Rei­se­be­richt kurz zusam­men­ge­fasst:  Wir logie­ren im Châ­teau de Loc­guenol mit Blick auf den Fluss Bla­vet,  erkun­den die Côte Sau­va­ge auf der Halb­in­sel Qui­be­ron, dinie­ren aus­ge­zeich­net im hotel­ei­ge­nen Restau­rant und bestau­nen die Menhi­re von Car­nac.

ER ist sofort Feu­er und Flam­me. Ein rich­tig altes klei­nes Schlöss­chen ist das Châ­teau de Loc­gueno­le, nicht von aus­sen, aber von innen defi­ni­tiv. Alte knar­ren­de Holz­bö­den, schief abge­lau­fe­ne höl­zer­ne Trep­pen­stu­fen, schwe­re Vor­hän­ge, hohe Räu­me mit hohen Fens­tern, kein Lift, dicke Stein­mau­ern, Holz­wän­de in den Salons, schwe­re Ses­sel in den Salons usw. Alles ist alt, die Steck­do­sen, die Kabel der Lam­pen, die Heiz­kör­per, die Grif­fe um die Fens­ter zu öff­nen. So stellt man sich ein Schloss vor. Unser Zim­mer ist sehr gross, der Boden knarrt auch hier. Wenn man ums Bett her­um­geht, klirrt das Zahn­glas im Bade­zim­mer.

Aufenthaltsraum Chateau de Locguenole Kervignac
Zimmer Chateau de Locguenole Kervignac Frankreich
Chateau de Locguenole Treppe Kervignac Frankreich
Relais Chateaux - Chateau de Locguenole Park Le Blavet Kervignac Bretagne

Wir trin­ken einen fei­nen Nach­mit­tags Kaf­fee auf der Ter­ras­se des Loc­gueno­le mit Blick auf den Fluss le Bla­vet und den Schloss­park mit einem sehr alten Baum­be­stand. Das Wet­ter ist sehr schön son­nig und wir ver­brin­gen noch ein Stünd­chen beim Pool. Lei­der ist das Was­ser zwar geheizt dekla­riert, aber viel zu kalt. Wie immer las­sen wir uns ein Restau­rant emp­feh­len, das Schloss eige­ne hat am Mon­tag sowie­so geschlos­sen, das Chai l’amè­re kolet­te in Ker­vignac. Wir müs­sen nicht all­zu weit fah­ren und sind ganz froh dar­über. Lus­tig, wir tref­fen da auf etli­che Mit­be­woh­ner des Relais Châ­teau Hotels. Offen­bar wur­den wir alle an den glei­chen Ort emp­foh­len. Aber es lohnt sich, das Essen ist wun­der­voll, der Ser­vice sehr ange­nehm.

Wandern an der Côte Sauvage de Quiberon  - schön aber.….

Am kom­men­den Mor­gen, nach einem fei­nen stär­ken­den Früh­stück, neh­men wir eine Wan­de­rung in Angriff. Wir machen uns auf den Weg zur Côte Sau­va­ge auf der Halb­in­sel Qui­be­ron. Der Ver­kehr ist inten­siv, da es nur gera­de die­se eine Stras­se zu die­ser Halb­in­sel gibt. Vie­le Leu­te sind unter­wegs dahin. Wir las­sen unser Auto ziem­lich weit hin­ten ste­hen und neh­men den Rest des Weges, ca. 3 km, bis hin zum Restau­rant le Vivier zu Fuss in Angriff. Die Klip­pen sind schön. Wir genies­sen es, immer wie­der zum Meer run­ter zu klet­tern, um die Bran­dung zu sehen und zu hören und zu foto­gra­fie­ren.

Cote Sauvage Quiberon Bretagne
Natürliches Aquarim Küste Cote Sauvage
Küstenabschnitt Cote Sauvage Bretagne

Lei­der sind die Zei­chen des ‘Mas­sen­tou­ris­mus’ unüber­seh­bar. Die gan­ze Flo­ra ist abge­tre­ten, alles boden­eben run­ter­ge­tram­pelt. Da es kei­ne WC’s gibt, schaf­fen sich die Leu­te in der Natur draus­sen WC’s, bezeich­nen­der Wei­se immer alle am glei­chen Ort. ‘Desastreu­se’ ist das. Man hat schon manch­mal den Ein­druck, dass die Fran­zo­sen zwar die Tou­ris­ten wol­len, am liebs­ten vie­le, aber nicht bereit sind, die dafür nöti­ge Infra­struk­tur bereit zu stel­len und zu unter­hal­ten.

