Rei­se­be­richt zusam­men­ge­fasst: Gut 2 Stun­den dau­ert die Fahrt von For­tu­na nach Bajos del Toro.  Auf einer Höhe von 1400 M.ü.M errei­chen wir die wun­der­schön gele­ge­ne El Silen­cio Lodge, ein Relais Cha­teaux Hotel in Cos­ta Rica. Der Blick auf die dicht bewal­de­ten Berg­hän­ge ist ein­drück­lich. Die letz­ten 3 Tage in Cos­ta Rica ver­brin­gen wir mit Vogel beoch­ten, wan­dern, rei­ten und essen.

El Silencio - tolle Relais Chateaux Lodge in den Bergen

Wir sind wie­der in den Ber­gen, es ist kühl, bewölkt, die Nebel­schwa­den wer­den über die Berg­käm­me hin und her geweht. El Silen­cio ist eine typi­sche Moun­tain Lodge, Relais Cha­teaux, aber eben, eine Moun­tain Lodge. Das bedeu­tet ein biss­chen rus­ti­kal, ein­fach, kein Schnick Schnack, aber völ­lig ok. Wir erhal­ten einen Upgrade (2-Zim­mer Vil­la) und bezie­hen prak­tisch ein Haus, schön gele­gen, schö­ne Veran­da, alles pri­ma, aber wir müs­sen hei­zen. Zum Glück haben wir zwei Gas­öfen und ein Che­mi­née. Es wäre sonst wirk­lich unge­müt­lich kalt.

El Silencio Lodge, ein Relais Chateaux Hotel in Costa Rica

Das Abend­essen neh­men wir im Restau­rant ein, es gibt ja sonst nichts hier. Das macht es ein biss­chen aus, die­ses Lodge Fee­ling. Irgend­wie trifft man immer wie­der die glei­chen Leu­te beim Früh­stück, Mit­tag­essen und Abend­essen. Aber wir mögen das. Die Lodge ist auch nicht all­zu gross. Die Pro­fes­sio­na­li­tät des Per­so­nals ist nicht high Level, das fällt sofort auf. Aber wir erfah­ren, dass das Manage­ment von El Silen­cio Wert dar­auf legt, für die orts­an­säs­si­ge Bevöl­ke­rung Jobs zu schaf­fen. Das ist eine schö­ne Ein­stel­lung und die Leu­te sind wahn­sin­nig freund­lich, sehr bemüht und lus­tig, stets zu einem Scherz auf­ge­legt. Auch wenn nicht immer alles rund läuft und Feh­ler pas­sie­ren, dar­über sieht man gern hin­weg bei so viel Charme.

Wanderung zu den Wasserfällen

Den ers­ten Tag ver­brin­gen wir mit einer Wan­de­rung zu den drei Was­ser­fäl­len. Wir neh­men den anspruchs­vol­le­ren Trail dahin. Wir wan­dern wie­der durch einen wun­der­vol­len Nebel Wald oder Cloud Forest. Davon kann man fast nicht genug krie­gen, so urtüm­lich, so grün, so kraft­voll, so viel Leben. Die Was­ser­fäl­le sind schön, das lohnt sich auf jeden Fall.

El Silencio Lodge Nebelwald Bajos del Toro Costa Rica
Silencio Lodge Dschungel Costa Rica
Silencio Lodge Melody Wasserfall Costa Rica
Der Weg zurück auf dem ein­fa­che­ren Trail ist auch viel kür­zer und schon bald sind wir zurück und genies­sen im Restau­rant einen Lunch. Es hat draus­sen auf der Veran­da zwei Bar­ti­sche mit sehr beque­men Stüh­len. Obwohl es reg­net oder nie­selt, kann man hier unter dem Dach wun­der­bar draus­sen essen. Es sind die­se Momen­te, die es so toll machen, die so ein schö­nes Gefühl geben.
El-Silencio Lodge Restaurant

Ein Gui­de, den wir fra­gen, ob wir mit die­sen schmut­zi­gen Schu­hen ins Restau­rant dür­fen, freut sich sicht­lich über unse­re Fra­ge und über unse­re dre­cki­gen Schu­he und vor allem dar­über, dass wir unse­re Wan­de­rung genos­sen haben. Ja so sind sie hier in Cos­ta Rica, sie lie­ben ihr Land, sie lie­ben ihre Natur, sie lie­ben ihr Wild­life, sie lie­ben ihre Spra­che und immer dann, wenn sie mer­ken, dass Besu­cher das zu schät­zen wis­sen, sich auch dar­an erfreu­en, sind sie begeis­tert. Dies gilt auch für den Moment, in dem man spa­nisch mit ihnen spricht, was ER ja ein biss­chen kann. Die Freu­de ist jeweils sehr gross.

