Relais Chateaux Hotel La Vella Farga

E‑Biken in den Pyrenäen — stiller Luxus vom Feinsten im Hotel La Vella Farga

von | 29.08.2020 | Relais & Chateaux Hotel, Spanien

La Vella Farga

Stiller Luxus vom Feinsten. Ein geheiz­ter Infinity Pool zum Träumen.

Region Lladurs

Viel Natur, schö­ne Wander- und Bikemöglichkeiten.

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Zu beachten

Navi für Bike- und Wandertouren.

Das Relais Chateaux Hotel La Vella Farga liegt sehr abge­le­gen, inmit­ten einer spek­ta­ku­lä­ren Naturkulisse von Wiesen, Pinienwäldern und jahr­hun­der­te­al­ten Olivenhainen, in den Ausläufern der kata­la­ni­schen Pyrenäen, in der Nähe von Solsana. Es ist ein altes Haus, meh­re­re Jahrhunderte alt, wur­de aber von den Besitzern sehr schön her­ge­stellt, ein­ge­rich­tet und deko­riert.

Wir bezie­hen eine rich­ti­ge klei­ne Wohnung, mit Küche und allem, gleich beim Infinity Pool. Eine gros­se gedeck­te Veranda ist gemüt­lich ein­ge­rich­tet mit Liegestühlen, Loungesessel, Esstisch, mit allem was man sich nur vor­stel­len kann. Das Gepäck wird mit dem Auto direkt vor unser Gartentörchen gefah­ren, eine Rasenfläche gehört näm­lich auch noch dazu, die Bikes kön­nen eben­falls im Garten par­kiert wer­den. Der Blick geht über den Infinity Pool raus in die Berge.

Nachdem wir uns ein­ge­rich­tet haben, muss SIE noch ein biss­chen ankom­men, wie immer, wenn ihr der letz­te Ort so gut gefal­len hat. Das lösen und neu ankom­men ist immer ein biss­chen eine Herausforderung, braucht etwas Zeit. Wir sind auf ca. 800 m. ü. M. Das Relais Chateaux Hotel La Vella Farga wirkt wie eine fried­li­che Oase, in der Natur und Ruhe ver­schmel­zen. Der per­fek­te Ort für einen Apéro ist die gross­zü­gi­ge Lounge.

Hotel La Vella Farga Lounch

Gediegen — geheizter Infinity Pool

Speziell erwäh­nens­wert ist der geheiz­te Infinity Pool des Hotels La Vella Farga. Die Poolanlage ist sehr gut gelun­gen und inte­griert sich sehr schön in die Umgebung. Den letz­ten schö­nen Infinity Pool hat­ten wir in Costa Rica, in der Oxygen Jungle Villa.  Zum Glück ist das La Vella Farga eher ein klei­nes Hotel. So gibt es um den Pool auch kei­nen Dichtestress. Einzig die Selfie-Poser ner­ven zwi­schen­durch. Naja, eigent­lich ist es schlicht weg lächer­lich, die­ser zur Schau gestell­ter Narzismus.

Hotel La Vella Farga Lounch

Das Abendessen ist super, der Service ein­fach per­fekt. Jeder Handgriff sitzt, jede Bewegung schwung­voll pro­fes­sio­nell. Dieser Kellner hat den rich­ti­gen Beruf gewählt. So etwas ist immer wie­der schön an zu schau­en.

E‑Bike Tour in den Wäldern der Pyrenäen

Frühstück, COVID 19 lässt grüs­sen, wie über­all, alles wird an den Tisch gebracht. So ist es, spe­zi­el­le Zeiten. Danach machen wir uns auf eine E‑Bike Tour, die ers­te in den Pyrenäen. Orientieren tun wir uns anhand des Wikiloc, das klappt ganz gut. Wir sind meh­re­re Stunden unter­wegs und es hat auch stre­cken­wei­se nur Trails; ein wenig aben­teu­er­lich, aber es macht Spass. Aber, eine Orientierung ohne App wäre sehr schwie­rig. Wir sind tief in den Wäldern unter­wegs. Zweimal über­que­ren wir einen Bach, der Weg ist nicht immer auf den ers­ten Blick ersicht­lich.  

