Zwischenstopp auf der Caprivi River Lodge

Vom Chobe Nationalpark her kommend führt uns unser Weg zurück nach Katima Mulilo und von dort zur Caprivi River Lodge. Hier übernachten wir; ein Zwischenstopp auf dem Weg zu Mashi River Safaris. Wir geniessen die sehr  schön am Sambezi Fluss gelegene Lodge, mit einem wunderbar gepflegten Garten. Auch die Bungalows sind gemütlich rustikal eingerichtet, das Nachtessen sogar ausgezeichnet. Allen ist bewusst, die nächsten beiden Übernachtungen werden eher wild, draussen im afrikanischen Busch. Also geniessen wir den Komfort der Lodge und bereiten uns vor, am Abend und in der Nacht psychisch und physisch, organisatorisch am anderen Morgen mit auftanken und einkaufen in Katima Mulilo.

Caprivi River Lodge Bungalow Namibia
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Nachdem wir davon ausgehen, alles im Griff zu haben, fahren wir los auf der B8 Richtung Kongola, wider der Empfehlung von Mary von der Caprivi River Lodge, was da war C49. Dies haben wir so entschieden, um Fahrzeit zu reduzieren.  Nach ca. zweistündiger Fahrt erreichen wir Mavunje Camp, 12 km. Südlich von Kongola auf der C49, welches wir über Mashi River Safaris gebucht haben.

Mashi River Safaris – Zeltübernachtung am Kwando River

Unsere Reisepartner stellen ihr Camp auf und richten alles ein, wir beziehen unser tented Camp, ein geräumiges Zelt mit zwei richtigen Betten drin. Im Camp gibt es alles, was es braucht: Ein WC mit Spülung, eine warm Wasser Dusche (mit einem Dunky aufgeheizt, will heissen ein mit Feuer beheizter Boiler), ein gedeckter Essplatz, mit Tisch und Stühlen und Wänden aus Schilfmatten, sowie eine voll ausgerüstete Küche, alles basic, aber zweckmässig und sauber. Wir versorgen uns selber mit einem feinen Nachtessen. Nach dem Abwasch setzen wir uns so richtig outdoor mässig an die wunderschöne Feuerstelle. Ein Feuer prasselt, der Sternenhimmel ist berauschend und hin und wieder ist eine Sternschnuppe zu sehen. So schön. Irgendwann, Zeit spielt keine Rolle, kommt Dan vorbei. Dan Stephens von Mashi River Safaris, ist unser Provider und Guide und der Begründer und Betreiber dieses Camps in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung.

Mashi-river-safaris-Mavunje-Camp-Dachzelt-aufstellen
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Dan informiert uns über den Ablauf von Morgen, wir haben nämlich eine Nacht im Busch gebucht, und sonst noch über einiges Drum und Dran, unter anderem die Androhung: you will have to push the boat!!, niemand kann sich darunter etwas vorstellen, aber egal. Schon bald ziehen sich alle in ihr Zelt zurück, die Nacht ist ruhig, man hört hin und wieder das wunderschöne urchige Geräusch von Flusspferden im Kwando River, ein Geräusch wie wenn es tief aus Mutter Erde heraus käme, und tausend andere Tierstimmen lassen ein Symphoniekonzert erklingen. Und doch, trotz all der Schönheit, IHR ist ein wenig mulmig, wenn man sich so viel Natur nicht gewohnt ist. An schlafen ist nicht zu denken. Das vegetative Nervensystem entgleitet, schaltet unkontrollierbar auf Alarm. IHM geht’s gut, ER kann helfen. Am anderen Morgen besteigen wir das Boot von Dan: eine geräumige Plattform auf zwei Schwimmträgern. Das Boot ist bepackt mit etlichen Kühlboxen, zusammen gerollten Schlafmatten und Zelten. Auf der Plattform stehen 8 Campingstühle, wir nehmen Platz. Mit von der Partie ist Clemens, ein Angolaner, er unterstützt Dan. Clemens gibt dem Boot einen Push und los geht’s.

Auf dem Kwando River

Wir fahren durch eine Sumpflandschaft auf einem sehr schmalen Kanal Richtung Hauptlauf des Kwando River. Zeitweise ist es für uns nicht ersichtlich, wohin des Weges. Der schmale Kanal ist sozusagen zugestellt mit schwimmenden Inseln aus Schilf und Papyrus, die vom Boot einfach auf die Seite geschoben werden können. Dan kennt sich bestens aus. Ohne Zögern findet er seinen Weg durch diesen Dschungel, bis…….. Der Kwando River hat nicht so viel Wasser, wir müssen aussteigen und laufen und das Boot muss tatsächlich von mehreren Personen geschoben werden (jetzt können wir uns etwas darunter vorstellen!), Dan kann den Motor nicht mehr laufen lassen. Es braucht ein wenig Überwindung, aber wir befinden uns auf einem Elefantenpfad, deutlich erkennbar (!!), müssen aber doch auch durch knietiefes Wasser waten, sehen den Pfad nicht mehr, finden ihn aber wieder. Ja es geht, kein Problem. Irgendwann erreichen wir den Hauptlauf des Kwando Rivers und können das Boot wieder besteigen: eine Horde von ‘Abenteurern’ mit nassen Shorts und stolz auf die soeben gemeisterte  Herausforderung.