Am Nach­mit­tag reg­net es wie­der. Da wir für den kom­men­den Mor­gen um 6 Uhr früh eine Bird watching Tour und gleich danach um 9 Uhr einen zwei­stün­di­gen Ritt mit den Lodge eige­nen Pfer­den,  gebucht haben, neh­men wir es locker für den Rest des Tages.

Bird Watching und Reitausflug

Ohne Früh­stück, nur mit dem Organ­gen­saft im Bauch, den die Lodge jeden Tag um fünf Uhr früh frisch vor unse­re Tür stellt, machen wir uns auf zur Bird watching Tour. Der Anfang ist etwas zäh. Aber dann wird es bes­ser. Aber…. nach dem Cor­co­va­do Natio­nal Park ist es schwie­rig für uns. Wir haben da soooo viel gese­hen. Das ist kaum noch zu top­pen. Der Gui­de ist aber sehr enga­giert, kennt sich gut aus und sieht Vögel, die wir ohne ihn total über­se­hen wür­den. Er hat wirk­lich ein Auge dafür.

Nach dem Früh­stück geht’s dann los mit den Pfer­den. Das ist schön, sogar das Wet­ter macht gut mit. Die Son­ne zeigt sich wie­der ein­mal und der Trail ist total her­aus­for­dernd. Erstaun­lich was die­se Pfer­de leis­ten. Zu Pfer­de kommt man halt ein­fach auch wei­ter und kann einen grös­se­ren Bereich der Umge­bung ent­de­cken. Das machen wir nicht ungern. Solan­ge wir das Gefühl haben, den Pfer­den geht es gut und sie sehen gut aus, kön­nen wir das vertreten.

El-Silencio Lodge Restaurant

Der Gui­de macht nach ca. einer Stun­de eine Pau­se, schnei­det eine Ana­nas schön auf, prä­sen­tiert sie sehr schön, aber…. die Ana­nas ist für die Pfer­de, so cool. Das lie­ben sie. So gefällt uns das.

Am Nach­mit­tag zie­hen wie­der Wol­ken auf. Es ist fast immer das glei­che. Der Mor­gen ist bes­ser, ja heu­te sogar son­nig, am Nach­mit­tag macht es zu und beginnt zu nie­seln oder zu reg­nen. So lang­sam berei­ten wir uns auf die gros­se und end­gül­ti­ge Packe­rei und die Rück­rei­se vor, psy­chisch und emotional. 

Der letzte Tag in Costa Ric bricht an

Da wir uns schon letz­ten Nach­mit­tag etwas vor­be­rei­te­ten, haben wir am ande­ren Mor­gen nach dem Früh­stück noch etwas Zeit und das Wet­ter ist schon fast traum­haft schön. Wir spa­zie­ren ein wenig im Gelän­de her­um und fin­den den Hum­ming­bird Gar­den. Es gelingt ein letz­tes wun­der­bar her­zi­ges Foto die­ser klei­nen und kleins­ten Vögel, die in Cos­ta Rica omni pre­sent sind. So ein schö­ner Abschluss!!

Silencio Lodge Hummingbird Garden

Es gibt nur zwei Relais Cha­teaux Hotels in Cos­ta Rica, die El Silen­cio Lodge ist eines der Häu­ser. Die Lodge und die Umge­bung von Bajos del Toro hat uns sehr gut gefal­len. Wir ver­ab­schie­den uns schwe­ren Her­zens von von El Silen­cio und den Mit­ar­bei­ten­den. Von Bajos del Toro sind es ca. 50 km zum Inter­na­tio­na­ler Flug­ha­fen Juan San­ta­ma­ria. Wir benö­ti­gen für die­se Stre­cke etwa 90 Minu­ten. Der ers­te Teil ist eine kur­vi­ge, stei­le und schlecht uner­hal­te­ne Berg­stras­se. Nach der Pass­hö­he wird die Stras­se bes­ser und bald befin­den wir uns wie­der auf einer gut aus­ge­bau­ten Stras­se Rich­tung Flughafen. 

Die Abga­be des Mit­wa­gens, wir hat­ten bei Sixt gebucht, ver­läuft pro­blem­los. Da die Abga­be­stel­le etwas aus­ser­halb des Flug­ha­fens liegt, erfolgt der Trans­fer mit einem Shut­tle­bus. Hier ver­lie­ren wir doch etwas Zeit im Stau. Im Flug­ha­fen geben wir unser Gepäck ab, suchen die Lounge auf und war­ten auf unse­ren Flug zurück in die Schweiz. Schön ist es gewe­sen in Cos­ta Rica. Wenn es passt, wer­den wir sicher wie­der nach Cos­ta Rica reisen.

Reiseberichte zur Rundreise Costa Rica

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