Ragusa Ibla

Wanderung Cava Grande – Ragusa Ibla – Tal der Tempel

von | 01.01.2023 | Italien

Wanderung in der Cava Grande del Cassibile Carrubella

Von Syra­kus auf dem Weg nach Ragusa legen wir einen Zwi­schen­stopp im Natur­schutz­ge­biet des Cava Gran­de del Cas­si­bi­le-Car­ru­bel­la. Es gibt zwei Mög­lich­kei­ten für eine Wan­de­rung hin­un­ter in den Can­yon. Die eine, 300 Höhen­me­ter hin­un­ter zu zwei natür­li­chen Seen sowie Pick­nick Gele­gen­heit und den glei­chen Weg wie­der zurück, wo es vie­le Leu­te hin­zieht. Wir ent­schei­den uns für die ande­re Vari­an­te, eine Rund­wan­de­rung etwas wei­ter hin­ten im Can­yon, es ist dort deut­lich ruhi­ger mit weni­ger Men­schen. Der Weg führt anfangs recht steil und stei­nig in den Can­yon hin­un­ter. Unten ange­kom­men ist die Natur traum­haft, ein rich­ti­ger Urwald, sehr unbe­rührt und wild. Auch wir fin­den zwei Seen, klein aber immer­hin und es ist sehr ruhig und beschau­lich. Der Auf­stieg wird dann bei ca. 30 Grad doch recht anstren­gend und wir kom­men gehö­rig ins Schwit­zen. Aber es hat sich wirk­lich gelohnt, und die Wan­der­we­ge sind ordent­lich unter­hal­ten.

Wanderung Cava Grande del Cassibile-Carrubella
Wanderung Cava Grande

Zwischenstopp in Noto

Noto ist unser nächs­tes Ziel. Die Stadt wird geprie­sen wegen den vie­len Gebäu­den mit Barock Fas­sa­den. Wir neh­men uns die Haupt­stras­se Cor­so Vitto­rio Ema­nue­le vor, schlen­dernd nach dem anstren­gen­den Can­yon Walk. Das ist ganz nett und wir stär­ken uns mit einem fei­nen Pani­ni. Aber was neben die­ser Haupt­stras­se ist, erschliesst sich uns nicht so ganz oder anders gesagt, brö­ckelt die Fas­sa­de die sich Noto geben will.

Ragusa – Ibla – Duomo die San Giorgio

Unser nächs­tes Ziel ist Ragusa. Wir haben mit­ten in der Stadt das Hotel Relais Anti­ca Badia gebucht. Die Zufahrt zum Hotel ist eine Her­aus­for­de­rung für unse­ren Jeep Com­pass oder bes­ser gesagt für den Chauf­feur des­sel­bi­gen. Eng, enger und sehr knapp. Aber es geht. Wir che­cken ein und die­se Stadt­ho­tels, ein­mal mehr, sind häu­fig ein­fach ent­täu­schend. Klei­ne Zim­mer, auf­ge­stau­ter Reno­va­ti­ons­be­darf, irgend­wie für den Preis, den man ja doch bezahlt, ein­fach ent­täu­schend.

Wir über­le­gen kurz und ändern unse­re Rei­se­plä­ne. Wir blei­ben nur eine Nacht und schal­ten einen Zwi­schen­stopp ein, dazu spä­ter. Nach­dem das alles erle­digt ist, machen wir uns auf in die Stadt und fla­nie­ren etwas her­um, Rich­tung Taber­na dei Cin­que Sen­si, die uns vom Hotel für ein Abend­essen sehr emp­foh­len wur­de. Es hat sogar noch Platz für uns und wir fin­den es total cool. Sehr klein, nur ein paar weni­ge Tische, gefühlt, denn wir wis­sen es nicht genau, wer­den wir vom Besit­zer bedient,. ER kennt sich super aus mit Wein und offen­bar auch mit der Gour­met­kü­che. Wir essen phan­tas­tisch gut, das ist abso­lut zu emp­feh­len.

