Luganersee - Lago di Lugano

Relais Chateaux Principe Leopoldo — biken & wandern in Lugano

von | 06.12.2020 | Relais & Chateaux Hotel, Schweiz

In der Villa Principe Leopoldo in Lugano ver­brach­ten wir vier Nächte. Nebst einer wun­der­schö­nen Wanderung durch die Kastanienwälder haben wir mit den E‑Bikes auch die Halbinsel unter die Räder genom­men. Die Rundtour ab Paradiso ent­schä­digt mit schö­nen Weitblicken auf die grü­nen Berghänge und den Luganersee.

Principe Leopoldo

Leider etwas aus der Zeit gefal­len.

Region Lugano

Viele Ausflugsmöglichkeiten.

s

Zu beachten

Entweder berg­auf oder berg­ab.

Hotel Villa Principe Leopoldo

Bei strö­men­den Regen kom­men wir im Relais Chateaux Hotel Villa Principe Leopoldo an. Kaum ange­hal­ten wer­den wir mit dem Regenschirm abge­holt und ins Hotel geführt. Wie ange­nehm. Die Hotelanlage ist, irgend­wie, eigen­wil­lig. Die Zimmer lie­gen alle im unte­ren Geschoss. Vom leicht gebo­ge­nen Gang sind alle Zimmertüren rechts ange­ord­net. Die gebuch­te Panorama One Bedroom Suite ist gross­zü­gig. Wenn auch die Einrichtung ein wenig abge­nutzt ist. Schade. Die Sicht auf den See ist gross­ar­tig, auch schät­zen wir die Nespresso Kaffeemaschine.

Relais Chateaux Lugano Villa Principe Leopoldo

Restaurant Principe Leopoldo  — Gourmet über dem Luganersee

Das Restaurant, mit 16 Gault Millau Punkte aus­ge­zeich­net, ist sicher ein kuli­na­ri­scher Höhepunkt bei einem Aufenthalt in der Villa Principe Leopoldo. Im Gegensatz zur Villa Orselina, sind hier nicht nur Gäste aus dem Hotel zum Besuch. Es ist mehr «schi­cky micky», das geht o.k. Der Service, das Essen und der Wein waren vor­züg­lich.

Und den­noch,  irgend­et­was stör­te. Die Dominanz des «Oberkellners» über alle ande­ren Kellner erin­ner­te mich an den alten Film von Peter Alexander im weis­sen Rössel . So schwung­voll der Service durch den Oberkellner war, so pein­lich war es irgend­wie zuzu­se­hen, wie die ande­ren Kellner zu Befehlsempfänger degra­diert wur­den. Vielleicht soll­te sich das Management mal ein Essen im Relais Chateau Hotel Ann de Bretagne gön­nen um zu erfah­ren, wie gut sich ein selbst orga­ni­sie­ren­des Service Team anfühlt. Nichts des­to trotz haben wir 3 mal im Restaurant geges­sen und konn­ten so die gute Küche in vol­len Zügen genies­sen.

Kastanienweg – Rundwanderung Arosio

Im Herbst soll­te man auf kei­nen Fall eine Wanderung durch die Kastanienwälder ver­pas­sen. Ein schö­ne und gut aus­ge­schil­der­te Rundwanderung durch einen Kastanienwald liegt im Alto Malcantone. Die Rundwanderung beginnt in Arosio und führt durch schö­ne Kastanienheine und Mischwälder. Ebenfalls sehens­wer­te sind die Dörfer mit ihren typi­schen länd­li­chen Charakteristiken. Gefallen hat uns im Besonderen das Tessiner Dorf Vezio.  Ab Vezio führt der Wanderweg durch eine eher land­wirt­schaft­li­che gepräg­te Landschaft. Dieser Teil der Rundwanderung bis nach Arosio ist nicht mehr gleich attrak­tiv, dafür ein­fa­cher zu bege­hen.

