Roadtrip Provence-Alpes-Côte d’Azur

Roadtrip Provence-Alpes-Côte d’Azur — Eine Reise voller Entdeckungen

von | 31.05.2024 | Frankreich, Relais & Chateaux Hotel

Und wie­der ist es lan­ge her, nach unse­ren Erinnerungen waren wir das letz­te Mal im 2008 in die­ser Region. Damals gab es unse­ren Reiseblog noch nicht. Aber begin­nen wir von vorn. Es ist zwei­te Hälfte April und unse­re Idee ist, den Frühling etwas frü­her zu erle­ben, indem wir uns auf einen Roadtrip durch die Provence-Alpes-Côte d’Azur bege­ben. Um die Fahrzeit zu hal­bie­ren, legen wir einen Zwischenstopp ein.

Zwischenstopp in Lausanne

Spontan buchen wir von unter­wegs ein Zimmer im Chateau D’Ouchy. Wir waren schon mal in die­sem Haus, aller­dings nur für einen Lunch. Aber schon damals hat­ten wir einen sehr guten Eindruck. Es ist wun­der­schön gele­gen, direkt am See. Wir krie­gen ein win­zi­ges Zimmer, aber egal, für eine Nacht ist es ok. Vor dem Nachtessen gehen wir noch ein biss­chen pro­me­nie­ren ent­lang der Seepromenade. Das ist wirk­lich sehr schön. Dann der obli­ga­te Apéro in der Hotelbar und ein sehr schmack­haf­tes Abendessen. Wir schla­fen gut und machen uns nach einem Frühstück gut gestärkt auf den Weg in Richtung Avignon — Gordes.

Gordes — im Herzen des Luberon

Es hat nicht viel Verkehr, ein locke­res vor sich hin crui­sen, aus­ser kurz vor der Rout de Soleil. Da ist ein­fach immer der Bär los. Wir müs­sen ein biss­chen Stau ste­hen, aber nicht schlimm. Auf unse­rem Roadtrip durch die  Provence-Alpes-Côte d’Azur errei­chen wir unse­re ers­te Destination, das Hotel Les Bories in Gordes ohne Probleme.

 

Hotel Les Boris

Der Empfang ist sehr freund­lich. Wir wer­den her­um geführt und die Gartenanlage ist traum­haft schön. Auch die Aussensitzplätze sind wun­der­bar, lei­der lädt aber das Wetter nicht dazu ein, hier zu ver­wei­len. Es ist zwar wun­der­schön, aber der Mistral bläst und es ist ziem­lich kühl. 

Wir bezie­hen unser Zimmer im Hotel Les Bories in Gordes. Leider ist es etwas ent­täu­schend. Die ange­ge­be­ne Anzahl der Quadratmeter ist total irre­füh­rend, da das Zimmer ungüns­tig möbliert und in einen komi­schen Vorraum und ein Nebenzimmer auf­ge­teilt ist. Dadurch bleibt der bewohn­ba­re Teil des Zimmers sehr klein. Die Terrasse hin­ge­gen ist gross, schön und gut ein­ge­rich­tet, aber auf­grund des Wetters und des star­ken Winds kaum nutz­bar. Nach der lan­gen Autofahrt beschlies­sen wir, im Hotel zu dinie­ren. Leider ist auch das etwas ent­täu­schend, da der Gourmetkoch nicht da ist und das Essen uns gar nicht über­zeugt.

Trotz die­ser Mängel hat uns das Hotel ins­ge­samt gut gefal­len. Die Anlage mit dem Swimmingpool und den wun­der­schö­nen Gärten ist beein­dru­ckend, und es gibt sehr schö­ne Sitzgelegenheiten über­all. Hier im Sommer draus­sen zu Abend zu essen, muss traum­haft sein. Das Personal hat pro­fes­sio­nell über­zeugt und der Service war sowohl im Restaurant als auch im Hotel gut.

Les Bories in Gordes

Am kom­men­den Morgen genies­sen wir ein gemüt­li­ches Frühstück und über­le­gen, was wir unter­neh­men könn­ten. Bei dem Wind und der Kälte ist an eine Biketour nicht zu den­ken.

