Florenz Ponte Vecchio

Florenz — entspanntes Wochenende mit kulinarischen Genüssen

von | 28.09.2018 | Italien

Residenz Villa Cora — Service auf hohem Niveau

Unsere Plätze im Zug sind reser­viert, in der ers­ten Klasse, es klappt alles wun­der­bar. Die Fahrt ist ereig­nis­los, nicht unbe­dingt schö­ne Ausblicke, aber schnell sind wir unter­wegs. Mit bis zu 250 Sachen rasen wir die Kilometer von Venedig nach Florenz run­ter. In Florenz ange­kom­men rei­hen wir uns in die Warteschlange vor dem Taxistand ein.  Aber es geht schnel­ler vor­wärts als erwar­tet. Das Taxi bring uns zu unse­rem Hotel, der Villa Cora, wo wir logie­ren wer­den.

Wir wer­den sehr herz­lich emp­fan­gen und her­um­ge­führt. Unser Zimmer ist noch nicht bereit. Der Spiegelsaal, wun­der­schön, geschmack­voll und stil­ge­recht ein­ge­rich­tet. Auch die Nebenräume im EG las­sen gros­se Erwartungen ent­ste­hen; sehr auf­wen­dig und mit viel Gefühl für die­ses Gebäude gestal­tet.

Villa Cora in Florenz
Villa Cora Spiegelsaal Florenz
Villa Cora Pool Restaurant Florenz

Wir genies­sen einen klei­nen Lunch im Restaurant, das gleich beim Pool per­fekt plat­ziert ist. Eine ers­te klei­ne Enttäuschung, mit Betonung Ent-Täuschung: auf den Fotos der Webseite hat der Pool viii­ieeel grös­ser gewirkt. Die Poollandschaft ist aber trotz­dem sehr schön gestal­tet. Was im ers­ten Moment posi­tiv auf­ge­fal­len ist und auch jetzt bis und mit Lunch: das Personal ist spit­ze, unglaub­lich auf­merk­sam, freund­lich, zuvor­kom­mend, nicht zu viel, nicht zu wenig.

Unser Zimmer ist fer­tig und befin­det sich im Nebengebäude. Es ist mit einer Klimaanlage ziem­lich her­un­ter gekühlt, was wir auf­grund der gros­sen Hitze schät­zen. Abgesehen davon ist es ok, sehr schön deko­riert, das Bad ange­nehm gross, nur: es hat nur einen beque­men Sessel, wir sind doch zu zweit? Wir rich­ten uns ein wenig ein und machen noch einen kur­zen Abstecher zum Pool. Es ist viel Betrieb. Sofort fällt auf, dass es vie­le Familien mit Kindern hat, die auch manch­mal laut sind, den Pool auf ihre Art bean­spru­chen, nicht die gedie­ge­ne Ruhe, die wir so ger­ne mögen. Aber sel­ber schuld, wir sind in den Schulferien unter­wegs.

Romantisches Abendessen am Hotelpool

Das Abendessen neh­men wir in besag­tem, beim Pool per­fekt plat­zier­ten Restaurant ein. Es fin­det gleich­zei­tig noch ein Event statt, Pizza and Champagne. Offensichtlich muss das eine bekann­te und belieb­te Sache sein, es kom­men her­aus gebre­zel­te Damen mit eben­sol­chen Herren in Scharen mit edels­ten Karossen daher. Auch eine Live Musik ist enga­giert und ist sogar gut, tol­le Stimme, hin und wie­der gute Songs, nebst ande­rem. Alles in allem ein gelun­ge­ner Abend mit fei­nem Essen, der Service exqui­sit.

Das Frühstück in der Villa Cora wird in den wun­der­ba­ren Sälen des Haupthauses ser­viert. Wir essen auf der Terrasse. Absolut ent­täu­schend ist das Brot. Aber naja, Italiener essen kein Frühstück, haben wir irgend­wo gehört. Also kann man wohl da nicht zuviel erwar­ten. Abgesehen davon ist das Buffet schön und reich gedeckt.

Ponte Vecchio und die Kathedrale Santa Maria del Fiore

Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir machen Gebrauch  vom Hotel eige­nen Shuttle und las­sen uns zur Ponte Vecchio brin­gen. Von da lau­fen wir los Richtung Kathedrale Santa Maria del Fiore. Wir über­que­ren die Ponte Vecchio, rechts und links ist sie gesäumt von Juwelierläden, einer neben dem ande­ren, ver­kau­fen, so scheint es, tun sie alle das glei­che. Dann geht es wei­ter Richtung Kathedrale. Plötzlich steht sie vor uns, ein wenig uner­war­tet, aus einer Gasse her­aus kom­mend, ein rie­si­ger impo­san­ter Bau. Wir umrun­den die Kathedrale und stau­nen über die­ses Bauwerk aus grü­nem und weis­sem Marmor. Die Queue, um in die Kathedrale rein zu kom­men, ist unglaub­lich lang. Das las­sen wir mal sein.

