Hafen von Cefalu

Cefalu — pittoreskes Touristen Städtchen

von | 12.01.2023 | Italien

Von Susafa aus woll­ten wir eigent­lich eine Route über die Berg neh­men, aber irgend­wie ver­pas­sen wir den Weg und lan­den ‘aus Versehen’ auf der Autobahn. Natürlich hat es ewig kei­ne Ausfahrt, sodass wir unse­re Pläne ändern müs­sen und direkt fah­ren.

Le Calette Cefalu

Unsere Bleibe ist ein Ressort, le Calette, direkt am Meer gele­gen. Gebucht hat ER es unter ande­rem des­halb, weil es eine sehr her­zi­ge Felsenbucht hat und diver­se Plätze um zu sein, die auf der Webseite sehr schön wir­ken. Aber jetzt, Mitte Oktober, ist eini­ges davon schon geschlos­sen. Das frus­triert ein wenig, ist doch der Preis für das Zimmer des­we­gen nicht güns­ti­ger. Das Ressort scheint vor kur­zem reno­viert wor­den zu sein, es ist alles ziem­lich modern und high tech aus­ge­rüs­tet. Das Zimmer aber trotz­dem klein, ganz ange­nehm, aber klein. Wir brau­chen einen Moment um uns ein biss­chen mit der Situation abzu­fin­den.

Trotzdem die Felsenbucht geschlos­sen zu sein scheint, machen wir uns auf den Weg und wol­len da run­ter, ‘Barbetrieb zu’ hin oder her. Und wir fin­den den Abgang und ja, schon bes­ser, unten ist die Bucht total schön und her­zig. Wäre das Meer nicht schon so kalt, wür­de ein Sprung ins Meer sehr ver­lo­ckend sein. Wir erkun­den die gan­ze Anlage und alles ist eigent­lich zugäng­lich, nur halt aus­ser Betrieb. Der Beach Club ist rie­sig und ver­teilt sich über meh­re­re Ebenen. So still der Club jetzt da liegt, so hören wir doch die Bässe die im Sommer hier wum­mern. Vielleicht ist es ganz gut so, dass der Barbetrieb ein­ge­stellt ist.

Le Callette Beach Club Cefalu

Das Abendessen neh­men wir im Hotel eige­nen Restaurant ein. Wir kön­nen auf dem Balkon sit­zen und es gefällt uns doch ganz gut. Die Nacht wird Horror. Man las­se, ins­be­son­de­re wenn es gereg­net hat, in Sizilien um die­se Jahreszeit nie­mals das Fenster nachts offen. Es hat Mücken, sie fres­sen einem. Die Nacht bleibt schlaf­los, das Bett ist furcht­bar unbe­quem, hart wie eine Pritsche, das ist nicht gut.

Cefalu — pittoreskes Touristen Städtchen

Céfalu ist eine her­zi­ges Städtchen, so typisch sizi­lia­nisch. Wir kön­nen es bequem zu Fuss vom Hotel aus errei­chen. Wir schlen­dern her­um, las­sen uns trei­ben. Der Dom, impo­sant, die Piazza auf­ge­tischt und gut besetzt. Die Gassen sind eng und doch fah­ren Autos und alle Arten von Motorrädern hin­durch. Der fah­ren­de Gemüsehändler mach mit lau­ter Singstimme auf sich auf­merk­sam, wie typisch süd­län­disch. Auch der Strand von Cefalu ist gut besetzt und die flie­gen­den Händler machen ihre Geschäft.

Cefalu Strand
Cefalu fahrender Gemüsehändler

Es gibt einen Hausberg, den Rocca di Céfalu, den man bestei­gen könn­te. Gern wür­den wir das tun, aber lei­der hat die Horrornacht ihren Preis gehabt, SIE hat sich den Rücken ver­knackst. So ist nicht dar­an zu den­ken die geschätz­ten 400 Höhenmeter zu über­win­den. Das Abendessen neh­men wir im Städtchen ein, wie­der zu Fuss, es ist ja nicht weit. Die zwei­te Nacht gelingt deut­lich bes­ser. Die Reception hat sich sehr bemüht und unse­re Schlafstätte auf­ge­bes­sert. Und die Fenster las­sen wir zu. So geht’s, aber halt mit Klimaanlage. Ja und was machen wir mit dem Folgetag? Wir fin­den noch­mals einen schö­nen Sandstrand und spa­zie­ren. SIE macht das ein­fach ger­ne, halb im Sand halb im Meer spa­zie­ren. Ein gelun­ge­ner Tag, der vor­letz­te vor unse­rer Abreise.

Letzte Nacht: Villa Igiea in Palermo

Für die letz­te Nacht haben wir in der Villa Igiea ein Zimmer mit einer Terrasse gebucht. Wir sind ein wenig zu früh da, das Zimmer ist noch nicht rea­dy. Ein hal­be Stunde soll es noch gehen. Also neh­men wir auf Rückseite der Anlage einen klei­nen Imbiss. Schön ist es hier, das muss man sagen. Aus einer hal­ben Stunde wird eine Stunde. Wir fra­gen nach und ja, das Zimmer sei schon fer­tig, eine Entschuldigung folgt in form einer Flasche Spumante. Wir genies­sen noch unse­re Dachterrasse und den Blick auf das Meer und den Hafen. Leider macht das Wetter nicht so mit, scha­de. So berei­ten wir uns auf den Rückflug vor. Zum Glück haben wir für das Nachtessen reser­viert, das Restaurant im Garten ist voll, wir erhal­ten einen schö­nen zwei­er Tisch ganz vor­ne. Es fängt wie­der an zu reg­nen, aber der Sonnenschutz ist auch ein Regenschutz, so kön­nen wir das aus­ge­zeich­ne­te Essen, natür­lich Fisch, noch­mals an der fri­schen Luft genies­sen. Es wird das letz­te mal in die­sem Jahr sein, das wird uns so beim schlem­men bewusst. Ein wür­di­ger kuli­na­ri­scher Abschluss unse­rer Sizilien Rundreise.

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