Irgendwann im Winter, die Tage sind immer noch kurz und es wird früh dunkel, kommt ER mit dem Vorschlag, die Woche des ersten Augustes, der Schweizer Nationalfeiertag, zu nutzen, um einen kurzen Abstecher in eine unserer Lieblingsstädte Venedig zu machen. Mitten im Winter kann man einem solchen Vorschlag fast nichts entgegenhalten, insbesondere dann, wenn auch noch die Rede von IHREM Lieblingshotel, das Bucintoro in Venedig, ist. Gesagt getan, zwei Tage in Venedig und anschliessend noch drei Tage in Florenz. Alles ist schnell gebucht und eine erfreuliche Aussicht mitten im Winter. Hätten wir damals gewusst, dass wir die absolute Hitzeperiode des Jahres 2018 erwischen, vielleicht hätten wir gezögert und etwas in den Bergen gebucht.

Vom Flughafen mit dem Taxi nach Venedig

Mit gemischten Gefühlen besteigen wir unseren Flug nach Venedig; schon in Zürich herrschen betäubende Temperaturen. Aber der Charme von Venedig hat uns schon auf der Fahrt vom Flughafen in die Stadt wieder voll vereinnahmt, Temperaturen hin oder her. Unser Wassertaxi, ein Gruppentaxi, geteilt mit anderen Touristen, so kann man das finanzieren, fährt durch einen kleineren Verbindungskanal etwas oberhalb der Rialto Brücke in den Canale Grande hinein. Dann den Canale Grande hinunter, und SIE entdeckt die Terrasse von Brunetti; endlich. Freude herrscht und schnell ein paar Fotos knipsen.

Hotel Bucintoro – traumhaft mit eigener Dachterasse

Im Hotel Bucintoro angekommen, beziehen wir unser Lieblingszimmer, das 501. Es habe als einziges Zimmer kein Nummernschild, erklärt uns der Hotelmitarbeiter verschmitzt. Das bestechende an diesem Zimmer ist nicht die Grösse, nicht das Mobiliar, nicht die Dekoration, nicht dass es kein Nummernschild hat, nichts von alledem. Sondern die Dachterrasse mit Sicht auf die Lagune. Traumhaft und immer wieder unbeschreiblich.

Tarr Steps Exmoor Nationalpark

Antica Osteria de Gino – abseits der Touristenströme

Trotzdem es wirklich heiss ist, machen wir uns auf einen Spaziergang Richtung Giardini della Bienale.

Wir spazieren und spazieren und verlieren fast ein bisschen das Zeitgefühl, haben wir doch in der Antica Osteria da Gino reserviert.  In dieser Gegend sind die Gassen einigermassen ruhig.Wie angenehm. Die Osteria ist nicht überfüllt, es hat sowieso nicht allzu viele Tische direkt beim kleinen Kanal. Klein aber fein trifft es wohl sehr gut. Wir speisen gut, sind auch nicht zum ersten Mal hier und können diese Osteria empfehlen.
Bovey Castle Restaurant
Wir gehen zurück zu unserem Hotel, auf ziemlich direktem Weg und geniessen, man rate mal, unsere Terrasse mit Blick auf die Lagune. Das ist einfach wunderbar!
Tarr Steps Exmoor Nationalpark
Wir sind beide froh um die Klimaanlage in unserem Zimmer, was eher aussergewöhnlich ist. Es ist wirklich sehr heiss, ohne klimatisierten Raum würde an Schlaf kaum zu denken sein.

Mit dem Vaporetto Nr. 1 auf dem Canale Grande

Unseren einzigen vollen Tag, Tag zwei, starten wir, indem wir das Vaporetto Nr. 1 nehmen und den Canale Grande hinauf fahren bis zur Rialto Brücke. Action pur: uns kommt ein Ambulanzboot mit Blaulicht und vollem Tempo entgegen, den Canale Granade hinunter. Unglaublich wie dieser Ambulanzfahrer sein Boot in einem Höllentempo durch den Canale vorbei an den vielen Booten steuert. Eine wahre Kunst, ein wahrer Könner muss das sein.

Tarr Steps Exmoor Nationalpark
Bevor wir los laufen, gönnen wir uns, ganz im Stil von Brunetti bzw. seinem Mitarbeiter Vianello, einen Espresso in einem Café bei der Rialto Brücke mit wunderbarem Blick auf den Canale Grande. Dann machen wir uns auf den Weg, ziemlich ziellos, einfach mal in eine Richtung. Es ist heiss und leicht bedeckt, immer wieder schön, diese Gassen, diese Brücken, die Kanäle. Wir erreichen den Markusplatz, wie immer von vielen Touristen bevölkert, aber, es könnte schlimmer sein.

