Carmona Eingangstor Altstadt Andalusien Spanien

Carmona — eine reizende Altstadt östlich von Sevilla

von | 01.11.2017 | Paradores Spanien, Spanien

Carmona, eine der ältes­ten Städte Andalusiens, gele­gen in einer dür­ren brau­nen Ebene, eher eine trost­lo­se ver­brann­te Gegend, es ist Oktober. Man sieht zwar, dass das Land inten­siv bewirt­schaf­tet wird, aber jetzt, zu die­ser Jahreszeit, sind die Felder abge­ern­tet und alles ist braun. Die rei­zen­de Altstadt von Carmona liegt erhöht auf einer Art Terrasse, mit Blick in die wei­te Ebene.

Parador Carmona

Logieren tun wir im Parador Carmona, eine mau­ri­sche Burg aus dem 14. Jahrhundert. Spät abends kom­men wir an, möch­ten gern im Restaurant La Yedra essen gehen, es ist nur ein paar Schritte vom Parador  Carmona ent­fernt, aber es ist voll. Wir reser­vie­ren gleich für den Folgetag und gehen zurück ins Parador, um dort etwas zu essen. Der Wein aus der Duoro Region ist fabel­haft. Das essen nicht schlecht, aber auch nicht rich­tig fein. Die Räume der alten Burg sind in her­vor­ra­gen­dem Zustand, beein­dru­ckend, sehr schön.

Das Restaurant ist im alten Refektorium unter­ge­bracht. Der Raum wirkt wie ein Kirchenschiff, sehr schön restau­riert.  Am unte­ren Ende sind Chorstühle erhal­ten und schön restau­riert wor­den, die für die Restaurantgäste mit Esstischen davor zur Verfügung ste­hen.  Vom Restaurant gelangt man durch die Bar zum wun­der­ba­ren Balkon, mit Blick auf die wei­te Ebene: der bes­te Platz für einen Schlummertrunk.

Im  Innenhof plät­schert ein Springbrunnen, die Kacheln am Boden bil­den zusam­men mit Marmor ein Mosaik, wun­der­bar, ein wun­der­schö­ner Raum unter frei­em Himmel. Unser Zimmer löst kei­ne Begeisterungsstürme aus, aber ist abso­lut in Ordnung, gross mit respek­ta­blem Balkon.

Parador Carmona Eingangsfront Andalusien Spanien
Parador Carmona Patio mit Brunnen Andalusien Spanien
Parador Carmona Pool Andalusien Spanien
Das Frühstück im Parador Carmona ist eher dürf­tig, ein biss­chen ent­täu­schend für ein Parador. Wir machen uns auf den Weg in die Stadt, weil SIE ihre Badehose ver­ges­sen hat. Wir blei­ben in die­sem Projekt erfolg­los, aber das Städtchen ist ein­fach traum­haft schön.

Carmona — eine Altstadt mit Charme

Viele mau­ri­sche Bauten, gefer­tigt aus die­sem gel­ben Sandstein: Kirchen, Türme, Tore und Mauern erschei­nen immer wie­der uner­war­tet zwi­schen oder hin­ter den weis­sen Stadthäuserreihen. Alles ist total sau­ber und gut unter­hal­ten, ins­be­son­de­re die Wohnhäuser. Wir schlen­dern durch die engen Gassen und machen vie­le Fotos. Schöne Plazas (Plaza de san Fernando) mit vie­len, sehr vie­len klei­nen Restaurants und Bars zei­gen sich uns und… die hie­si­ge Bevölkerung, es ist Samstag Morgen, ist unter­wegs.

Mehr Einheimische als Touristen, das ist ja geni­al. In spa­ni­scher Manier sit­zen die Männer auf den Bänken rund um die Plaza und refe­rie­ren über Gott und die Welt. Die meis­ten Tische der Bars und Restaurants sind besetzt, man hört fast nur spa­nisch. Adrett auf­ge­bre­zel­te Frauen refe­rie­ren eben­so mit­ein­an­der wie die Männer, nur die Themen sind viel­leicht ande­re. Das wirkt alles so ange­nehm leben­dig und fröh­lich auf uns.