Gordes — ein Juwel des Luberon

Wir beschlies­sen einen Spaziergang nach Gordes zu machen. Die Dame an der Rezeption erklärt und den Weg, er führt quer durch die schö­ne Anlage des Hotels hin­durch, am Helikopterlandeplatz, ja es gibt tat­säch­lich einen, vor­bei auf einem Trampelpfad wei­ter hin­un­ter. Nach ca. 20 Minuten errei­chen wir Gordes. Es hat doch recht vie­le Leute, erstaun­lich, aber das klei­ne Städtchen ist auch sehr sehens­wert. Wir machen eine klei­ne Tour durch die engen Gassen und bestau­nen die wun­der­ba­re Sicht ins wei­te Land.

Gordes wur­de auf einem Felsvorsprung errich­tet und thront hoch über dem Tal. Wir neh­men einen klei­nen Lunch zu uns in einem sehr klei­nen aber sehr sym­pa­thi­schen Restaurant namens Le Teston. Die Mitarbeitende sind sehr nett und freund­lich und auch sehr hilfs­be­reit. Es hat nicht sofort einen frei­en Tisch und wir wer­den gebe­ten in 10 Minuten noch­mals vor­bei zu schau­en, es wird ein Tisch und für uns frei­ge­hal­ten. Und ja das klappt. Erfreulich!! Das Essen ist aus­ge­zeich­net. Wir machen uns auf den Rückweg, aber nicht ohne ein Foto vom View Point aus von Gordes zu machen. Das sieht schon schön aus, ein­drück­lich.

Gordes Luberon

Wieder zurück im Hotel nut­zen wir den Innenpool, er hat ein anstän­di­ge Grösse, schwim­men ein paar Runden und machen uns dann rea­dy für das Abendessen. Wir haben im La Ferme de Huppe reser­viert. Wir essen sehr gut, ein Genuss, eine schö­ne Ambiance, ein gelun­ge­ner Abend. Wir haben am Abend zuvor ein Schweizer Paar ken­nen gelernt. Mit Ihnen ver­brin­gen wir einen sehr ange­neh­men Abend.

Farbenpracht im Herzen des Luberon — Colorado de Rustrel

Und ja wet­ter­mäs­sig geht es wei­ter mit Mistral und aber wun­der­schö­nem Sonnenschein. Biken geht nicht, lau­fen aber schon. Also Plan: wir besu­chen den Colorado de Rustrel oder auch genannt, nicht zu Unrecht, pro­ven­za­li­scher Colorado. Es han­delt sich um eine Art Steinbruch, wo man in frü­he­ren Zeiten Ocker abge­baut hat. Das Farbenspektakel ist schon atem­be­rau­bend. Das Ocker, die hell­grü­nen frisch aus­trei­ben­den Bäume und der tief­blaue Himmel. Wir machen die gros­se Wanderung und das lohnt sich bei sol­chen Lichtverhältnissen auf jeden Fall.

Viewpoint Colorado de Rustrel
Colorado de Rustrel
Colorado de Rustrel Wanderung

Auf dem Nachhauseweg besu­chen wir noch kurz Roussillon, es soll eines der attrak­tivs­ten Dörfer der Provence sein. Aber irgend­wie hal­ten sol­che Superlativen die Versprechungen sel­ten, auch in die­sem Fall nicht. Da ist Gordes also attrak­ti­ver.

Avignon — vom Papstpalast zur Pont d’Avignon

Auch der neue Morgen ver­spricht nicht weni­ger Wind. Wir ent­schei­den uns, Avignon zu besu­chen. Die Fahrt dau­ert nicht mehr als eine Stunde und der Verkehr ist kein Problem. Wir errei­chen pro­blem­los einen gros­sen Parkplatz ganz in der Nähe des Stadtzentrums und es hat auch noch freie Plätze. Hier sei erwähnt: es ist schon sehr ange­nehm, wäh­rend einer ruhi­ge­ren Jahreszeit zu rei­sen. Wie es hier in der Hochsaison zu und her geht, möch­ten wir uns gar nicht vor­stel­len.