Bike Trail Entlang Bach El Riard
Ribera Salada

Nach der Bike-Tour freu­en wir uns auf ein fei­nes leich­tes Mittagessen im Hotel. Zwei drei klei­ne­re Sachen wie z. B. Salat, pan y toma­te, Croquetten, über­all zugrei­fen, ein biss­chen von hier, ein biss­chen von da, so lie­ben wir es. Den Nachmittag ver­brin­gen wir auf unse­rer wun­der­vol­len Veranda. Ausruhen, Blog schrei­ben, Fotos bear­bei­ten, lesen und etwas Schwimmen im Infinity Pool des Hotels La Vella Farga.

Ein Tag zum Chillen

Den kom­men­den Tag ver­brin­gen wir im Hotel. Etwas aus­ru­hen und rela­xen muss ja auch mal sein. Aber gegen Abend machen wir uns doch noch mit dem E‑Bike auf den Weg zu einer Ruine, der Ermita de Sant Martí. Es ist doch recht steil, recht streng, aber cool. Oben Angekommen ein schö­ner Blick ins wei­te Land. Die Schussfahrt run­ter machen wir auf den Strassen. Das hat gut getan, ein­fach noch ein wenig Bewegung.

Aussicht von der Ermita-de-Sant-Marti Lladurs

Umrundung des Pantano de Sant Ponc

Der Tag dar­auf ist wie­der einer Bike Tour gewid­met. Wir möch­ten den Stausee Pantano De Sant Ponç umrun­den. Dies auf Empfehlung von Salvador, dem Receptionisten. Es ist doch noch recht weit, aber da unse­re E‑Bikes jetzt voll gela­den sind, sagen wir uns, wir kön­nen ja im Turbo wie­der zurück fah­ren. Das ist voll easy.

Unsere Tour star­tet her­aus­for­dernd. Die Trails sind zwar ein­ge­zeich­net, aber unter­hal­ten sind sie schon nicht wirk­lich. Will heis­sen: durch Regengüsse aus­ge­wa­schen, z. T. kaum befahr­bar, oder dann wie­der leh­mi­ge brei­te­re Wege mit hal­ben Seen, die sump­fig sind und kaum durch­fah­ren wer­den kön­nen. So kommt eine her­aus­for­dern­de Stelle nach der ande­ren. Immer wie­der Brombeerstauden, die in die Wege hin­ein­wach­sen und uns Arme und Beine zer­krat­zen. Aber wir sind hart im Nehmen und Schaffen alles :-). Da, plötz­lich ein Kornfeld vor uns. Aber ja, es ist son­nen­klar, der Weg wür­de da hin­durch­füh­ren. Wir las­sen offen, wie wir uns ent­schie­den haben.

E-Bike Trail Hotel Vella Farga Lladurs
E-Bike Umrundung Pantano de Sant Ponc
Pantano de Sant Ponc

Schlussendlich errei­chen wir den türkis-blauen Pantano De Sant Ponç, eine Naturstrasse führt drum her­um. Auch Autos machen das, lei­der. Zum Glück ist Tempo 20 ange­sagt, und die Fahrer hal­ten sich dar­an. Da Sonntag ist, hat es vie­le Besucher, nur Einheimische, kei­ne Touristen.  Sie genies­sen das wun­der­ba­re Wetter, den herr­lich tür­kis blau­en See und den frei­en Tag. Die Umrundung des Stausees ist wirk­lich sehr schön und nicht mal so anstren­gend. Und doch möch­ten wir eine kur­ze Pause ein­le­gen, bevor wir uns mit dem Turbo auf den Rückweg zum Hotel machen.