Zu empfehlen das Restaurant Le Vivier

Hin­ge­gen im Restau­rant le Vivier klappt alles wie am Schnür­chen. Obwohl viel los ist, das Per­so­nal wirk­lich Stress hat, sind alle guter Din­ge und wir müs­sen nicht mal lan­ge war­ten. Ein fei­ner Salat, mit etwas geräu­cher­tem Fisch, ER Muscheln mit Fri­tes, alles bes­tens. Wir wan­dern zurück, klet­tern noch­mals, machen die­ses und jenes Foto, schön.

Essen auf hoem Niveau im Château de Locguenole

Im Hotel bleibt uns kaum mehr Zeit, uns ein wenig zu sty­len für das Nacht­es­sen im hotel­ei­ge­nen Restau­rant. So lan­ge waren wir wie­der unter­wegs. Das Nacht­es­sen begeis­tert hin­sicht­lich dem Enga­ge­ment und der Pro­fes­sio­na­li­tät des Per­so­nals; zuvor­kom­men­de Betreu­ung, Fle­xi­bi­li­tät bei der Menü­aus­wahl (die Vor­spei­sen sind etwas schwie­rig für uns), fas­zi­nie­rend die Beschrei­bung der Spei­sen, bis ins letz­te Detail, alles im Kopf, und das war nicht der Koch, son­dern der Kell­ner, wau! Die Spei­sen waren auf einem hohen Niveau kre­iert, wun­der­schön arran­giert, geschmack­lich aus­ge­zeich­net, mit Aus­nah­me von einer Haupt­spei­se wo das hohe Niveau nicht ganz gehal­ten wer­den konn­te. Das ist etwas scha­de gewe­sen und ist irgend­wie auch unver­ständ­lich.

Die Menhire von Carnac

Den zwei­ten Tag in die­ser Gegend ver­brin­gen wir mit (ER nennt es..) Hin­kel­stei­ne besu­chen. Willst Du Stan­ding Stones sehen, dann ver­giss Schott­land und Irland, komm in die Bre­ta­gne, da siehst du gleich tau­sen­de auf einen Schlag in Reih und Glied. Ja so ist das, das haben wir auch so erlebt.

Menhire Carnac Bretagne

Nur alles ist zuge­sperrt, abge­si­chert von den Unmen­gen an Tou­ris­ten. Der Anblick ist schon noch spe­zi­ell, aber es berührt halt emo­tio­nal nicht so wahn­sin­nig wie ein Stein­kreis mit­ten im Nir­gend­wo in den High­lands von Schott­land.

Restaurant La Cote bei Carnac - erstaunliche Entdeckung

Aber vor­her besu­chen wir noch das Restau­rant bei den tau­send ‘Hin­kel­stei­nen’, das Restau­rant La Cote. Ein erstaun­li­cher Ort: im klei­nen Laden wer­den lau­ter Din­ge ver­kauft, die sel­ber her­ge­stellt wur­den, wie z. B. Kon­fi­tü­re. Die Patro­nin ist auch hand­werk­lich begabt und stellt schö­ne Din­ge aus Ton her. Wir möch­ten nur etwas klei­nes essen, sind auch etwas spät dran. Die Dame des Hau­ses schlägt uns vor, die Vor­spei­se des heu­ti­gen Menus zu neh­men, Lachs und etwas Salat. Ja, das passt. Tat­säch­lich krie­gen wir sogar noch ein Amu­se Bou­che, eine kal­te Toma­ten­sup­pe, und haus­ge­mach­te Bröt­chen mit schwar­zer Cur­ry­but­ter dazu. Wau, das ist toll. Vor uns ein Bud­dha Gar­ten, ein Teich mit rie­si­gen Kois drin, über der Tür ein Schild: ici on est heu­re­ux tous les jours! Ja und alle lächeln. Natür­lich kau­fen wir drei Kon­fi­tü­ren. Zurück in unse­rem Hotel unter­neh­men wir nicht mehr viel.

Auf zur nächsten Destination

Es ist auch schon wie­der spät gewor­den. Unse­re Rei­se führt wei­ter Rich­tung Saint-Nazai­re. Die Gegend wirkt land­schaft­lich auf uns nicht sehr attrak­tiv. Sehr stark über­baut, dort wo ‘nicht stark über­baut’ … Land­wirt­schaft. Wir fah­ren ziem­lich direkt zu unse­rem Relais Cha­teaux Hotel, dem Anne de Bre­ta­gne in La-Plai­ne-sur-Mer.

Impressionen Bretagne

Rei­se­vi­deo zum Rei­se­be­richt quer durch die Bre­ta­gne

Rundreise Westfrankreich

Auf unse­rer Relais Châ­teaux Rund­rei­se durch West­frank­reich (Nor­man­die, Bre­ta­gne und Loire Tal) haben wir die fol­gen­den Häu­ser besucht:

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