Carmona Plaza Fernandez Andalusien Spanien
Carmona Plaza Maenner Andalusien Spanien
In der Kirche ….. wird heu­te gehei­ra­tet, das im Akkord, eine Hochzeit nach der ande­ren. Was spe­zi­ell dar­an ist, die Menschen sind so schön geklei­det, die Damen mit gros­sen Hüten, wun­der­schö­nen Kleidern, die Herren im Smoking, wau. Ein Bild für Götter. So etwas haben wir schon lan­ge nicht mehr gese­hen.
Carmona Kirche Andalusien Spanien
Carmona Frau mit Hut Hochzeit Andalusien Spanien
Im Restaurant Goya geneh­mi­gen wir uns einen Tapas-Lunch. Die Fischkroketten sind sehr fein. Auf dem Rückweg zum Parador fällt auf, dass es plötz­lich ziem­lich ruhig und men­schen­leer gewor­den ist und … ziem­lich heiss. Ja klar, die Spanier gehen um zwei … drei Uhr nach­mit­tags essen und dann gibt’s Siesta bis um fünf .. sechs Uhr. Es ist zu heiss für alles ande­re. So machen wir das auch, nur genies­sen wir noch zusätz­lich die wun­der­schö­ne Poolanlage im Parador.

Restaurant La Yedra — nicht verpassen

Abends, dank unse­rer Reservation, kön­nen wir im Restaurant La Yedra dinie­ren. Es ist wirk­lich phan­tas­tisch. Alles stimmt, wir schlem­men, essen viel zu viel, trin­ken auch ein wenig viel von einem aus­ge­zeich­ne­tem Rotwein.

Unerwarteterweise offe­riert man uns am Schluss noch einen Likör; Kräuter oder Zitrone. Um das alles noch ein wenig zu ver­ar­bei­ten, machen wir uns mit Kamera und Stativ auf den Weg ins Zentrum des Städtchens, noch­mals zu unse­rer schö­nen Plaza…… Wir möch­ten ein paar Nachtaufnahmen machen. Das Spazieren zwecks Alkohol Pegel Abbau bewährt sich und ein wenig Kalorienverbrennung kann auch nicht scha­den.
Carmona Restaurant la Yedra Andalusien Spanien
Carmona Plaza bei Nacht Andalusien Spanien

Videoclip Carmona

Das Beschriebene in beweg­ten Bildern. Viel Spass beim Betrachten unse­res kur­zen Viedoclips über Carmona. Und nicht ver­ges­sen, für bes­te Bidlqualtiät auf HD 1080p stel­len!

Über Hornachuelos nach Cordoba

Am nächs­ten Morgen machen wir uns auf den Weg nach Cordoba. Wir möch­ten aber Carmona nicht ver­las­sen, ohne die Ausgrabungsstätte einer römi­schen Nekropole besucht zu haben. Wir sind beein­druckt, es ist rie­sig gross. Wir machen uns bewusst, dass wir auf ein Zeitalter von vor ca. 2500 Jahren zurück schau­en. Über eine Leiter kann man in eine Grabstätte hin­un­ter stei­gen. Es ist toten­still da unten, ja so rich­tig toten­still.

Nach die­sen ein­drück­li­chen Bildern ver­las­sen wir Carmona und fah­ren los Richtung Hornachuelos. Wir möch­ten nicht nur ein­fach auf der Autobahn nach Cordoba blo­chen, son­dern etwas vom Landesinneren sehen. Die Gegend wird inten­siv bebaut. Unendlich schei­nen­de rie­si­ge Plantagen von Olivenbäumen, Orangenbäumen und Baumwolle lösen sich ab. Mit etwas Wasser muss der Boden hier sehr frucht­bar sein.

Der Ort Hornachuelas ist nett. Es hat einen Stausee, die Häuserreihen und engen Gassen sind schön und…. kei­ne Touristen, aus­ser den­je­ni­gen, die mit einer Art offe­nen Touristenbus immer wie­der daher kom­men. Weiss der Himmel von wo die kom­men und wohin die gehen. Wir genies­sen Tapas im Restaurant Casa Alejandro. Nur Einheimische sind um uns her­um. Perfekt. Unser Weg führt uns wei­ter nach Cordoba. ER kann sich erin­nern, dass die Stadt für Autos eine Herausforderung sein kann. Wir wer­den sehen.

Unsere Reisedestinationen auf der Rundreise Andalusien:

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