Auf dem Weg zum Chobe Nationalpark

Wir neh­men die letz­te Etap­pe unter die Räder Rich­tung Cho­be Natio­nal­park zur Cho­be Safa­ri Lodge in Kasa­ne, Bots­wa­na; hier wer­den wir drei Näch­te blei­ben und auch eine Boots­fahrt auf dem Cho­be River unter­neh­men. Schon bald errei­chen wir die Gren­ze von Nami­bia, wo wir ein unkom­pli­zier­tes Aus­rei­se­ver­fah­ren erle­di­gen müs­sen. Dann kommt die Ein­rei­se in Bots­wa­na, die schon ein wenig auf­wän­di­ger ist. Wir war­ten lan­ge, zah­len eine Gebühr für unser Auto, und war­ten noch­mals lan­ge für unse­re Pass­kon­trol­len. Ach­tung, sehr wich­tig!!!!! Es ist zwin­gend not­wen­dig von der Auto­ver­mie­tungs­fir­ma ein Cross-bor­der per­mit mit dabei zu haben. Wir wis­sen nicht, was pas­siert, wenn man das nicht hat, aber sicher nichts Gutes. Nach­dem wir, unter wach­sa­men Augen, unse­re Schu­he (Flip­flops!!) des­in­fi­ziert haben, geht es end­lich wei­ter in Rich­tung Cho­be Natio­nal­park.

Chobe Safari Lodge

Chobe Safari Lodge Eingangshalle Botswana
Chobe Safari Lodge Apero Deck Botswana
Wir errei­chen die Cho­be Safa­ri Lodge. Das Ein­gangs­por­tal und der Bereich der Rezep­ti­on gefällt: alles offen, sehr rus­ti­kal und stil­voll afri­ka­nisch, direkt hin­ter der Lodge glit­zert der Cho­be River. Wir bezie­hen unse­re Zim­mer, sie sind ok. Das Nacht­es­sen, Buf­fet, vie­le Tou­ris­ten, auch ok. Ein gutes Mit­tel­klas­se Hotel, ver­gleich­bar mit einem drei Ster­ne Hotel nach euro­päi­schem Niveau, an einer fünf Ster­ne Lage. Ein biss­chen unan­ge­nehm ist, dass man nachts kein Fens­ter offen las­sen kann wegen den Mon­keys, den War­zen­schwei­nen und allem was da sonst noch so her­um­läuft. Das bedeu­tet, die Kli­ma­an­la­ge lau­fen zu las­sen, was aber defi­ni­tiv zu laut ist für uns, oder den Decken­ven­ti­la­tor dre­hen zu las­sen, was geht.

Bootsfahrt auf dem Chobe River

Am ande­ren Mor­gen haben wir eine zwei­stün­di­ge Boots­fahrt auf dem Cho­be River gebucht. Für unse­re 7 köp­fi­ge Grup­pe wird ein klei­nes Boot her­bei­ge­fah­ren, dies mit einer hal­ben Stun­de Ver­spä­tung, weil der Zünd­schlüs­sel abge­bro­chen ist (das ist zumin­dest der offi­zi­el­le Grund). Ist nicht so schlimm, je spä­ter des­to bes­ser um mög­lichst vie­le Tie­re zu sehen. Sie kom­men eher um die Mit­tags­zeit zum Fluss um zu trin­ken und sich ab zu küh­len. Wir star­ten und sehen schon bald die ers­ten Impa­las, Nil­gän­se und ein klei­nes Kro­ko­dil am Fluss­ufer sich son­nend. Dann folgt ein afri­ka­ni­scher Weiss­kopf­ad­ler, Gei­er und eine Grup­pe von Fluss­pfer­den, wei­ter hin­ten kommt eine Grup­pe Was­ser­büf­fel aus dem Busch.