Avignon Place du Palais
Pont d'Avignon

Natürlich besu­chen wir den Papstpalast. Wir wuss­ten gar nicht, dass hier auch Päpste resi­diert haben. Rom war also nicht immer die Residenz des Papstes. Dieses alte Gemäuer ist schon sehr ein­drück­lich. Virtuell kann man mit einem Tablet in jedem Raum sehen, wie er anno dazu­mal aus­ge­se­hen und was dar­in statt­ge­fun­den hat. Nicht unin­ter­es­sant. Wir ent­de­cken, dass es im bota­ni­schen Garten ein Restaurant gibt. Der Versuch lohnt sich. Wir kön­nen draus­sen sit­zen und einen lecke­ren Lunch genies­sen. Danach machen wir uns natür­lich noch auf den Weg zur Pont d’Avignon und schlen­dern ein wenig durch die Altstadt. Auch der Weg zurück ver­läuft pro­blem­los.

Bike Tour — Abtei Notre Dame de Sénanque zum Col des Trois Termes

Endlich lässt der Mistral etwas nach und ein schö­ner Tag kün­det sich an. Eigentlich fah­ren wir heu­te wei­ter Richtung Flayosc. Aber wir beschlies­sen, uns hier noch auf die Bikes zu schwin­gen (Details Bike Tour). Unser Hotel passt in der Zeit auf unser Gepäck auf und wir fah­ren los und besu­chen als ers­tes das bekann­te Kloster mit den Lavendelfeldern: die Abtei Notre Dame de Sénanque. Da der Lavendel noch nicht blüht, bleibt uns nur die Vorstellung. Aber trotz­dem ist es schön, schon allein das impo­san­te Gebäude in die­sem weis­sen Stein. Von dort geht es  wei­ter den Pass hin­auf: Col des trois ter­mes. Das braucht ein wenig Einsatz und Ausdauer, aber der Wald ist sehr schön. Oben ange­kom­men neh­men wir noch ein wenig off­road Wege hin­un­ter und besu­chen den klei­nen Ort Murs. Das hat Spass gemacht, end­lich wie­der auf dem Bike so unter­wegs zu sein. Es hat wenig Autos auf der Strasse und auf den Bike Wegen kei­ne Leute. Das ist sehr ange­nehm.

Abbaye Notre Dame de Senanque

Zurück im Hotel neh­men wir noch ein klei­nes Mittagessen zu uns, erle­di­gen das Check Out und fah­ren dann los Richtung Flayosc.

Flyosc — im Herzen der Provence-Alpes-Côte d’Azur

Wir ent­schei­den uns Überland zu fah­ren durch die Regionen Luberon und Haute Provence. Das kann man nur emp­feh­len, zumin­dest zu die­ser Jahreszeit. Der Verkehr fast gleich null und die Wälder wun­der­schön. Auf dem Roadtrip durch die Provence-Alpes-Côte d’Azur errei­chen wir unse­re nächs­te Destination, das Chateau de Berne in Flyosc.

Chateau de Berne: Ein Wechselbad der Gefühle

Der Empfang ist sehr pro­fes­sio­nell, lei­der wird es dann aber an der Reception etwas müh­sa­mer, eher unpro­fes­sio­nell. Aber ja, aller Anfang ist schwer, wir üben uns in Geduld. Endlich sind die Formalitäten erle­digt und wir wer­den her­um­ge­führt. ER ist etwas unglück­lich mit dem Zimmer. Gebucht war etwas ande­res, vor allem die Terrasse betref­fend. Wir stel­len immer wie­der fest, dass die Fotos auf den Webseiten sehr irre­füh­rend sein kön­nen. Auch in die­sem Fall gibt es ver­schie­de­nen Zimmer je Kategorie und man kriegt nicht immer das, was man eigent­lich hät­te haben wol­len. Die Enttäuschung ist dann unab­ding­bar da. Entschädigt wer­den wir durch die schö­ne und gemüt­li­che Bar. Wir las­sen uns abends auch gleich da nie­der und neh­men ein lecke­res Bardinner ein.

