Reise­bericht Kaf­feere­gion Pereira Kolumbi­en zusam­menge­fasst: Authen­tis­che kolumbian­is­che Bergdör­fer, Fahrt mit den öffentlichen Trans­port­mit­teln, Jeep, Auto­bus und Chi­va, Besuch ein­er Bio Fin­ca, Fahrt mit der Bru­chi­ta ent­lang des Cau­ca Flusses, Wan­derun­gen durch Kaf­fee- und Bananenplantagen.

Tagesausflüge in Kolumbiens Kaffeeregion Pereira

Die Aus­flüge in die Kaf­feere­gion wur­den von Beni­ta und Wolf­gang Glück (Cafetera Tours) organ­isiert und durchge­führt. Im Zen­trum des kolumbian­is­chen Kaf­feean­bauge­bi­etes wird nicht nur Kaf­fee ange­baut son­dern, je nach Höhen­lage, auch Bana­nen, Yuca, Kartof­feln, Mais, Ananas, Kakao und Zuck­er­rohr. Es ist doch erstaunlich, wie nur wenige hun­dert Meter Höhe­nun­ter­schied den Anbau beeinflussen.

Pereira Kolumbine - Landschaft Kaffeeregion

Völ­lig abseits der Touris­ten­ströme kon­nte ich einen unver­fälscht­en und authen­tis­chen Teil von Kolumbi­en erleben. Touris­tis­che Hochbur­gen, wie zum Beispiel Salen­to oder das Valle de Coco­ra, wur­den bewusst aus­ge­lassen. So idyl­lisch die Region und die Trans­port­mit­tel erscheinen mögen, das Leben der Bauern in Kolumbi­en ist hart und entbehrungsreich.

Estacion Pereira – auf alten Geleisen entlang des Rio Cauca

In Com­bia wartet bere­its ein Fahrer mit seinem Willi Jeep auf uns. Diese Kisten, aus­geson­derte Armeefahrzeuge der USA, sehen nicht nur irre aus, sie sind auch das Rück­grat für Trans­porte von Anwohn­ern und Gütern in die schw­er zugänglichen ländlichen Regio­nen. Die Jeeps fahren zu bes­timmten Zeit­en und kön­nen vom Strassen­rand aus ange­hal­ten werden.

Auf den unbe­fes­tigten Strassen wird es ganz schön hol­prig. Auf der Lade­fläche ste­hend hat man aber fan­tastis­che Aus­blicke in die Umge­bung. Die Esta­cion Pereira liegt am Rio Cau­ca. Von den grossen Plä­nen der Eisen­bah­nge­sellschaften ist in dieser Region lediglich eine ver­waiste Strecke von eini­gen Kilo­me­tern geblieben. Diese wird von den lokalen Ein­wohn­ern zum Trans­port von Gütern und Per­so­n­en mit der Bru­chi­ta (kleine Hexe) verwendet.

Die Bru­chi­ta ist ein Motor­rad, welch­es an ein­er hölz­er­nen Plat­tform befes­tigt ist. Die Plat­tform weist an der Unter­seite Met­all­räder auf. Der Antrieb erfol­gt mit dem Hin­ter­rad des Motor­rades. Wir set­zen uns auf die aufgez­im­merte Sitzbank. Mit flot­tem Tem­po und kreis­chen­den Rädern geht es ent­lang des Rio Cau­ca durch eine urige Vegetation.

Estacion Pereira Bruchita
Fahrer Bruchita Pereiria Kolumbien
Geleise entlang des Rio Cauca

End­sta­tion ist ein Erdrutsch, der die Geleise zer­stört hat. Wir laufen noch einige hun­dert Meter weit­er und über­queren den Fluss Cau­ca mit­tels ein­er kleinen Gondel. Auf der anderen Ufer­seite ste­ht eine Fin­ca, welche auch einen kleinen Camp­ing­platz führt. Die Besitzer der Fin­ca kochen für uns ein lan­destyp­is­ches Essen, welch­es aus­geze­ich­net schmeckt. Als­dann machen wir uns wieder auf den Rück­weg, Gondel, Bru­chi­ta, Willi Jeep.

In Com­bia nehmen wir den öffentlichen Bus zurück nach Pereira. Auch dies ist eine Erfahrung, welche zu einem authen­tis­chen Erleb­nis gehört. Der Bus­fahrer fährt zügig, die Sitze sind aber erstaunlich kom­fort­a­bel. Wie die Willi Jeeps kön­nen auch die Busse jed­erzeit ange­hal­ten werden.

In Pereira angekom­men erkun­den wir noch ein wenig die Stadt. Pereira, eine weit­ere geschäftige Grossstadt in Kolumbi­en und wichtiges Wirtschaft­szen­trum der Region, hat aber an Sehenswürdigkeit­en eigentlich wenig zu bieten. Pereira in Kolumbi­en eignet sich aber her­vor­ra­gend als Aus­gangspunkt für Tage­saus­flüge in die Kaf­feere­gion Kolumbiens.

Besucht der Bio Finca von Don Fernando

Erste Sta­tion ist das pit­toreske und wenig besuchte Bergdorf Marsel­la. Marsel­la ist auch ein Knoten­punkt für die Trans­porte mit den Jeeps in die umliegen­den Fin­cas. Schön aufgerei­ht und in allen Far­ben ste­hen die Jeeps am Strassen­rand. Auch die Architek­tur der Häuser ist schön anzuse­hen, ins­beson­dere auch die mit Balko­nen geschmück­ten Häuser, welche den zen­tralen Platz umgeben.

