Löwe Masai Mara North Concervancy

Safari im Mara North Conservancy

von | 30.03.2020 | Afrika, Kenia

Mara North Conservancy

Eine der Hauptattraktion der  Mara sind die Raubkatzen. Wer sicher sein will, Löwen, Geparde und Leoparde zu sehen, ist hier am rich­ti­gen Ort.

Kicheche Mara

Ein Tented Camp mit­ten im Bush, mit­ten unter den Tieren. Die Zeltunterkünfte bie­ten allen Komfort, sind aber nicht so luxu­ri­ös.

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Zu beachten

Safari mit star­kem Fokus auf Raubkatzen und das Jagen. Wem das nicht zusagt ist in ande­ren Parks bes­ser auf­ge­ho­ben.

Kicheche Mara Camp

Der Flug von Loisaba zur Masai Mara klappt her­vor­ra­gend. Der Empfang im Kicheche Camp, wel­ches  im Mara North Conservancy liegt, ist sehr herz­lich. Wir stel­len fest, wir sind jetzt aber in einem Bushcamp. Das Camp ist nicht ein­ge­zäunt und wird von Tieren besucht. Deshalb dür­fen wir nach dem Eindunkeln nicht mehr allein unter­wegs sein. Die Sicherheit der Gäste hat hier hohe Priorität. Massai Wächter patroul­lie­ren des­halb die gan­ze Nacht und beglei­ten die Gäste jeweils vom Bushcamp zum Hauptzelt. Wir rufen die Masai Wächter jeweils, indem wir mit unse­ren Taschenlampen in die Luft leuch­ten. 

Nicht ganz was wir erwartet haben

Im Gegensatz zu den vor­he­ri­gen luxu­riö­sen Unterkünften im Abmoseli und in Loisaba ist das Kicheche Camp deut­lich rus­ti­ka­ler. Das Zelt, zu dem wir geführt wer­den und für 4 Nächte unser zu Hause sein soll, ist abso­lut ent­täu­schend. Aber wir beschwe­ren uns beim Manager und stel­len fest, dass es unter­schied­li­che Zelte in Grösse und Qualität gibt. Er ver­spricht uns, dass wir am kom­men­den Morgen in ein grös­se­res Zelt wech­seln kön­nen. Wir sind froh, ärgern uns aber schon dar­über, dass es über­haupt so gekom­men ist.

Wir erhal­ten das gros­se Familienzelt, wel­ches eigent­lich aus 2 gros­sen Räumen Schlafräumen besteht, wel­che durch ein Wohnzimmer mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Wirklich sehr gross­zü­gig. Dafür noch einen herz­li­chen Dank an das Management des Kicheche Camp.

Kicheche Mara Camp Familienzelt

Nachträglich hat­te es sich her­aus­ge­stellt, dass, zum Zeitpunkt der Buchung durch die Reiseagentur, nur noch ein ein­zi­ges Zelt zur Verfügung stand. Eben das kleins­te und unat­trak­tivs­te. Anstatt die Qualität der Unterkunft abzu­klä­ren und Alternativen zu suchen, wur­de von der Agentur African Quest der ein­fachs­te Weg genom­men. Das war wirk­lich alles ande­re als o.k.

Auch nicht so ganz unser Ding

Mittags- und Abendessen fin­den jeweils im Hauptzelt an einem lan­gen Tisch statt, alle Gäste zusam­men. Auch das liegt nicht jedem gleich gut. Uns gefällt das nicht so sehr, zu viel… zu laut… zu ober­fläch­lich… Aber naja, man passt sich halt an und hält den glei­chen Smalltalk ab wie alle ande­ren es auch tun. Immer wie­der die glei­chen Fragen beant­wor­ten und stel­len. Aber, die Küche war sehr gut! Einen lie­ben Dank dafür an die Köche.

Kicheche Mara Camp Köche
Hyaene Amboseli Kenia

Auf Safari mit Jimmy

Unser Guide Jimmy ist her­aus­ra­gend gut. Er ist ein tol­ler Fahrer in die­sem sehr schwie­ri­gem Gelände. Die Mara ist sehr nass. Auch jetzt reg­net und gewit­tert es immer wie­der, vor allem nach­mit­tags ab 15 Uhr. Das macht die Naturstrassen in der Mara North Conservancy zu einer ein­zi­gen schlam­mi­gen und glit­schi­gen Piste, durch­zo­gen von mehr oder weni­ger tie­fen Pfützen. Am Morgen ist das Wetter aber jeweils sehr schön.

Jimmy weiss genau, wo er sein Fahrzeug jeweils posi­tio­nie­ren muss, damit wir die bes­ten Fotos schies­sen kön­nen. Die Guides ver­stän­di­gen sich über Funk, wo gera­de wel­che Tiere zu fin­den sind. Wir sehen prak­tisch alles, aus­ser Nashörnern. Die Elefanten müss­ten eigent­lich auch auf­find­bar sein, aber wir fin­den sie nicht. Wahrscheinlich ist es ihnen zu nass und sie sind in höher gele­ge­ne Gebiete gewan­dert, wo es tro­cke­ner ist, meint Jimmy.

Landschaft Mara North Conservancy

Raubkatzen der Mara

Die Mara ist ja bekannt für ihre Raubkatzen. Dies impli­ziert ein Thema, näm­lich die Jagd eben die­ser Raubkatzen. Die Atmosphäre erle­ben wir in der Masai Mara, respek­ti­ve in der Mara North Conservancy unse­res Erachtens anders als in Amboseli und Loisaba. Nicht unbe­dingt bei den Tieren, son­dern bei den Menschen.