Chateau de Berne Flyosc

Mittelalterlicher Charme in Lorgues

Der kom­men­de Tag ist wet­ter­mäs­sig wie­der nicht so toll und wir beschlies­sen Lorgues mit dem Auto zu besu­chen. Lorgues ist ein mit­tel­al­ter­li­cher Ort mit vie­len Sehenswürdigkeiten. Man kann gut durch die Gassen schlen­dern und ent­lang des Boulevard de République hat es Unmengen von Restaurants. Wir ent­schei­den uns für La table des epi­ciers. Es wird von einem Belgier geführt und er hat heu­te Lapin gekocht. Das ver­sucht ER natür­lich sofort und es ist sehr sehr lecker. Der Gastwirt ist auch erfreut und alles wirkt sehr sym­pa­thisch und macht Freude.

Am Abend ist das Gourmet-Restaurant des Chateau de Berne für eine pri­va­te Gesellschaft geschlos­sen. Wir sind wie­der ein­mal mehr an eine Hochzeitsgesellschaft gera­ten und müs­sen am Abend mit dem Bistrot vor­lieb neh­men. Ist ganz ok, aber nicht gera­de umwer­fend.

Die Geschichte mit dem Zimmer beschäf­tigt immer noch und es wird noch­mals ver­han­delt. Wir könn­ten wech­seln. Aber… da das Wetter nicht gut wer­den wird und das Zimmer mit der schö­ne­ren Terrasse kei­ne beque­me Sitzgelegenheit hat, ver­zich­ten wir auf den Aufwand des Wechsels.

Flyosc ‑schwelgen in Erinnerungen

Endlich gibt uns das Wetter wie­der etwas Spielraum für eine Unternehmung per Bike. Wir neh­men den Weg nach Flayosc unter die Räder. Zuerst führt uns der Weg durch den Wald, Bikewege, ein wenig her­aus­for­dernd aber gut. Dann errei­chen wir ein ehe­ma­li­ges Bahntrassee, dass umfunk­tio­niert wur­de zu einer schma­len Strasse. Die Tunnels und auch eine Bahnstation erin­nern aber immer noch an das, was es mal war. Es ist eine tol­le Strecke, halt nicht so span­nend und aben­teu­er­lich, aber sie führt durch einen sehr male­ri­schen Wald hin­durch. Wir bereits wei­ter oben erwähnt waren wir im 2008 schon ein­mal in Flayosc. Es ist ein Wiedersehen, und was ist jetzt wo, und in die­sem Bistrot haben wir doch damals geges­sen, und die­se Boulangerie usw usw. Ein schö­nes Wiedersehen und ein schö­nes authen­ti­sches Örtchen mit noch authen­ti­sche­ren Bewohnern. Toll!!! Wir essen im Bistrot le Commerce eine Kleinigkeit, draus­sen wohl­ge­merkt, Petrus ist gnä­dig und wir reser­vie­ren im La Salle à Manger für den Abend einen Tisch. 

Flyosc

Auf dem Rückweg machen wir uns auf die Suche nach der Villa, in der wir vor 16 Jahren gewohnt oder schon fast resi­diert haben. Nach ein biss­chen hin und her fin­den wir sie auch. Alte Erinnerungen wer­den wie­der wach geru­fen, ach das war eine ganz tol­le Woche in die­sem Haus. Leider wird es aber nicht mehr ver­mie­tet.

Abendessen  in Flyosc — La Sall à Manger

Das Abendessen ist traum­haft. Das La Sall à Manger wird von einem Ehepaar hol­län­di­scher Abstammung seit 23 Jahren geführt. Die Dame kocht, der Herr ser­viert. Das hat ganz viel Charme und ist abso­lut emp­feh­lens­wert, solan­ge es sie noch gibt. Sie möch­ten so lang­sam ver­kau­fen, erzäh­len sie uns. Das Filet mit weis­sem Trüffel ist uner­reicht lecker. Die Köchin weiss genau, dass Trüffel nicht che­misch und nicht domi­nant sein darf. Sie hat es wirk­lich im Gefühl

Roadtrip zur Verdon-Schlucht: Windig, kalt, aber atemberaubend schön

Petrus meint es wie­der nicht mehr so gut mit uns, star­ker Wind, kalt aber tro­cken und doch eini­ger­mas­sen Sonnenschein von Zeit zu Zeit. Wir beschlies­sen den Weg unter die Räder, die Autoräder ver­steht sich, zu neh­men und uns die Verdon Schlucht anzu­schau­en. Das gibt einen Road Trip aber war­um nicht. Die Fahrt ist wun­der­schön, völ­lig stress­frei, kaum Autos weit und breit und man kann unbe­hel­ligt fast an jeder Ecke stop­pen. Die Schlucht ist doch noch spek­ta­ku­lär als gedacht, extrem tief und eng und die Verdon schim­mert tür­kis­blau von ganz weit unten. 