Zwischenstopp im Restaurant Moli del Pont

Einkehren tun wir in Restaurant, Moli del Pont, sehr ein­fach, und die Dame die uns bedient ist unend­lich freund­lich und fle­xi­bel. Sogar draus­sen kön­nen wir essen, obwohl das nicht so gedacht ist. Wir sind die ein­zi­gen Gäste, aber nur kurz. Nach uns strömt es. Ein Auto nach dem ande­ren fährt vor. Alles Einheimische, alle essen drin­nen. Nur die Touristen draus­sen. Haha… 

Aber es ist trotz­dem ein­fach so ange­nehm, wir kön­nen kun­ter­bunt bestel­len, wor­auf wir gera­de Lust haben, und alles ‘para com­par­tir’, zum tei­len. Die Dame die uns bedient, fin­det das sel­ber auch super und bringt uns Salat, einen eige­nen Hausgemachten Reis, sehr fein. Danach neh­men wir den Rest des Weges unter die Räder, nur zum Teil mit Turbo, nach die­sem fei­nen Essen. Perfekte Tour.

Im Hotel zurück ist es heu­te Sonntag wie­der etwas ruhi­ger. Gestern Samstag war das Haus total aus­ge­bucht und es war viel los. Wir kön­nen also den Pool noch ein letz­tes mal genies­sen. Es ist schon ein tol­les Gefühl, in die­sem geheiz­tem Infinity Pool zu schwim­men, mit der Kulisse der Pyrenäen im Hintergrund. Apéro und Abendessen, unser letz­tes, im Relais Chateaux Hotel La Vella Farga, mor­gen geht es wei­ter.

Auf der LV 4241 durch die Pyrenäen zum Mirador de la Creu del Codó

Auf dem Weg nach La Seu d’Urgell, unse­re nächs­te und letz­te Destination in Spanien, ist unser ers­tes Ziel der Mirador de la Creu del Codó. Schon die Fahrt auf der LV 4241 zum Creu del Codo ist wun­der­schön. Die Sicht vom Mirador, ein­fach mys­tisch. 

Schlucht Landstrasse LV-4241
Mirador de la Creu del Codo - Sicht nach Osten
Sicht vom Mirador de la Creu-del-Codo

Geduld ist eine Tugend, weil die Sonne sich gera­de hin­ter Wolken ver­steckt, war­ten wir gefühlt eine hal­be Stunde, damit wir die­ses wun­der­vol­le Bild mit unse­rer Kamera fest­hal­ten kön­nen.

Danach geht die Fahrt wei­ter hin­un­ter in das Städtchen Sant Llorenç de Morunys. Zeit für ein klei­nes Mittagessen, wie­der ein ein­fa­ches aber tol­les Restaurant mit Sitzplätzen unter den Bäumen, das El Jardí. Todo para Compartir, per­fekt. Für ambi­tio­nier­te Biker und Wanderer ist Sant Llorenc de Morunys ide­al gele­gen.

Die L‑401 — eine wundervolle Bergstrasse in den Pyrenäen

Nach dem Mittagessen fah­ren wir wie­der ein Stück zurück in Richtung Mirador de la Creu del Codo. Bei der Abzweigung fah­ren wir gera­de aus, auf die L‑401 Richtung Organyà — La Seu d’Urgell. Die L‑401 ist eine 40 Kilometer lan­ge schma­le aber wun­der­vol­le Bergstrasse. Und die Szenerie ist wun­der­schön und abwechs­lungs­reich. Wir sind fast allei­ne unter­wegs. Nur von Zeit zu Zeit kreu­zen wir ein ande­res Fahrzeug. Wo gibt es das noch! Wir crui­sen im gemäs­sig­tem Tempo und genies­sen die Landschaft in vol­len Zügen.

L-401 Landstrasse durch die Pyrenäen

Gefühlt viel zu schnell errei­chen wir die Haupstrasse C‑14. Wir über­que­ren den Fluss El Segre und neh­men die letz­ten 30 Kilometer nach La Seu d’Urgell unter die Räder. Unsere letz­te Zwischenstation in Spanien ist das Relais Chateaux Hotel Castell de Ciutat.

Das Relais Chateaux Hotel La Vella Farga war, wie auch das Hotel Mas de Torrent im Hinterland der Costa Brava, eine wun­der­vol­le Erfahrung.

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