den Weg machen. Über Bristol gibt es nicht viel zu erzählen. Englische Städte sind einfach häufig nicht schön, das hatten wir weiter oben schon. Schlecht unterhalten, baufällig, schmutzig, grau in grau, schade. Das erste Hotelzimmer im Bristol Harbour Hotel war katastrophal. Eine Wand vor dem Fenster. Wir beschweren uns und siehe da, es gibt besseres….

Wir laufen ein wenig in der Stadt herum, aber ja, das Gefühl bleibt. Nichts Sehenswertes, nichts Schönes und schon gar nichts interessantes.

Unsere Reisedestinationen auf der Rundreise Devon & Cornwall:

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