Schlucht von Verdon

Unser Lunch ist eben­falls spe­zi­ell, wir ler­nen ein Galette ken­nen. Das ist ein Omelett oder eher ein Crêpe gefüllt mit Gemüse oder Ziegenkäse, je nach Préférence. Die Ränder sind ein­ge­schla­gen und das wird dann alles noch­mals kurz über­ba­cke. Sehr lecker.

Und weil wir so vie­le Stunden im Auto geses­sen sind, machen wir uns vor dem Abendessen auf zu einer gut ein­stün­di­gen Wanderung. Das Gelände, das zum Chateau de Berne gehört, ist rie­sig und man trifft schö­ne und gut aus­ge­schil­der­te Wanderwege an. Das tut gut und auch hier, der Wald ist sehr schön.

Dinner im Restaurant La Table in Tourtour

Für das Abendessen las­sen wir uns eine Empfehlung vom Concierge geben. Wir haben Glück und ein Crack steht an der Reception. Er Empfiehlt ‘La Table’ in Tourtour und ruft an und oh Wunder, es gibt noch Platz für uns. Einmal mehr, ein phan­tas­ti­sches Dinner, wir sind begeis­tert. Das Restaurant wird wie­der von einem Ehepaar geführt, dies­mal ist aber er der Koch und sie ser­viert, sehr klein, aber sehr fein.

Côte d’Azur

Am kom­men­den Morgen fah­ren wir noch­mals kurz in Flayosc vor­bei um ein paar Einkäufe zu erle­di­gen. Dann geht’s wei­ter zu unse­rer letz­ten Destination auf unse­rem Roadtrip durch die Provence-Alpes-Côte d’Azur, das ‘Lily of the Valley’ in La Croix Valmer. Wir sind am Meer, an der Côte d’Azure ange­kom­men. Die Gegend hier gefällt sehr. Es ist sehr grün, alles bewal­det, kei­ne Bausünden, fast ein biss­chen Natur pur.

Lily of the Valley mit Ausblick auf die Bucht von Cavalaire

Das Lily of the Valley ver­bin­det ele­gan­tes Design mit atem­be­rau­ben­de Ausblicke auf die Bucht von Cavalaire. Wir wer­den sehr pro­fes­sio­nell emp­fan­gen und da wir noch etwas früh dran sind, genies­sen wir einen klei­nen Lunch auf der wun­der­ba­ren Terrasse mit Sicht auf das Mittelmeer. Danach wird uns  die Anlage gezeigt und wir bezie­hen unser Zimmer. Es ist etwas klein, aber zweck­mäs­sig. Die Terrasse ist aber sehr toll, gross und mit einem tol­len Liegebett aus­ge­stat­tet. Die Sicht ist traum­haft. Durch Pinienzweige hin­durch sieht man auf das Meer hin­un­ter, so schön.

Lily of the Valley
Lily of the Valley - Zimmer mit Sicht

Leider wird am Abend beim Nachtessen unse­re Begeisterung für die­ses Haus ein wenig getrübt. Wir haben einen Tisch reser­viert und möch­ten aber noch draus­sen einen Apéro genies­sen. Der Chef de Service teilt uns lächelnd mit, dass es kei­nen Tisch mehr hat und wir am Hochtisch, eine Art Bartisch din­nie­ren kön­nen. Das macht uns etwas unge­hal­ten. Das Restaurant wirkt chao­tisch und auch die Mitarbeiter ren­nen her­um wie ein Haufen Ameisen, aber ein Ameisenstaat ist defi­ni­tiv bes­ser orga­ni­siert als das hier. Naja, Zuwenig Personal, zu vie­le Gäste, kein Konzept. Und das wird dann zu unse­rem Problem. Unerfreulich. Naja, schluss­end­lich begin­nen wir unser Dinner am Bartisch und been­den es dann an einem regu­lä­ren Tisch. Immerhin.

