E-Biketour Saas-Fee Hannig

Saas Fee — E‑Bike Touren in traumhafter Bergkulisse

von | 17.11.2021 | Relais & Chateaux Hotel, Schweiz

E‑Bike Touren in Saas Fee füh­ren uns auf die die Mattmark und den Hannig. Die ein­drück­li­che Berglandschaft gefällt und beein­druckt. Im Walliserhof ver­brin­gen wir vier schö­ne Nächte. Das kuli­na­ri­sche Angebot in Saas Fee ist viel­fäl­tig, ins­be­son­de­re genies­sen wir die mit dem Herbst ver­bun­de­ne Angebote.

Saas Fee im Herbst

Die Fahrt von Mont Pelerin nach Saas Fee zieht sich in die Länge. Auch, weil die Strecke wenig attrak­tiv ist. Wir waren noch nie im Saastal. So sind wir gespannt, wel­chen Eindruck wir mit­neh­men wer­den. Die Lärchen zei­gen bereits die ers­ten Gelbtöne. Ein schö­nes Bild muss es sein, wenn die Vegetation in den herbst­li­chen Farben in vol­ler Pracht erstrahlt. Jetzt im September erhal­ten wir eine ers­te Ahnung davon. Was uns auch nicht bewusst war, Saas Fee ist ver­kehrs­frei. So par­ken wir in der Garage und wer­den vom Hoteleigenen Elektrofahrzeug abge­holt.

Relais Chateaux Hotel Walliserhof in Saas Fee

Da wir unse­re E‑Bike dabei­ha­ben, fah­ren wir dem Hotelbus des Walliserhofs ein­fach nach. Nach weni­gen Minuten kom­men wir im Hotel an. Während dem Einchecken wird unser Gepäck in Zimmer gebracht. Die gebuch­te Junior Suite mit Gletscherblick über­zeugt uns vom ers­ten Moment an. Die Raumaufteilung wie auch die Inneneinrichtung gefällt uns sehr gut. Auch ist der Blick vom Balkon, über das Dorf und zum Gletscher, sehr schön. Bis zum Abendessen ver­trei­ben wir uns die Zeit mit Lesen und dem Vorbereiten der Biketouren. Wir füh­len uns in die­sem Relais Chateaux Hotel sehr wohl.

Relais Chateaux Saas Fee - Hotel Walliserhof

Für den Abend haben wir beim Einchecken einen Tisch im Hoteleigenen Restaurant Del Ponte gebucht. Das Gourmetrestaurant Cäsar Ritz ist lei­der schon aus­ge­bucht. Sehr scha­de, dass uns das Hotel nicht schon bei der Buchung für eine all­fäl­li­ge Reservierung ange­fragt hat. Über das Restaurant Del Ponte gibt es nicht viel zu sagen.

E‑Bike Tour Saas Fee Mattmark

Nach einem aus­gie­bi­gen Frühstück berei­ten wir uns auf die E‑Bike Tour zum Naturstaudamm Mattmark vor. Trotzdem Saas Fee auf einer Höhe von 1800 Metern liegt, wer­den wir mit den E‑Bike’s auf 28 Kilometer 770 Höhenmeter über­win­den müs­sen. Das Wetter sieht so weit gut aus. Für den gan­zen Tag ist Sonne ange­sagt. Aber eben, auf die­ser Höhe ist es im Schatten bereits kühl. So packen wir in unse­ren Rucksäcken auch war­me Jacken ein. Unsere E‑Bikes sind im Skiraum des Hotels, direkt nach dem Empfang. So stos­sen wir unse­re Bikes quer durch den Eingangsbereich des Hotels.

Nach weni­gen Minuten ver­las­sen wir Saas Fee und über­que­ren auf der Brücke die Feevispa. Von hier bis nach Saas Almagell geht es auf einer gut aus­ge­bau­ten Kiesstrasse berg­ab. Die Strasse ist so breit, dass sich die Wanderer und Biker bequem kreu­zen kön­nen. Das ist ange­nehm. Ab Saas Almagell fah­ren wir auf Nebenwegen ent­lang der Saaser Vispa. Nach ca. 3 Kilometer nimmt die Steigung zu. Leider müs­sen wir einen Teil der Strecke auf der Strasse fah­ren. Die letz­ten 200 Höhenmeter kön­nen wir wie­der auf einem Trail fah­ren. Dieser ist nicht ganz ohne. Lockeres Gestein und der Anstieg for­dern uns.  Unterhalt des Naturstaudammes Mattmark eröff­net sich ein über­wäl­ti­gen­der Blick auf eine Felswand, das Quellgebiet der Saaser Vispa. Nach einem kur­zen Fotoshooting fah­ren wir hin­auf zur Krone des Staudammes. 

E-Bike Tour Mattmark Saas-Fee

Wir beschlies­sen erst auf dem Rückweg ins Restaurant zu gehen. Also machen wir uns auf, den Mattmark Stausee zu umrun­den. Die Landschaft ist karg, aber den­noch ein­drück­lich. Rechts ent­lang führt eine Strasse zu einer Alphütte am Ende des Mattmark Stausees. Der Weg auf der lin­ken Seite zurück ist anspruchs­vol­ler. Es gibt 2 ‑3 Stellen, die mit so gro­ben Steinplatten besetzt sind, dass wir unse­re E‑Bikes stos­sen müs­sen. Aber alles in allem ist der Weg gut mach­bar.