Chobe Rive Wasserbüffel Botswana
Chobe Rive Elefanten Botswana
Chobe Rive Wasserbüffel Botswana
Es ist so berüh­rend, so schön. Und, nicht viel wei­ter, eine Grup­pe von vier jun­gen Ele­fan­ten­bul­len, Bache­lors, die zum Baden und Trin­ken kom­men. Unser Fah­rer steu­ert das Boot so nah an die Ele­fan­ten her­an, es fehlt nicht mehr viel, und man könn­te sie fast berüh­ren (gefühlt!!). Es ist unglaub­lich, so etwas sieht man nicht so schnell wie­der, vor allem nicht aus die­ser Nähe. Die Ele­fan­ten sind total unbe­küm­mert und genies­sen ihr Bad. Wir sind rest­los begeis­tert, bewegt, berührt und ein­fach hin und weg. Es geht wei­ter, immer wie­der Impa­las, noch­mals zwei afri­ka­ni­sche Weiss­kopf­ad­ler, einer kommt im Tief­flug über das Was­ser auf uns zu. Dann wie­der ein Kro­ko­dil, ein grös­se­res Exem­plar mit offe­nem Maul, man sieht die Zahn­rei­hen. Das Kro­ko­dil kühlt sei­nen Kör­per durch das geöff­ne­te Maul. Etwas spä­ter zwei Was­ser­wa­ra­ne, eher jun­ge klei­ne Exem­pla­re, die aber aus­ge­wach­sen bis zu einem Meter gross wer­den kön­nen.
Danach fah­ren wir etwas wei­ter hin­aus in die Fluss­mit­te. Dort ruht eine gros­se Grup­pe von Fluss­pfer­den. Wir kom­men ihnen ein biss­chen nahe und sie war­nen uns mit lau­ten schnau­ben­den Geräu­schen. Es erschei­nen geschätz­te zwan­zig Ohren-, Nüs­tern- und Augen­paa­re  über dem Was­ser­spie­gel, alle auf uns gerich­tet. Aber unser Gui­de ist sehr vor­sich­tig und respekt­voll gegen­über den Tie­ren. Sofort legt er den Rück­wärts­gang ein und die Situa­ti­on beru­higt sich sofort wie­der.
Bootsfahrt auf dem Chobe River Nielpferde Botswana
Von wei­tem sehen wir erneut eine Ele­fan­ten­grup­pe aus dem Busch auf­tau­chen. Unser Gui­de fährt uns noch­mals zurück, mitt­ler­wei­le sind wir ganz allein. Die ande­ren Tou­ris­ten­boo­te sind längst wei­ter gefah­ren. Bei der Ele­fan­ten­grup­pe ange­kom­men erschei­nen immer mehr Tie­re. Sie tau­chen plötz­lich zwi­schen den Büschen und Bäu­men auf und stre­ben dem Fluss zu. Eine Grup­pe von ca. 15 Tie­ren badet direkt vor uns. Min­des­tens zwei ganz klei­ne Babys sind auch dabei. Wun­der­schön.
Lei­der sind unse­re zwei gebuch­ten Stun­den viel zu schnell vor­bei und es geht zurück in vol­ler Fahrt Rich­tung Lodge. Wir ver­brin­gen den Nach­mit­tag mit aus­ru­hen, Blog schrei­ben, lesen und nichts tun. Das Abend­essen neh­men wir in der Cho­be Bush Lodge ein. Das Restau­rant ist wun­der­schön deko­riert, wirk­lich toll. Aber das Essen ist lei­der durch­schnitt­lich, wir haben mehr erwar­tet.

Am nächs­ten Mor­gen heisst es früh auf­ste­hen. Wir haben einen, von der Lodge orga­ni­sier­ten Tages­aus­flug zu den Vic­to­ria Fäl­len in Sim­bab­we gebucht.

Für den Rück­weg nach Nami­bia neh­men wir die 4x4 Gra­vel­road durch den Cho­be Natio­nal­park, dem Fluss ent­lang. Und ja, es ist wirk­lich eine 4x4 Stre­cke.  ER freut sich dar­über, ist von Zeit zu Zeit sogar ein biss­chen gefor­dert, SIE und Bei­fah­re­rin wer­den kräf­tig durch geschüt­telt. Aber es lohnt sich auf jeden Fall. Man fühlt sich wie in einem Zoo, nur sind die Tie­re frei und wir im Auto gefan­gen, es ist nicht erlaubt, aus­zu­stei­gen. Impa­las, Kro­ko­di­le, vie­le ver­schie­de­ne Vogel­ar­ten, Fluss­pfer­de, Ele­fan­ten, Kudu’s…. und eine wun­der­schö­ne Fluss­land­schaft, atem­be­rau­bend und unglaub­lich schön. Nach einer eher lang­wei­li­gen Inland­stre­cke, es emp­fiehlt sich, wenn mög­lich, dem Fluss ent­lang zu fah­ren, tref­fen wir eine gros­se Büf­fel­her­de an, natür­lich unse­re Stras­se blo­ckie­rend, fas­zi­nie­rend und wirk­lich safa­ri­mäs­sig. Giraf­fen haben noch gefehlt und ja, auch die­se tref­fen wir noch an…. Und als krö­nen­den Abschluss eine Grup­pe Ele­fan­ten am Was­ser, ca. 15 – 20 Tie­re, mit Jung­tie­ren und Babys.

Chobe River Flusslandschaft Botswana
Chobe Nationalpark Giraffe Botswana
Chobe Nationalpark 4x4 Strecke Botswana
Chobe Nationalpark Impala Botswana
Der Cho­be Natio­nal­park ist wirk­lich wun­der- wun­der­schön, abso­lut emp­feh­lens­wert und zwar per Boot auf dem Was­ser und per Gra­vel­road auf dem Land. Ganz beson­ders gut hat uns die Boots­fahrt auf dem Cho­be River gefal­len. Wir fah­ren wei­ter nach Ngo­ma und über­que­ren dort die Gren­ze zurück nach Nami­bia.

Rundreise Namibia:

Zum nächs­ten Rei­se­b­log-Arti­kel Mashi River Safa­ris
Zum vor­an­gen­ge­hen­den Rei­se­b­log-Arti­kel Zam­be­si Regi­on
Zurück zum Über­blick unse­rer Rund­rei­se durch Nami­bia Bots­wa­na

Von Tra­vel World Online eine Reis­be­richt über eine Begeg­nung zwi­schen Löwe und Büf­fel

Haben Ihnen unsere Reiseberichte gefallen?

Bestel­len Sie unse­ren News­let­ter

Pin It on Pinterest

Share This