Es ist eine Art Voyeurismus spür­bar, die Suche nach der Attraktion per se, will heis­sen eine Jagd von Raubkatzen. Oder ist das nur unse­re Wahrnehmung? Wir haben das erlebt, eine erfolg­rei­che Jagd von drei jun­gen Cheetahs. Man könn­te sagen, ‘we are the lucky ones’! Aber wir haben uns dabei nicht sehr wohl gefühlt. Irgendwie hat die­ser Moment etwas Intimes an sich und ist nicht für xxxxx kli­cken­de Kameras und gaf­fen­de Touristen bestimmt.

Faszinierend — die Wandlung der Cheetahs

Sehr ein­drück­lich ist, was davor geschah, die Wandlung, die wir bei den Cheetahs beob­ach­ten konn­ten: drei dösen­de Katzen, in der Sonne lie­gend, schein­bar völ­lig unauf­merk­sam und absichts­los. Dann plötz­lich Aufmerksamkeit, Anspannung bei einem Tier, dann beim zwei­ten und drit­ten Tier, das ers­te steht auf, von 0 auf 100 sind alle drei voll da, lau­fen los, zuerst lang­sam, dann dre­hen sie auf und sind in vol­lem Sprint weg. Das ist wirk­lich fas­zi­nie­rend.

Auch ist es herr­lich den Löwenbabies aus nächs­ter Nähe beim Spielen und Toben zu zuse­hen. Die Löwendamen sind wun­der­schön und die Herren erha­ben und majes­tä­tisch. Die Cheetahs fas­zi­nie­ren mit ihrer Zeichnung im Gesicht und die Leoparden sind für uns ein­fach die schöns­ten Katzen.

Leopard  Mara North Conservancy

Die Higlihts der Mara North Conservancy

Eine Vielzahl von ver­schie­dens­ten Tierarten, wild durch­ein­an­der gemischt,  Antilopen‑, Zebra- und Gazellengruppen

Massai Mara Gazellen Zebras Antilopen Topis

Cheetahs on the run

Geparde Massai Mara

Die Baby-Topi’s, eine wun­der­schö­ne Antilope

Topi Masai Mara

Der Sundowner am zwei­ten Abend

Sundowner Massai Mara Zebras

Die Begegnungen mit den Leoparden

Leopard Masai Mara

Die Löwengruppe, bestehend aus fünf Babies, vier Damen und zwei Herren (wobei nicht alle auf dem Foto sind)

Massai Mara Löwenfamilie
Bushlunch am Mara River in Gesellschaft der Hippos
Flusspferde Massai Mara

Die Eland, eine majes­tä­ti­sche Antilope

Eland

Von der Abendsonne illu­mi­nier­te Wolken

Abendstimmung in der Massai Mara

Die Geier auf dem Baum 

Geier auf dem Baum

Löwen der Mara

Man ist mit­ten­drin, unfass­bar. Diese Löwengruppe tref­fen wir mehr­mals an. Fünf Cubs und eben­so vie­le erwach­se­ne weib­li­che Löwinnen. Es gehö­ren auch zwei männ­li­che Tiere dazu, die sich aber nicht in der Gruppe auf­hal­ten, auch sie tref­fen wir mehr­mals an. Es erge­ben sich wun­der­vol­le Szenen: die fünf Cubs, die die bei­den Herrn ner­ven, die Cubs spie­len und beklet­tern alles, was sich dafür anbie­tet, auch unge­dul­di­ge Papi’s und Onkel’s. Die immer wach­sa­men Löwinnen, wun­der­schön und majes­tä­tisch. Die bei­den Löwendamen, die sich begeg­nen und begrüs­sen. Traumhafte Interaktionen. Man könn­te, und wir tun das auch, stun­den­lang zuse­hen.

Löwen pflegen Kontakte
Junger Löwe auf Baum
Junge Löwengruppe nach dem Spielen
Löwen Portrait

Weiterflug von der Mara nach Lamu

Bei unse­rer Abreise erfah­ren wir von den Rangern am Flug…. nein, eben nicht Flughafen, beim Airstrip, dass in der Hochsaison hier ein Fahrzeug neben dem ande­ren geparkt ist. Also prak­tisch auf der gan­zen Länge der Landebahn und ein Flugzeug nach dem ande­ren lan­det, bzw. star­tet. Man beach­te das Bild unten, es waren bei unse­rer Abreise viel­leicht vier bis fünf Autos. Also emp­fiehlt es sich schon, aus­ser­halb der Hochsaison hier­her, in die Masai Mara oder in das Mara North Conservancy zu kom­men. Wir ver­mu­ten, dass die wei­ter oben beschrie­be­ne Atmosphäre in der Hochsaison noch viel deut­li­cher spür­bar ist, wahr­schein­lich eher unan­ge­nehm.

Airstrip Mara North

Unsere Safari Reise in Kenia neigt sich dem Ende ent­ge­gen. Wir ver­las­sen das Mara North Conservancy und flie­gen wei­ter nach Lamu. Hier haben wir noch etwas Entspannung und Erholung geplant.

Reisevideo Flugsafari Kenia

Kenia Safari Reisebericht — Flugsafari Kenia — Amboseli — Loisaba — Masai Mara

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