Ausflug nach St. Tropez

Das Morgenessen funk­tio­niert dann deut­lich bes­ser, ein­mal kein Buffet, son­dern ser­viert, aber gut. Frisch gestärkt machen wir einen bereits seit lan­gem geplan­ten Ausflug nach St. Tropez. Das Wetter spielt auch mit. Es ist deut­lich wär­mer, ein wenig wol­ken­ver­han­gen, aber es reg­net nicht. Auch hier die Fahrt nach St. Tropez ist kein Problem. Wir stau­nen über die schö­nen Wälder und unse­re Fahrt führt durch sie hin­durch, eine enge kur­vi­ge Strasse, fast kein Verkehr. Wie das wohl hier im Sommer aus­sieht? Auch das Parkieren direkt am Hafen ist kein Problem. Und doch hat es dann in den Gassen ziem­lich vie­le Besucher. Wir schlen­dern eine Runde durch die Gassen, schau­en in die Schaufenster und sind dann schon bald ein biss­chen aus­ge­laugt.

Wir ergat­tern einen wun­der­ba­ren Tisch im ‘la Petite Plage’. Es liegt direkt am alten Hafen. Der Boden des Etablissements besteht aus Sand, wie lus­tig. Hier geht es ziem­lich geschäf­tig zu und her, aber das Personal hat alles super im Griff. Wir gön­nen uns, weil wir in St. Tropez sind, ein Gläschen Chablis und essen aus­ge­zeich­net. SIE ist ein­fach begeis­tert von die­sem Essen hier in der Provence. Es ist wirk­lich so lecker und man hat immer eine tol­le Auswahl. 

Ausflug nach Saint Tropez

St. Tropez kann man besu­chen, muss man aber nicht unbe­dingt gese­hen haben. Die Zeiten von Louis de Funès und den Filmstars sind vor­bei. Bezeichnend dafür: Man kann schwarz-weisse Postkarten von Louis de Funès kau­fen. Aber trotz­dem es war nett und einen Ausflug wert.

Biktour Cap de Lardier

Zurück im Lily of the val­ley ruhen wir ein wenig und machen uns dann auf den Bikes davon auf eine klei­ne Tour Richtung Cap de Lardier. Leider sind etli­che Bikewege gesperrt. Später im Hotel hören wir, dass sie das machen, um Waldbrände zu ver­hin­dern. Sie las­sen ein­fach nie­man­den mehr rein in die­se gefähr­de­ten Wälder. Verständlich! Aber unse­re Tour ist trotz­dem sehr schön

Bike Tour Cape Lardier

Da wir nur etwas klei­nes zum Abendessen wün­schen, ver­su­chen wir es noch­mals mit dem Hotel eige­nen Restaurant. Diesmal klappt alles her­vor­ra­gend. Unser Tisch ist tat­säch­lich reser­viert, das Personal wirkt weni­ger chao­tisch und es hat auch deut­lich weni­ger Gäste.

Der kom­men­de Tag, und das wis­sen wir, ist total ver­reg­net. Wir blei­ben wo wir sind, erle­di­gen alle Pendenzen und gehen abends ins Restaurant ‘Marius à la Plage’ essen. Es ist etwas kühl, wir sind nur durch eine Plache vor dem Wetter geschützt, dafür aber wirk­lich direkt am Strand, wo das Meer durch den Wind und das Wetter recht auf­ge­wühlt ist. Wir bekom­men fri­schen Fisch ser­viert, alles stimmt.

Damit schlies­sen wir unse­ren Roadtrip Provence-Alpes-Côte d’Azur ab und fah­ren am nächs­ten Morgen wei­ter in Richtung Italien. Wir haben ein Hotel im Piemont gebucht, wo wir noch nie waren. Leider müs­sen wir aus zeit­li­chen Gründen auf einen Zwischenhalt in Nizza ver­zich­ten. Es wäre schön gewe­sen. 

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