Nach einer unru­hi­gen Nacht, war­um auch immer, möch­ten wir uns doch die Sehens­wür­dig­kei­ten von Ragusa nicht ent­ge­hen las­sen, vor­al­lem den Stadteil Ibla. SIE zählt 288 Trep­pen­stu­fen, aller­dings erst beim Auf­stieg. Zuerst geht man die Stu­fen jetzt mal run­ter in die­sen Stadt­teil. Der Duo­mo di San Gior­gio ist irgend­wie spe­zi­ell. Sogar Kathe­dra­len abge­här­te­te und unemp­find­li­che Per­so­nen sind davon beein­druckt. Hoch oben über der Piaz­za erhebt er sich so rich­tig mäch­tig und erha­ben. Gera­de fin­det eine Hoch­zeit statt. Vom Hotel emp­foh­len geneh­mi­gen wir uns das ers­te Gela­ti hier in Sizi­li­en bei ‘Gela­ti Divi­ni’, etwas wei­ter unten auf der Piaz­za.

Ragusa Ibleo Duomo di San Giorgio

Und dann geht’s los mit den 288 Stu­fen auf­wärts. Wir kom­men wie­der gehö­rig ins Schwit­zen. Im Hotel ange­kom­men che­cken wir einen Tag frü­her aus. Der Mana­ger kommt uns preis­lich sogar noch etwas ent­ge­gen, wie freund­lich. Wir haben uns ent­schie­den zum Tal der Tem­pel zu fah­ren, wo wir noch spon­tan eine Zim­mer resp. eine klei­ne Vil­la im .…. buchen konn­ten.

Agrigent – Im Tal der Tempel

Das gute an die­ser Rei­se­plan­än­de­rung ist, dass wir uns jetzt ganz nah an der nächs­ten Sehens­wür­dig­keit befin­den, die wir besu­chen möch­ten, das Tal der Tem­pel. Hät­ten wir das von Ragusa aus gemacht, so wie es geplant war, das wäre ein sehr lan­ger Tag gewor­den. So kön­nen wir das Doric Bou­tique Hotel, unse­re wun­der­schö­ne Vil­la, total neu erbaut im April 2022, mit einem wun­der­vol­len Blick, aus­gie­big genies­sen und uns am ande­ren Mor­gen, selbst­re­dend nach einem genüss­li­chen Früh­stück, gemüt­lich auf den Weg machen zum Tal der Tem­pel. Der Ein­gang liegt nur weni­ge Fahr­mi­nu­ten vom Hotel.

Vor Ort ange­kom­men, müs­sen wir lei­der trotz­dem etwas Anste­hen, weil….. es ist Sonn­tag und …… der Ein­tritt ist heu­te aus­nahms­wei­se gra­tis, ohje. Aber es ist nicht so schlimm wie es anfangs wirkt und schnell sind wir durch den Secu­ri­ty check hin­durch. Dar­um hat sich auch die Queue gebil­det, weil man gescannt wird und die Taschen durch­leuch­tet wer­den. Aha, span­nend und ver­heis­sungs­voll. Und tat­säch­lich, was wir da zu sehen krie­gen, stellt die Akro­po­lis in den Schat­ten. Die­ser Besuch lohnt sich unbe­dingt und die Mas­sen an Men­schen ver­tei­len sich recht gut. 

Concordiatempel Agrigent
Agrigent Tal der Tempel Heraklestempel
Tal der Tempel Agrigent Sizilien

Wir sind sicher wie­der fast drei Stun­den unter­wegs, genies­sen es, die tol­len Objek­te foto­gra­fisch und fil­me­risch fest­zu­hal­ten und ergat­tern sogar noch einen Tisch am Schat­ten im Café inner­halb des Gelän­des. Das Pani­ni ist ganz ordent­lich und gestärkt besich­ti­gen wir noch den letz­ten Tem­pel, bzw. die Rui­ne davon.

Unser Weg führt uns wei­ter in den Wes­ten von Sizi­li­en, nach Sciac­ca. Und hier fin­det ihr die Über­sicht zu unse­rer Sizi­li­en Rund­rei­se.

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