Kathedrale Santa Maria del Fiore Florenz

Emsiges treiben in der Mercato Centrale

Wir zie­hen wei­ter unse­res Weges und errei­chen den Strassenmarkt…. Hier ein ähn­li­ches Bild wie auf der Ponte Vecchio, nur hier mit Lederwaren: ein Stand neben dem ande­ren, alle ver­kau­fen mehr oder weni­ger das glei­che. Dann erin­nert SIE sich von einem Mercato Centrale gele­sen zu haben; ein Lebensmittelmarkt im EG, in der obe­ren Etage kann man an unzäh­li­gen klei­nen Ständen Essen kau­fen, mehr als das Herz begeh­ren kann. In der Mitte und um die Stände her­um hat es Bartische, an wel­chen man das Erworbene genies­sen kann. Das gefällt, das haben wir schon ein­mal in Lissabon so ange­trof­fen. Wir schlen­dern her­um, zuerst im EG, decken uns mit Aceto Balsamico und ande­rem ein. Dann stei­gen wir die Stufen hoch in den ers­ten Stock, schliess­lich ist es schon wie­der Lunch Time. Wir ent­schei­den und für ein Plättchen mit Oliven, Pecorino, Tomaten und Parma Schinken.

Mercato Centrale in Florenz
Fein, ein per­fek­ter Lunch. Wir machen uns per Shuttle auf den Rückweg zum Hotel. Den Nachmittag gehen wir gemüt­lich an, es ist schon ein biss­chen kräf­te­zeh­rend, bei die­sen Temperaturen in der Stadt her­um zu tigern. Und; wir haben ja bereits um 19 Uhr eine Reservation in einem mit Michelin Stern aus­ge­zeich­ne­ten Restaurant, dem Borgo San Jacopo, ein­zu­hal­ten.

Kulinarik über dem Arno

Wir wol­len eigent­lich per Shuttle dahin pil­gern, aber er kommt nicht. Der Butler des Hotels ruft uns ein Taxi, das vom Hotel bezahlt wird. Super Dienstleistung. Wir wer­den vor die Türe des Restaurants Borgo San Jacopo chauf­fiert und sind noch zu früh dran. Wir über­brü­cken die Wartezeit pro­blem­los und wer­den an unse­ren Tisch geführt, ein Balkon mit vier Zweiertischen, ganz klein, super gemüt­lich, direkt über dem Arno. Und ja, kein Zweifel, die Michelin Küche lässt grüs­sen. Alles ist wun­der­bar, auch der Service, ein­fach per­fekt, so wie es sein muss.

Ponte Veccio ueber dem Arno Florenz
Impressionen Florenz — Hotel Villa Cora
Nach die­sem schö­nen Erlebnis müs­sen wir uns noch ein wenig die Beine ver­tre­ten, neh­men dann ein Taxi zurück in unser Hotel.

Piazzale Michelangelo — beste Aussicht auf Florenz

Heute wol­len wir einen Spaziergang machen zum Piazzale Michelangelo. Das ist nicht weit von unse­rem Hotel ent­fernt und ein biss­chen lau­fen tut gut. Es ist aber fast noch heis­ser als tags zuvor. Es lohnt sich aber trotz­dem, der Ausblick auf die Stadt ist wun­der­bar. Wir neh­men noch einen erfri­schen­den Drink zu uns und dann ein Taxi zurück zum Hotel. Den Nachmittag ver­brin­gen wir am Pool.

Sicht auf Florenze von der Piazzale Michelangelo

Abschluss mit Süssigkeiten im Gilli

Abends haben wir in einem eher tra­di­tio­nell tos­ka­ni­schen Restaurant reser­viert, dem Buca Mario. ER freut sich auf ein Menu mit Wildschwein, SIE auf fei­ne Pasta. Die Pasta gelingt, das Wildschwein ist auf der Karte, aber über­zeugt nicht voll­ends. Immerhin ist die Atmosphäre im Lokal sehr tos­ka­nisch. Wir ver­zich­ten auf den Espresso und Dessert oder pla­nen viel­mehr, die­ses im stadt­be­kann­ten Gilli ein­zu­neh­men.

Das Gilli erin­nert an den Sprüngli in Zürich, eine Konditorei mit Süssem, was das Herz begehrt. Wir bestel­len einen Espresso und eine Auswahl von vier klei­nen Dessert Häppchen; sehr fein. Ja dann heisst es Abschied neh­men von Florenz. Ein Taxi bringt uns zurück zum Hotel. Den Morgen unse­rer Abreise neh­men wir gemüt­lich in Angriff. Noch vor dem Frühstück schwim­men wir eine Runde im Pool, es ist ruhig, kei­ne Menschenseele hier. Das ist schön. Das Frühstück schmeckt dop­pelt gut nach der Morgengymnastik und wir packen und ver­ab­schie­den uns von der Villa Cora, dem tol­len Personal und von Florenz.

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