Wir steigen auf einen Jeep um und fahren zur Bio Fin­ca von Don Fer­nan­do. Nach knapp ein­er Stunde erre­ichen wir seine Fin­ca. Die Begrüs­sung ist unkom­pliziert her­zlich.  Die Fin­ca ist ein Sam­mel­suri­um an Kräutern, Pflanzen, Frücht­en sowie von Kakaobäu­men. Zuerst wer­den wir mit ver­schieden­sten Frücht­en verköstigt, wie z.B. die Curu­va, Granadeil­la, Tomate de Aboll, Lul­lo, Pitaya, Guave, Maracua und Zapote. Die meis­sten Früchte waren mir bish­er nicht bekan­nt, nicht alle schmeck­ten mir, aber die Vielfalt ist phantastisch.

Finca Don Fernando Marsella

Don Fernandos verwunschener Garten

Anschliessend führt uns Don Fer­nan­do durch seinen ver­wun­sch­enen Garten, erk­lärt und zeigt mit viel Freude und Elan seine Schätze. Am Schluss lan­den wir bei den Kakaobäu­men und bei den bere­its getrock­neten Kakaobohnen. Mit ein­fach­sten Mit­teln rösten wir die Kakaobohnen, tren­nen die feine Hülle von der Bohne und lassen diese am Schluss mehrmals durch eine Sch­necke, bis die Kakao­masse fein fliesst. Anschliessend wird die Masse auf Bana­nen Blät­ter aufge­tra­gen und in kühl gelegt.

Kakaofrucht-Kolumbien
Getrocknete Kakaobohnen Kolumbien

Nach einem aus­giebi­gen lan­destyp­is­chen Mit­tagessen, welch­es aus­geze­ich­net mundete, pro­bieren wir die Schoko­lade. Diese schmeckt eher bit­ter, zusam­men mit dem servierten Kaf­fee nach Campesino Art jedoch her­vor­ra­gend. Wir ver­ab­schieden uns von Don Fer­nan­do und fahren mit dem Jeep zurück nach Marsel­la. Auf der Lade­fläche des Jeeps ste­hend lässt sich die Land­schaft her­vor­ra­gend erleben.

Besuch der Bergdörfer Santuario  und Apia

Eben­falls ausser­halb der touris­tis­chen Reis­erouten liegen in den west­lichen Kordillen die Bergdör­fer San­tu­ario und Apia. Sie bestechen durch ihre unver­fälschte Authen­tiz­ität. Die Dor­fk­erne überzeu­gen durch reichverzierte und far­ben­fro­he Architek­tur. Auch die kolumbian­is­che Berg­welt verza­ubert. An steil­sten Hän­gen wird Kaf­fee ange­baut und dies alles ohne tech­nis­che Hil­f­s­mit­tel. Ein­drück­lich was die Bauern der Fin­cas hier an Arbeit leisten.

Bergdorf Apia Kolumbien
Bergdorf Santuario Kolumbien

Panoramawanderung durch Kaffee- und Bananenplantagen

Der Panora­maweg in der Nähe von Com­bia bietet her­rliche und ein­drück­liche Aus­blicke auf die Kaf­fee- und Bana­nen­plan­ta­gen rund um die Berghänge von Com­bia. Wo nicht bewirtschaftet, begleit­et uns auf der Wan­derung die tro­pis­che Pflanzen­welt in all ihrer Vielfalt.

Finca Kaffeeregion Perreira Kolumbien

Die Rück­fahrt erfol­gt mit ein­er Chi­va, einem gelän­degängi­gen Bus, welch­er uns nach Pereira bringt. Auch dies ein spezielles Erleb­nis. Die Fahrweise auf den engen und steilen Strassen ist für mich schon gewöh­nungs­bedürftig, aber die Ein­heimis­chen fahren ja täglich mit den Chivas. Also, ver­trauen auf das Fahrkön­nen ist angezeigt.

Empfehlenswertes Hotel Sonesta in Pereira

Das Hotel Son­es­ta liegt ausser­halb von Pereira in Kolumbi­en. Es ist von aussen nüchtern und gesicht­s­los, aber innen mod­ern und kom­fort­a­bel, mit einem grossen Swim­ming­pool und einem Drehrestau­rant auf dem Dach. Zu empfehlen sind auss­chliesslich die Zim­mer welche dem Pool zuge­wandt sind. Die Zim­mer auf der Strassen­seite sind entsprechend lärmbelastet.

Reiseberichte zur Rundreise Kolumbien

  • Bogo­ta, 2 Nächte, Citytour
  • Leti­cia Ama­zonas, 4 Nächte, Exkur­sio­nen in den Naturschutzgebieten
  • Medellin, 3 Nächte, City­tour und Auslfug nach Guat­apé Guia
  • Pereira Kolumbi­en, 5 Nächte, Aus­flüge in der Kaffeeregion
  • Salam­i­na, 3 Nächte, Aus­flug Wachspal­men­tal La Samaria
  • Carta­ge­na, 4 Nächte, Restau­rant Amadeus

Reiseblog VACANZAS — stilvoll und luxuriös — für Paare und Alleinreisende

close

LASS UNS IN VERBINDUNG BLEIBEN!

Wir möcht­en dir gerne die neuesten Blog­beiträge zukom­men lassen 😎

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer 

Daten­schutzerk­lärung