Aetna Sizilien

Wanderungen rund um den Ätna

von | 29.12.2022 | Italien

Am Fusse des Ätna

Google Map sei dank fin­den wir uns pro­blem­los im Autoverkehr zurecht und errei­chen unser Hotel Kepos Etna Relais in Santa Veneria, gele­gen am Fusse des Aetna.Wir bezie­hen ein klei­nes Appartement, so kann man es durch­aus nen­nen, mit Garten und direk­tem Access zum Pool. Erst am kom­men­den Morgen sehen wir, wie schön der Ausblick ist auf die Ebene vor uns und weit weit weg das Meer. Die Anlage sieht auch sehr gut unter­hal­ten aus. Und die Terrasse, auf der wir unser Frühstück ein­neh­men, ist super.

Wanderung auf der Westseite des Ätna

Kurze Zeit Später machen wir uns mit dem Auto auf den Weg. Eine Wanderung im Aetna Gebiet ist geplant. Wir haben Riesenglück, der Aetna ist gut sicht­bar, nicht wol­ken­frei, aber man sieht die Spitze umran­det mit einer weis­sen Wolkenschlange. Wir steu­ern einen Parkplatz. an und ja, es hat vie­le Autos hier. Wir kön­nen aber gut par­ken und lau­fen los.

Es geht ziem­lich steil auf­wärts durch wal­di­ges Gebiet. Zwischendurch gibt es einen Aussichtspunkt, der fas­zi­nie­ren­de Blicke in die Landschaft unter uns frei­gibt. Wir sind sicher 1,5 Std. beschäf­tigt mit dem Aufstieg und kom­men an einem Ort an, von wo man einen wun­der­vol­len Ausblick auf den Aetna und die dar­un­ter­lie­gen­den Lavafelder hat. Faszinierend, unglaub­lich schö­ne Farben und als Kontrast dazu die schwar­ze Einöde der Lavafelder, wo von wei­tem nichts leben­di­ges, weder Fauna noch Flora, zu sehen ist, nur schwarz. Das muss man schon mal gese­hen haben.

Wanderung Ätna
Wanderung Aetna Lavafeld

Auf dem Rückweg

Wir machen uns auf den Rückweg und begeg­nen doch noch etli­che wei­te­re Wanderer. Bei unse­rem Auto ange­kom­men, wäre ein Lunch nicht das schlech­tes­te. Wir fah­ren die Strasse wei­ter hoch und errei­chen das Touristenzentrum des Aetna, wo auch die Talstation der Seilbahn hin­auf zum Aetna steht. Tausend Restaurants, tau­send Läden und Millionen von Touristen. Ok, das tun wir uns nicht an und sind froh, dass wir unse­re Wanderroute gewählt hat­ten. Dort war es im Vergleich zu die­ser Location viel ruhi­ger.

Weiter geht es, aber wir fin­den ein­fach kein Restaurant, wie betrüb­lich. Was wir aller­dings fin­den ist Abfall, Dreck und Schmutz ent­lang der Strasse. Wir sind wohl in etwas unbe­fah­re­ne­re Gebiete gera­ten und sind ziem­lich kon­ster­niert über all die­sen Dreck und Müll, der offen­bar ein­fach hier abge­la­den wird. Ein Restaurant ist auch nicht auf­zu­fin­den, sodass wir uns ent­schei­den, zurück zum Hotel zu fah­ren. Es ist schon sehr spät für ein Lunch, aber glück­li­cher­wei­se kann der net­te Kellner vom Hotel einen Caprese Salat zau­bern. Das passt.

Abendessen in Zafferana

Etwas ernüch­tert von der sizi­lia­ni­schen Einstellung zu Natur und Umweltschutz und der Verfügbarkeit von net­ten Restaurants, ruhen wir uns den Rest des Nachmittags aus. Das Nachtessen ist schon von lan­ger Hand geplant: die Oleum Pizzeria auf der Piazza In Zafferana. Von der Lokalität her jetzt nicht gera­de Euphorie aus­lö­send, ist die Pizza aber typisch sizi­lia­nisch, ohne Tomatensauce, super fei­ner und luf­ti­ger Pizzarand und ‑boden und fein belegt. Wir genies­sen Essen und die ent­spann­te Atmosphäre.

Ätna Wanderung auf der Ostseite

Eine wei­te­re Wanderung ist für den nächs­ten Tag geplant, dies­mal auf der öst­li­chen Seite des Ätna. Da wir uns auch bereits wie­der dis­lo­zie­ren zu unse­rer nächs­ten Unterkunft, packen wir alles zusam­men und fah­ren los. Mit unse­rem gelän­de­gän­gi­gen Auto kön­nen wir auch hier pro­blem­los par­kie­ren. Es hat ziem­lich vie­le Leute, aber wie immer, wenn man Zeit hat und etwas wei­ter läuft, ver­dünnt sich die Population der Menschen schnell. Wir wan­dern auf schwar­zem Lava Granulat, etwas grö­ber als Sand. Ja, das ist recht anstren­gend. Aber schon beim anfah­ren haben uns die Berge von erkal­te­ter Lava mit ihren bizar­ren Formen und Farben betört.

Wanderung Ostseite Aetna

Eine unglaub­li­che Mondlandschaft, so wirkt es. Das sieht man nicht alle Tage. Und dort wo län­ger kei­ne Lava mehr her­un­ter­ge­kom­men ist, hat sich bereits wie­der ein Wald ent­wi­ckelt mit wun­der­schö­nen weis­sen Birken. Die Farbkontraste sind traum­haft schön. Durch die­se Lavalandschaft wan­dern wir und sehen sogar einen klei­nen erkal­te­ten Krater. Heute gelingt es uns sogar, ein Restaurant zu fin­den und wir genies­sen ein ganz pas­sa­bles Mittagessen.

Und wei­ter geht es zu unse­rer zwei­ten Destination: Taormina. Und hier fin­det ihr die Übersicht zu unse­rer Sizilien Rundreise.

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