Ombili-Stiftung-Chor-Namibia

Besuch der Ombili-Stiftung — unterwegs zum Etosha Nationalpark

von | 22.05.2017 | Afrika, Namibia

Ausgehend von der River Dance Lodge haben wir 600 km Strecke vor uns, über Rundu, dort noch­mals ein­kau­fen, bis vor die Tore des Etosha-Nationalparks. Die ers­ten 200 km bis Rundu und ca. wei­te­re 100 km nach Rundu sind dicht besie­del­tes Gebiet. Was heisst dicht besie­delt? Ein klei­nes Dörfchen nach dem ande­ren. Jedes Dorf besteht aus fünf bis zehn Hütten aus Schilf und Moorgras und einem Schilfgras Zaun drum her­um; die einen sehr schön gebaut und unter­hal­ten, ande­re eher zer­fal­len und unge­pflegt. Es gehen Einheimische am Strassenrand von hier nach irgend­wo. Wir fra­gen uns wohin?
Dorf Hütte Namibia
Menschen auf der Strasse Namibia
Nach der Veterinärgrenze (Grenze, nach der das Land Maul-und Klauenseuche frei sein soll­te), beginnt das Farmland. Da gibt es kei­ne Dörfer mehr. Unendlich gros­se Flächen in ein­zel­ne Farmen auf­ge­teilt. Flächen, die wir Europäer uns kaum vor­stel­len kön­nen. Das Fahren ist hier ziem­lich öde, es gibt nichts drü­ber zu berich­ten. Wir steu­ern unse­re nächs­te Unterkunft an: Guestfarm Sachsenheim. Wir blei­ben eine Nacht und wer­den am ande­ren Morgen von einem Gruppenmitglied ein­ge­la­den, eine loka­le Tagesschule mit inte­grier­tem Internatsbetrieb zu besu­chen

Bei den San — Besuch der Ombili-Stiftung

 Ziel der Ombili-Stiftung ist, die Volksgruppe der San–Buschleute bei der Bewahrung ihrer Kultur und Tradtion zu unter­stüt­zen und für die San-Kinder eine schu­li­sche Ausbildung zu ermög­li­chen.  Kaum sind wir aus­ge­stie­gen, wuseln vie­le  Kinder um uns her­um.  Ein Guide, von der Ombili-Stiftung ange­stellt, führt uns und erklärt uns. Er ist halb San und halb Ovango (Stamm). Er führt uns die Klicklaute der San Sprache vor, SIE ist hoch fas­zi­niert. Die Küche wird uns gezeigt, die Schlafsäle der Kinder, die Duschen usw. Schulbetrieb ist heu­te lei­der kei­ner, es ist Freitag Nachmittag. Die Schulzimmer sind abge­schlos­sen, die Lehrer sind ins Wochenende gegan­gen. Aber ein Schulbuch krie­gen wir zu sehen. So her­zig.

Chor der Ombili-Stiftung Namibia

Eine Showeinlage, ein tra­di­tio­nel­les San Ritual, Tänzer, Sängerinnen, tra­di­tio­nel­le Kleidung, wirkt eher gestellt und unmo­ti­viert, sei­tens der Darsteller. Ganz anders der Chor der Schule, der sich ver­sam­melt und ein klei­nes Konzert gibt. Die Freude der Kinder ist nicht zu über­se­hen, so berüh­rend. Wir spen­den über­all etwas, dar­um geht es ja schluss­end­lich, was aber ver­ständ­lich ist. Wir füh­len uns auch wohl dabei, kön­nen wir doch für ein­mal ganz direkt und vor Ort unter­stüt­zen.

Im loka­len Shop kau­fen wir gross ein. Nicht nur wegen Unterstützung und so, nein. Sie fer­ti­gen wun­der­schö­ne Mobiles aus klei­nen Holztieren an. Ein sol­ches, rie­sen­gros­ses hängt im Speisesaal der Schule. Wir inves­tie­ren gern, las­sen gern ein paar Namib Dollars lie­gen und haben dafür etwas Schönes und Einmaliges gekauft. Die Schule wird übri­gens vom Zoo Basel unter­stützt, indem dort im Shop die Kunstwerke der Schule ver­kauft wer­den. Also beim nächs­ten Besuch im Zolli Basel Ausschau hal­ten nach den Mobiles aus Namibia.

 

Ombili Stiftung SAN Grossmutter Namibia

Die bei­den Guides, wir haben zwei, weil im Moment kei­ne ande­re Besuchergruppe da ist, sind sehr sym­pa­thisch. Es ent­wi­ckeln sich inter­es­san­te Gespräche. Z. B. führt uns ein Guide zur Hütte sei­ner Grossmutter. Das Foto von ihr spricht für sich.

Sie las­sen uns bei einem gemüt­li­chen Kaffee auch wis­sen, dass sie bei­de hier blei­ben möch­ten, tra­di­tio­nell leben möch­ten und nicht all­zu viel von Technik und Elektronik hal­ten. Eine schwie­ri­ge Gratwanderung, aber doch respek­ta­bel. Dieser Besuch ist sehr inter­es­sant und zeigt uns Seiten von Afrika bzw. Namibia, die wir sonst nie zu sehen bekom­men hät­ten.

Rundreise Namibia:

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