Via Giuseppe Garibalde – abseits der Touristenströme

Von hier machen wir uns auf den Weg Richtung Bucintoro, aber dran vorbei, unser Ziel ist die Via Giuseppe Garibaldi. Diese Strasse kenne wir bereits, es gibt viele schöne kleine Restaurants. Auf dem Weg dahin stellen wir einmal mehr fest, dass nach der Vaporetto Station Arsenale der Touristenstrom abrupt abnimmt, fast versiegt. So auch in unserer Zielstrasse Via Giuseppe Garibaldi. Hier trifft man mehr einheimische Restaurantbesucher, die Atmosphäre ist viel ruhiger, viel authentischer, viel angenehmer. Wir entscheiden uns für ein kleines Restaurant, den Namen können wir nicht mehr eruieren. Wenn man aber von der Lagune her die Via Giuseppe Garibaldi hinunter geht, ist es das zweit Restaurant auf der linken Seite. Wir speisen ausgezeichnet, ein kleiner Lunch, genau das Richtige.

Auf den Spuren Brunetti’s – die Säulen der Questura

Am Nachmittag suchen wir die Questura von Brunetti. Auch das ergibt wieder einen wunderschönen Spaziergang durch Venedig und, …. wir finden sie auch, die Questura, respektive die Säulen am Campo San Francesco.  Sie sehen etwas ungepfleger aus als din den Filmen, es wird auch noch gebaut, aber es sind sie.

Tarr Steps Exmoor Nationalpark

Gediegen dinnieren im Lineadombra

Am Abend haben wir sozusagen in unserem Lieblingsrestaurant, das kann sich natürlich jederzeit wieder ändern, aber im Moment ist es das, reserviert, dem Lineadombra. Es liegt im Dorsoduro Viertel mit wunderbarer Sicht über den Canal del la Giudecca. Dank den Bemühungen des Concierge unseres Hotels, haben wir einen Platz ganz vorne an der ‘Waterline’. Wir geniessen den wunderbaren Ausblick, die blaue Stunde, und… natürlich unser Essen. Das alles ist ein Highlight, absolut zu empfehlen.

Tarr Steps Exmoor Nationalpark
Und wieder, weil wir uns ja schon ziemlich auskennen, nehmen wir das Vaporetto bis zur Rialto Brücke und spazieren zurück zum Hotel. Sooooo schön. Venedig by night, Markusplatz by night, beträchtlich ruhiger als sonst, einfach perfekt.
Tarr Steps Exmoor Nationalpark

Mit dem Hochgeschwindikeitszug von Venedig nach Florenz

Leider müssen wir unsere Lieblingsstadt schon wieder verlassen, aber wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal hier. Der Reiseorganisator hat sich etwas Spezielles einfallen lassen. Wir nehmen den Hochgeschwindigkeitszug von Venedig nach Florenz.

Um uns den Abschied von Venedig ein wenig zu erleichtern, leisten wir uns noch ein Wassertaxi zum Bahnhof. Es ist immer wieder erstaunlich, wie diese Bootslenker ihre Boote aneinander vorbei manövrieren, unter doch recht engen Platzverhältnissen. Wir sprechen unseren Fahrer darauf an, er freut sich über das Kompliment und erzählt, es brauche zwei Jahre bis man soweit sei. Wir erfahren von ihm, dass ein solches Boot, wie er gerade fährt, um die € 200’000.– kostet und die Taxifahrer in der Regel Bootseigner sind. Eine Taxizentrale vermittelt die Kunden. Man hört auch, dass dies ein äusserst beliebter Job hier in Venedig sei.

Im Bahnhof angekommen wartet bereits der Zug, die Türen sind aber noch abgeschlossen. Wir genehmigen uns noch einen Kaffee, schauen den Leuten zu die aus den Zügen strömen und wundern uns über die gelassene Stimmung, keine Spur von Hektik wie in anderen Bahnhöfen. 10 Minuten vor Abfahrt öffnen sich die Türen. Die reservierten Sitze sind bald gefunden und kurz darauf setzt sich der Zug in Bewegung in Richtung Florenz.

Videoclip – mit dem Wassertaxi nach Venedig

Für den Transfer vom Flughafen Venedig nach Venedig stehen verschiedene Optionen offen. Wir haben uns für ein Sammeltaxi entschieden, welches wir vorab gebucht hatten. Bei schönem Wetter ist die Fahrt mit dem Wassertaxi schon ein kurweiliges und schönes Erlebnis.

Reisebericht Venedig – mit dem Wassertaxi quer durch Venedig

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