Kastanienwald Wanderung Arosio Sicht auf Parcheggio Mugena
Kastanienweg Wanderung Arosio Tessin

Lugano: Paradiso — Vicania Bike Rundstrecke MTB  399

Wir haben Glück und fin­den einen Parkplatz am Anfang vom Trail, an der Via Carona ober­halb Paradiso. Die Strecke um die Halbinsel ist etwa 22 Kilometer lang, mit einem Auf- und Abstieg von 740 m. Weder die Länge der Strecke noch die Höhenmeter beein­dru­cken uns. Aber wir sind nicht sicher, was uns auf den gut 7 Kilometer lan­gen Singletrail erwar­ten wird. Unsere E‑Bikes sind schnell abge­la­den und nach weni­gen Metern befin­den wir uns im Wald. Der Trail ist auch ein Wanderweg. Zum Glück ist der Weg aber genug breit, so dass das Kreuzen mit den ein­zel­nen Wanderern stress­frei erfolgt. Die Strecke ist für uns aber gut mach­bar. Es gibt nur ein­zel­ne klei­ne Stücke wo wir abstei­gen müs­sen.

Der Trail durch den Wald ist sehr abwechs­lungs­reich, es macht rich­tig Spass. Plötzlich hören wir Motorenlärm. Zwei Enduros, ähn­lich der von spa­ni­schen Montesas, fah­ren ent­lang dem Trail. Die Fahrer haben offen­sicht­lich Spass. Nun ja, ist viel­leicht nicht unbe­dingt der rich­ti­ge Ort um die­se Leidenschaft aus­zu­le­ben.

Santa Maria di Torella

Wir errei­chen eine klei­ne Lichtung, Santa Maria di Torella, ein ehe­ma­li­ges Kloster mit einem Gehöft. Der Blick über den Luganersee ist von hier aus sehr schön. 

MTB Route 351 Paradiso Aussicht von Torello
MTB Route 351 Paradiso Torello

Von Torello aus wird der Weg brei­ter und auch ein­fa­cher. So kön­nen wir immer wie­der tol­le Blicke auf den See erha­schen. Auf der Alpe Vicania woll­ten wir eigent­lich gemüt­lich zu Mittag essen. Aber, wir hät­ten reser­vie­ren sol­len. Das ärgert. So machen wir uns auf den Weiterweg. Stetig geht es immer noch mode­rat berg­auf, bis nach Baslona. Von da ab sind nur noch die Bremsen gefor­dert.

Wir hal­ten stän­dig Ausschau nach einem Restaurant. In Carona  erweckt eine Schiefertafel der Osteria Ciona unser Interesse, Coniglio e polen­ta, per­fekt. Wir par­ken unse­re Bikes und genies­sen das Essen in der klei­nen Osteria. Vielleicht hat­te es ja doch etwas Gutes, dass das Restaurant auf der Alpe Vicania aus­ge­bucht war. Weiter geht es auf schö­nen Waldwegen bis nach Carabbia. Hier ent­schlies­sen wir uns das letz­te Stück auf der Teerstrasse zu fah­ren. So kom­men wir noch in den Genuss einer gemüt­li­chen Abfahrt bis zum Auto.

Ausflug nach Lugano

Zu Fuss machen wir uns auf dem Weg nach Lugano. Der Fussweg ent­lang der Strassen ist nicht sehr attrak­tiv. Aber wir hat­ten kei­ne Lust mit dem Auto oder den Bike’s hin­zu­fah­ren. Der Weg ent­lang dem Luganersee ist sehr schön. Auch die Altstadt von Lugano ist sehr gefäl­lig. Im Grand Café Al Porto ergat­tern wir einen Tisch. Die Inneneinrichtung ist gefäl­lig. Der Service ist ange­nehm und das Essen schmeckt. In der Konditorei des Cafés wer­den wir auch noch fün­dig und kau­fen noch eini­ge Süssigkeiten (sehr emp­feh­lens­wert 😊).

Am letz­ten Abend genies­sen wir  im Restaurant Principe Leopoldo  noch­mals ein aus­ge­zeich­ne­tes Nachessen und las­sen die letz­ten 3 Tage Revue pas­sie­ren. Die Region Lugano hat uns tat­säch­lich weni­ger inspi­riert als die Region um Locarno. Lugano war uns zu viel Stadt, zu mon­dän und zu dicht. Nach dem Morgenessen machen wir uns auf die Weiterfahrt ins Engadin. Wir sind schon sehr gespannt auf das Unterengadin und das Relais Chateaux Hotel In Lain.

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