Sicht auf eine Kirche von Salamanca

Salamanca & San Sebastián: Ein Roadtrip durch Spaniens kulturelle und kulinarische Vielfalt

von | 03.01.2025 | Spanien

Salamanca: Eine historische Perle

Nach gut vier Stunden Fahrt von Portugal durch eine eher unschein­ba­re Region gelan­ge ich nach Salamanca. Google Maps führt mich direkt zum Hotel Palacio de San Esteban, einem char­man­ten Hotel im Herzen der Altstadt. Das his­to­ri­sche Gebäude ver­eint meis­ter­haft die Eleganz ver­gan­ge­ner Zeiten mit moder­nem Komfort. Die Zimmer sind geschmack­voll ein­ge­rich­tet, und der Service ist eben­so dis­kret wie auf­merk­sam – ide­al für einen ent­spann­ten Aufenthalt.

Nach einer kur­zen Pause nut­ze ich die ver­blei­ben­de Zeit des Tages für einen ers­ten Ausflug in die Altstadt. Und was für ein ers­ter Eindruck: Salamanca begeis­tert sofort! Die his­to­ri­sche Altstadt, ein UNESCO-Weltkulturerbe, beein­druckt mit einer unglaub­li­chen Dichte an her­vor­ra­gend erhal­te­nen Sakralbauten und pracht­vol­len Fassaden. Besonders der Plaza Mayor, einer der schöns­ten Plätze Spaniens, ver­zau­bert im war­men Licht der sand­stein­far­be­nen Gebäude.

Die Auswahl an Restaurants und Cafés scheint schier end­los, was die Entscheidung nicht leich­ter macht. Doch genau das macht den Reiz der Stadt aus: das ent­spann­te Schlendern durch die char­man­ten Gassen, das Entdecken klei­ner Details und das Geniessen der beson­de­ren Atmosphäre. Obwohl Ende November, ist die Stadt belebt, ohne über­füllt zu wir­ken. Auf dem Plaza Mayor fin­de ich schliess­lich ein gemüt­li­ches Restaurant, um den Abend ent­spannt aus­klin­gen zu las­sen.

Salamanca Plaza Mayor
Am nächs­ten Morgen las­se ich mich erneut durch die Altstadt trei­ben. Das bun­te Treiben in den Strassen und auf den Plätzen wirkt bele­bend, und ich genies­se die Stimmung der Stadt. Auf einen Besuch der Kathedrale oder ande­rer Sehenswürdigkeiten ver­zich­te ich bewusst. Ich pla­ne, die gesam­te Region, ein­schliess­lich Städte wie Burgos und Valladolid, in einem sepa­ra­ten Roadtrip zu erkun­den. Doch schon jetzt freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Salamanca. Bevor ich mei­ne Reise nach Donostia-San Sebastián fort­set­ze, stat­te ich dem Mercado Central einen Besuch ab und kau­fe ein paar klei­ne Genuss-Geschenke – per­fek­te Mitbringsel für zu Hause.

San Sebastián: Ein Mix aus Nostalgie und Ernüchterung

Die rund 450 Kilometer von Salamanca nach San Sebastián füh­ren zunächst durch eine land­wirt­schaft­lich gepräg­te Landschaft, die nicht viel Abwechslung bie­tet. Nach Vitoria-Gasteiz wird es jedoch ber­gi­ger und grü­ner. Diese Region mit ihren zahl­rei­chen Naturparks bie­tet sicher­lich reiz­vol­le Möglichkeiten für zukünf­ti­ge Ausflüge – eine Idee, die mich beson­ders nach unse­rem Roadtrip durch die Naturparks Kataloniens im Herbst inspi­riert.

In San Sebastián über­nach­te ich in der Villa Soro, einem klei­nen, stil­vol­len Hotel etwas aus­ser­halb der Altstadt. Das Zimmer über­zeugt mit einer luxu­riö­sen Einrichtung, und der klei­ne Balkon lädt zum Verweilen ein. Die gesam­te Villa strahlt eine zeit­lo­se Eleganz aus – ein Ort, an dem man sich sofort wohl­fühlt.

Für das Abendessen pla­ne ich, ein paar Pintxos und ein Glas Wein zu genies­sen. Doch es ist Montag, und vie­le Bars und Restaurants haben geschlos­sen. In der ers­ten offe­nen Bar wer­de ich mit einer der­art mür­ri­schen Antwort auf mei­ne Frage nach der Menükarte begrüsst, dass ich wei­ter­zie­he. Auch der Service im nächs­ten Lokal ist nicht gera­de herz­lich, doch die Pintxos schme­cken zumin­dest gut.

Mit dem Bike quer durch San Sebastian

Am nächs­ten Morgen erkun­de ich San Sebastián mit dem Bike. Wir hat­ten San Sebastian bereits 2014 besucht, und ich hat­te sie in schö­ner Erinnerung. Doch dies­mal bleibt die Begeisterung aus. Die berühm­te Häuserfront mit Blick auf den Strand, die von der Distanz so foto­gen wirkt, erscheint mir aus der Nähe wenig anspre­chend. Auch die Altstadt hin­ter­lässt einen eher gedrück­ten Eindruck: eng und wenig ein­la­dend.

Sicht auf San Sebastian
Immerhin fin­de ich eine Bar mit einem guten Angebot an Pintxos. Leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt. Ein Tipp: Achte dar­auf, gut besuch­te Lokale zu wäh­len, da vie­le Pintxos mit Meeresfrüchten und Mayonnaise belegt sind, die am bes­ten frisch ser­viert wer­den soll­ten.

Aufbruch nach Frankreich

Nach einem aus­gie­bi­gen Frühstück in der stil­vol­len Villa Soro mache ich mich auf den Weg nach Saint-Émilion in Frankreich. Trotz der gemisch­ten Eindrücke bleibt San Sebastián ein span­nen­der Zwischenstopp – und Salamanca eine his­to­ri­sche Perle, die defi­ni­tiv eine Wiederkehr wert ist.

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