Wir keh­ren im gleich­na­mi­gen Restaurant ein und genies­sen ein fei­ne Trockenfleisch- und Käse-Platte. Für den Rückweg fah­ren wir noch­mals über den Damm, denn von dort, haben wir gese­hen, führt der Trail tal­wärts. Der gröss­te Teil die­ser Downhillstrecke führt auf einer gro­ben Schotterstrasse tal­wärts. Es schüt­telt und rüt­telt zwar, aber es ist wirk­lich cool. Unten im Tal ange­kom­men führt der glei­che Weg wie­der zurück nach Saas Fee. Dies war eine gross­ar­ti­ge E‑Bike Tour.

E-Biketour Downhill Mattmark Saas-Fee

E‑Bike Tour Saas Fee Hannig

Die zwei­te E‑Bike Tour führt uns auf den Sonnen- und Ausblicks-Berg Hannig. Dieser liegt auf 2’336 m.ü.M. Mit 12 Kilometer und 500 Höhenmetern ist es eher eine kür­ze­re Tour. Der Aufstieg auf der Naturstrasse ist tech­nisch nicht anspruchs­voll. Doch trotz der Unterstützung ist der Aufstieg anstren­gend. Ein guter Workout, um das gest­ri­ge Nachtessen zu kom­pen­sie­ren.

Nur weni­ge Wanderer und Biker tref­fen wir auf dem Weg zur Bergstation Hannig. Kein Wunder, führt doch die Gondelbahn direkt von Saas Fee auf den Aussichtberg Hannig. Oberhalb der Baumgrenze hat sich die Vegetation schon stark herbst­lich, in Rot- und Gelbtönen ver­färbt. Diese Farben sind wun­der­bar. Oben ange­kom­men stel­len wir unse­re E‑Bike’s ab, für einen Lunch auf der sehr schö­nen und gros­sen Terrasse des Bergrestaurants Hannig. Die Aussicht auf die umlie­gen­den Berge ist traum­haft. Was gibt es Schöneres, als bei solch einer Kulisse zu spei­sen 😊.

E Biketour Hannig
Herbstfärbung Hannig Saas-Fee

Anstatt auf der glei­chen Strecke zurück­zu­fah­ren, wagen wir den Hannig Downhill Trail. Wobei nicht ganz, den stei­len Anfang las­sen wir aus. Das heisst wir sind 2 Kehren auf dem glei­chen Weg zurück­ge­fah­ren. Anschliessend que­ren wir wie­der zum Downhill Trail. Steil geht es berg­ab, der Downhill Trail ist zwar genug breit, aber locke­res Gestein und enge Kurven for­dern uns doch eini­ges ab. Aber es macht Spass und das ist ja die Hauptsache.

E-Bike Tour Hannig Saas-Fee Downhill

Saas Fee oder Zermatt im Herbst?

Sass Fee, eine eigent­lich klas­si­sche Winterdestination, ist auch eine sehr gute Wahl für Wander- und Bike-Ferien. Die Möglichkeiten sind viel­fäl­tig, von ein­fa­chen bis schwie­ri­gen Touren, sowohl für Wanderer wie auch für Biker. Saas Fee, als ver­kehrs­frei­er Ort, ist nicht so mon­dän wie Zermatt. Zermatt emp­fängt mit urban-betriebsamer inter­na­tio­na­ler Ambiance. Das Zentrum wird von Hotelpalästen domi­niert, schö­ne alte Walliser Häuser gibt es nur noch weni­ge. Die Gourmet-Gastronomie ist all­ge­gen­wär­tig wie auch der Ausblick auf das Matterhorn.

In Saas Fee haben wir alles ein biss­chen gemäch­li­cher und fami­liä­rer gefun­den. Den alten Walliserhäuser wer­den, wie im Lötschental, Sorge getra­gen. Die Hotels im Chaletstil wir­ken hei­me­lig, die Restaurants ent­lang der Hauptstrasse sind mehr­heit­lich rus­ti­kal. Es duf­tet nach Raclette und Fondue. Wer das tra­di­tio­nel­le und fami­liä­re Sucht, wird sich im Saas Tal sicher bes­ser auf­ge­ho­ben füh­len als in Zermatt.

Saas Fee

Welche Restaurants wir in Saas Fee empfehlen können

Waldhüs Bodmen

Auf dem Wanderweg zu Saas Almagell befin­det sich das Restaurant Waldhüs Bodmen. Zu Fuss muss man sicher etwa 30 Minuten rech­nen, mit den Bike’s geht es natür­lich schnel­ler. Die rus­ti­ka­le Einrichtung passt zur Gegend. Das Essen, boden­stän­dig gut.

Zur Mühle

Das Restaurant befin­det sich im unte­ren Teil des Dorfes. Die Inneneinrichtung, eben­falls rus­ti­kal. Der Service, mit viel Charme, ver­mit­telt ein per­sön­li­ches Ambiente. Die Wildgerichte aus eige­ner Jagd haben über­zeugt. Ohne Reservation wird es schwierig.erzichten wir

Was wir sonst noch in Saas Fee gemacht haben

  • Einfache Rundwanderung um Saas Fee, eine gemüt­li­che Wanderung mit schö­nen Ausblicken auf das Dorf.
  • Mit der Gondelbahn auf den Spielboden. Leider war die Luftseilbahn auf die Längfluh wegen Revisionsarbeiten geschlos­sen. Wer will kann die Murmeltiere füt­tern. Was im Nationalpark ver­bo­ten ist, wird hier in Saas Fee bewor­ben.
  • Mit dem Alpin Express auf die Felskinn auf 3’000 m.ü.H. Auf die Weiterfahrt zur Station Mittelallalin (Sommerski-Gebiet) ver­zich­ten wir

Nach vier Nächten im schö­nen Walliserhof fah­ren wir wei­ter zu unse­rer letz­ten Destination, Gstaad.

 

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