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Der Kwando Hauptarm ist nicht allzu breit, gesäumt von einer Sumpflandschaft, bestehend aus Schilf und Papyrus. Hin und wieder eine Insel oder das Festland, wir wissen das nicht so genau, bewachsen mit Bäumen und Sträuchern. Wir treffen Flusspferde an, die nicht immer so einfach zu kreuzen sind: Platzmangel. Wenn sie sich bedrängt fühlen, können sie auch einmal einen Angriff starten. Dan erzählt uns von solchen Ereignissen, sie sind nicht so toll ausgegangen: Boot gesunken, Passagiere mussten sich ans Festland retten, Ausrüstung weg. Und doch ist es für uns faszinierend, die Hippos so nahe sehen zu dürfen und mit dem 400er Tele gibt es doch ganz beachtliche Bilder. Es ist einfach wunderbar, mit Boot auf dem Fluss spazieren zu fahren.

Mashi River Safaris Hypo Kwando River Namibia
Mashi River Safari Bienenfresser Namibia
Mashi River Safari Vogel Namibia

Die Farben sind berauschend und wir sehen viele verschiedene Vogelarten, die Dan alle benennen kann. Auch Rauchschwalben, die sich sammeln, um nach Europa zu fliegen, treffen wir an. Wir sind fast den ganzen Tag auf dem Boot unterwegs. Den Lunch nehmen wir auf dem Boot ein, ca. 20 bis 30 Meter entfernt von einer Gruppe Hippos. Dan hat das Boot geschickt in einen grossen Büschel Papyrus geparkt. So treibt es uns nicht fort und wir sind gut getarnt und stören die Hippos nicht.

Auf der Suche nach Elefanten

Nachmittags möchte Dan uns unbedingt Elefanten zeigen. Er weiss, dass sie da sind, nur wo? Wir suchen lange, aber schlussendlich finden wir sie. Ein kleine Gruppe, sie queren gerade den Fluss. Ein grosser imposanter Bulle ist dabei. Jetzt müssen wir uns aber beeilen, es dunkelt schon fast ein und wir müssen die Insel, den Ort für unser Nachtcamp, noch bei Tageslicht erreichen, um die Zelte aufstellen zu können. Wir schaffen es mit vereinten Kräften. Alle Zelte stehen, Clemens macht Feuer und bereitet auf dem Feuer einen köstlichen Eintopf zu. Lagerfeuer Romantik pur…. Nicht unbedingt unsere Art zu reisen, es ist uns bewusst, dass wir im Blog unter «wer sind wir» anderes beschrieben haben. Aber Abwechslung ist auch nicht schlecht und die Komfortzone zwischendurch zu verlassen ist ok.

Mashi River Safaris Camp Namibia

Frühmorgens auf dem Kwando River

Wir sind aber froh, am anderen Morgen früh aufstehen zu können, ein Boxspringbett ist es wirklich nicht gerade. Schnell einen Kaffee, Clemens hat einen sehr guten zubereitet, ein Stück Zwieback und ab aufs Boot. Das Licht am frühen Morgen ist einfach genial, die Energie des soeben erwachten Tages unheimlich schön. Wir sind mindestens zwei Stunden auf dem Kwando River unterwegs, Zeitgefühl lässt zu wünschen übrig, kehren dann zum Camp auf der Insel zurück, wo Clemens schon alles zusammengeräumt hat. Ausserdem hat er uns ein leckeres Frühstück zubereitet. Mhhhmmmm das tut gut.

Es ist schon kurz vor Mittag, als wir uns auf den Rückweg machen ins Mavunje Camp. Dieser abenteuerliche Ausflug mit Mashi River Safaris hat sich, trotz Herausforderung, gelohnt. So nahe an der afrikanischen Natur, so in ihr drin, ist wirklich ein Erlebnis und worth doing. Herzlichen Dank an Dan und Clemens von Mashi River Safaris, ein kleines aber feines Unternehmen am Kwando River. Wir machen uns auf den Weg zur River Dance Lodge, alle mit ein und demselben Gedanken: eine schöne lange Dusche.

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