Aus­ge­hend von der River Dance Lodge haben wir 600 km Stre­cke vor uns, über Run­du, dort noch­mals ein­kau­fen, bis vor die Tore des Eto­sha-Natio­nal­parks. Die ers­ten 200 km bis Run­du und ca. wei­te­re 100 km nach Run­du sind dicht besie­del­tes Gebiet. Was heisst dicht besie­delt? Ein klei­nes Dörf­chen nach dem ande­ren. Jedes Dorf besteht aus fünf bis zehn Hüt­ten aus Schilf und Moor­gras und einem Schilfgras Zaun drum her­um; die einen sehr schön gebaut und unter­hal­ten, ande­re eher zer­fal­len und unge­pflegt. Es gehen Ein­hei­mi­sche am Stras­sen­rand von hier nach irgend­wo. Wir fra­gen uns wohin?
Dorf Hütte Namibia
Menschen auf der Strasse Namibia
Nach der Vete­ri­när­gren­ze (Gren­ze, nach der das Land Maul-und Klau­en­seu­che frei sein soll­te), beginnt das Farm­land. Da gibt es kei­ne Dör­fer mehr. Unend­lich gros­se Flä­chen in ein­zel­ne Far­men auf­ge­teilt. Flä­chen, die wir Euro­pä­er uns kaum vor­stel­len kön­nen. Das Fah­ren ist hier ziem­lich öde, es gibt nichts drü­ber zu berich­ten. Wir steu­ern unse­re nächs­te Unter­kunft an: Guest­farm Sach­sen­heim. Wir blei­ben eine Nacht und wer­den am ande­ren Mor­gen von einem Grup­pen­mit­glied ein­ge­la­den, eine loka­le Tages­schu­le mit inte­grier­tem Inter­nats­be­trieb zu besuchen

Bei den San - Besuch der Ombili-Stiftung

 Ziel der Ombi­li-Stif­tung ist, die Volks­grup­pe der San–Buschleute bei der Bewah­rung ihrer Kul­tur und Trad­ti­on zu unter­stüt­zen und für die San-Kin­der eine schu­li­sche Aus­bil­dung zu ermög­li­chen.  Kaum sind wir aus­ge­stie­gen, wuseln vie­le  Kin­der um uns her­um.  Ein Gui­de, von der Ombi­li-Stif­tung ange­stellt, führt uns und erklärt uns. Er ist halb San und halb Ovan­go (Stamm). Er führt uns die Klick­lau­te der San Spra­che vor, SIE ist hoch fas­zi­niert. Die Küche wird uns gezeigt, die Schlaf­sä­le der Kin­der, die Duschen usw. Schul­be­trieb ist heu­te lei­der kei­ner, es ist Frei­tag Nach­mit­tag. Die Schul­zim­mer sind abge­schlos­sen, die Leh­rer sind ins Wochen­en­de gegan­gen. Aber ein Schul­buch krie­gen wir zu sehen. So herzig.

Chor der Ombi­li-Stif­tung Namibia

Eine Show­ein­la­ge, ein tra­di­tio­nel­les San Ritu­al, Tän­zer, Sän­ge­rin­nen, tra­di­tio­nel­le Klei­dung, wirkt eher gestellt und unmo­ti­viert, sei­tens der Dar­stel­ler. Ganz anders der Chor der Schu­le, der sich ver­sam­melt und ein klei­nes Kon­zert gibt. Die Freu­de der Kin­der ist nicht zu über­se­hen, so berüh­rend. Wir spen­den über­all etwas, dar­um geht es ja schluss­end­lich, was aber ver­ständ­lich ist. Wir füh­len uns auch wohl dabei, kön­nen wir doch für ein­mal ganz direkt und vor Ort unterstützen.

Im loka­len Shop kau­fen wir gross ein. Nicht nur wegen Unter­stüt­zung und so, nein. Sie fer­ti­gen wun­der­schö­ne Mobi­les aus klei­nen Holz­tie­ren an. Ein sol­ches, rie­sen­gros­ses hängt im Spei­se­saal der Schu­le. Wir inves­tie­ren gern, las­sen gern ein paar Namib Dol­lars lie­gen und haben dafür etwas Schö­nes und Ein­ma­li­ges gekauft. Die Schu­le wird übri­gens vom Zoo Basel unter­stützt, indem dort im Shop die Kunst­wer­ke der Schu­le ver­kauft wer­den. Also beim nächs­ten Besuch im Zol­li Basel Aus­schau hal­ten nach den Mobi­les aus Namibia.

 

Ombili Stiftung SAN Grossmutter Namibia

Die bei­den Gui­des, wir haben zwei, weil im Moment kei­ne ande­re Besu­cher­grup­pe da ist, sind sehr sym­pa­thisch. Es ent­wi­ckeln sich inter­es­san­te Gesprä­che. Z. B. führt uns ein Gui­de zur Hüt­te sei­ner Gross­mutter. Das Foto von ihr spricht für sich.

Sie las­sen uns bei einem gemüt­li­chen Kaf­fee auch wis­sen, dass sie bei­de hier blei­ben möch­ten, tra­di­tio­nell leben möch­ten und nicht all­zu viel von Tech­nik und Elek­tro­nik hal­ten. Eine schwie­ri­ge Grat­wan­de­rung, aber doch respek­ta­bel. Die­ser Besuch ist sehr inter­es­sant und zeigt uns Sei­ten von Afri­ka bzw. Nami­bia, die wir sonst nie zu sehen bekom­men hätten.

Rundreise Namibia:

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