Cuenca Kastilien la Mancha

Von Madrid nach Cuenca

von | 07.12.2019 | Paradores Spanien, Spanien

Von Madrid nach Cuenca

Ein Uber bringt mich zur Mietwagenstation der Sixt in der Nähe des Bahnhofes. Letztmals hat­ten wir in Costa Rica bei Sixt gebucht. Schon dort waren wir sehr zufrie­den mit der Dienstleistung. Die Abwicklung resp. Wagenübergabe erfolgt auch die­ses­mal in Rekordzeit. Offenbar haben die Vermietungsstationen dazu gelernt und bie­ten jetzt die Möglichkeit an, die Daten online zu ergän­zen. Dies beschleu­nigt den Prozess unge­mein.

Trotz Navi ist es nicht ganz so ein­fach, sich in einer Grossstadt wie Madrid zurecht zu fin­den. Nach ein paar ver­pass­ten Abzweigungen bin ich dann end­lich auf der Autobahn Richtung Valencia. Die nächs­ten 80 Kilometer sind land­schaft­lich nicht inter­es­sant. Dies ändert sich erst auf der Castilla la Mancha Autobahn Richtung Cuenca. Die Landschaft wird sanf­ter, hüg­li­ger, bewal­de­ter und lieb­li­cher.

Welches Hotel in Cuenca?

Als Unterkunft habe ich mich für das Parador Cuenca, ein ehe­ma­li­ges Kloster, ent­schie­den. Es liegt eben­falls erhöht, aber nicht direkt in der his­to­ri­schen Altstadt. Vom Parador Cuenca aus erreicht man die his­to­ri­sche Altstadt bequem über eine Fussgängerbrücke. Unsere Erfahrungen mit Parador Hotels waren gemischt. Dieses Hotel hat aber posi­tiv über­rascht. Die Zimmer haben eine ange­neh­me Grösse, der Empfang war sehr freund­lich und hilfs­be­reit.

Ebenfalls ist das haus­ei­ge­ne Restaurant emp­feh­lens­wert. Allerdings ist das Restaurant im ehe­ma­li­gen Speisesaal der Mönche unter­ge­bracht. Eine gros­se Halle mit einer Kanzel von wo aus in alten Zeiten Bibeltexte wäh­rend dem Essen vor­ge­le­sen wur­de. Eine Aussicht auf Cuenca hät­te da wohl nur abge­lenkt. Wer will fin­det aber in der his­to­ri­schen Altstadt von Cuenca alter­na­ti­ven. An der Plaza Mayor, zum Beispiel, geben sich eini­ge Restaurants ein Stelldichein. Qualitativ wird aber kei­nes die­ser Restaurants mit der Küche des Paradors mit­hal­ten kön­nen.

Parado Cuenca

Cuenca — historische Altadt mit tollen Ausblicken

Cuenca besteht eigent­lich aus zwei Teilen. Der neue­re Teil liegt im Tal unten und ist tou­ris­tisch nicht inter­es­sant. Die his­to­ri­sche ehe­mals befes­tig­te Altstadt liegt male­risch auf einem Felsplateau mit vie­len spek­ta­ku­lä­ren Aussichtspunkten. Die Altstadt ist heu­te Teil des UNESCO Weltkulturerbe. Entsprechend ist die his­to­ri­sche Altstadt gut erhal­ten.

Rund um die his­to­ri­sche Altstadt sind ver­schie­de­ne Spaziergänge mög­lich. Es ist emp­feh­lens­wert die his­to­ri­sche Altstadt von Cuenca längs zu  durch­que­ren. So kann man sich am Besten von den engen Gassen, den Häusern und den Ausblickpunkten inspi­rie­ren las­sen.

PLaza Mayor in Cuenca

Parque Natural de la Serrania de Cuenca

Keine Fahrstunde von Cuenca liegt der male­ri­sche Nationalpark Serrania de Cuenca. Eindrücklich sind die Formationen der Karstfelsen sowie die dich­te Bewaldung. Auf jeden Fall soll­te man einen Besuch in der Ciudad Encantada (spa­nisch für „ver­zau­ber­te Stadt“) ein­pla­nen. Die ero­dier­ten Felsformationen kön­nen auf einem 3 Kilometer lan­gen Weg bestaunt wer­den. Die Kulisse der Ciudad Encantada wur­de ver­schie­dent­lich ver­filmt, u.a. im Film Conan der Barbar mit Arnold Schwarzenegger. 

Parque Natural de la Serrania de Cuenca
Ciudad Encatada

Auf der N‑420 durch die Castilla Mancha

Gut vier Stunden (330 km) dau­ert die Fahrt durch die Castilla Mancha bis zur Region Matarrana in Aragon. Die Fahrt Auf der N‑420 führt durch eine dünn besie­del­te und ein­drück­li­che Landschaft. Die Durchquerung der Castilla Mancha bis nach Teruel ist traum­haft. Sie führt durch eine ber­gi­ge und schön bewal­de­te Region, ähn­lich wie in Asturien. Der herrscht nur wenig Verkehr auf der Landstrasse. Zusammen mit der abwechs­lungs­rei­chen Landschaft macht das Fahren seit lan­gem mal wie­der rich­tig Spass.

Landschaft Castilla Mancha

Teruel — Valderrobres

Teruel lass ich links lie­gen. Ich habe gar kei­ne Lust in die Stadt rein­zu­fah­ren. Die Landschaft ändert sich in eine kars­ti­ge baum­lo­se Landschaft. Äcker mit roter Erde bil­den einen schö­nen Kontrast zu den weis­sen Gesteinsformationen. Manchmal erin­nert es mich an die die Farben des Grand Canyons.

Später geht es ste­tig berg­auf bis auf über 1’300 Metern. Auf der Hochebene wur­de ein gros­ser Windpark erstellt. Einfach gräss­lich wie eine gan­ze Region enstellt wer­den kann. Es besteht kein Reiz, län­ger als nötig in der Region um die Ortschaft Escucha zu ver­brin­gen. Weiter geht es auf der N‑420 Richtung Alcaniz. Die Landschaft wird wie­der deut­lich attrak­ti­ver. Nach wie vor herrscht wei­ter­hin wenig Verkehr und es lässt sich her­vor­ra­gend wei­ter ent­spannt «crui­sen».

N-420 Richtung Alcaniz

In Alcaniz lege ich einen Zwischenstopp an. Ganz oben liegt das Parador Hotel, in einem ehe­ma­li­gen Schloss-Kloster aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Ein Restaurant mit Weitsicht, das wäre schön. Oben ange­kom­men folgt die Enttäuschung. Wohl liegt das Parador wun­der­schön, mit herr­li­chem Blick in die wei­te Landschaft, aber das Restaurant liegt im Innenhof. Auf das habe ich kei­ne Lust. Auch die Altstadt über­zeugt mich nicht son­der­lich. Also ent­schlies­se ich mich direkt zum mei­ner nächs­ten Destination, zum Hotel la Torre del Visco in der Nähe von Valderrobres zu fah­ren.

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