Venedig City Trip Rialtobrücke Grand Canal

Venedig abseits der Touristentröme

von | 08.04.2022 | Italien

Update April 2022

4 Jahre hat es gedau­ert, bis wir wie­der Venedig besucht haben. Nach wie vor gefällt uns Venedig unheim­lich gut. Aber, wir waren schon ziem­lich über­rascht über die hohe Anzahl der Besucher. Gefühlt war es wie­der wie vor dem Corona Lock Down. Noch herrscht Maskenpflicht in den öffent­li­chen Verkehrsmittel. Da die Vaporetto eben ein öffent­li­ches Verkehrsmittel sind, star­ren dicht­ge­drängt mas­ken­be­wehr­te Touristen aus den Booten. Wir ver­zich­ten des­halb für die­ses mal auf die Benutzung der Vaporettos. Aber da wir ja sowie­so nur 3 Nächte hier sind und ein kla­res Programm haben, spielt das eigent­lich kei­ne Rolle. Für die­sen Besuch haben wir uns vor­ge­nom­men end­lich den Dogenpalast und den Markusdom zu besu­chen. Nachdem wir die letz­ten zwei mal im Hotel Bucintoro reser­viert hat­ten, haben wir uns für ein Hotel am Canale Grande ent­schie­den. Welches es war ver­ra­ten wir wei­ter unten. Auch haben wir wie­der auf unse­rer Lieblings-Terrasse des Restaurants Lineadombra reser­viert. Es war wie immer himm­lisch.

Boot Taxi Flughafen — Venedig

Nein, es ist nicht güns­tig, aber so ein gan­zes Boot für sich allei­ne zu haben, das macht schon ziem­lich Spass. Ein Vorteil ist auch, dass man nicht auf zusätz­li­che Passagiere war­ten muss. Von der Ankunftshalle muss man schon 15 Minuten ein­rech­nen, bis man beim Bootssteg ist. Ein kom­men und gehen ist es. Nach kur­zer Diskussion unter den Taxifahrern ist auch klar, wer uns nach Venedig fah­ren wird. Kaum ein­ge­stie­gen geht es los. Wir genies­sen die rasan­te Fahrt nach Venedig. Das lang­sa­me ein­fah­ren in den Grand Canal ist wie immer ein schö­nes Erlebnis. Viel zu schnell kom­men wir am Landesteg unse­res gebuch­ten Hotels an. 

SLH Hotel Sina Palazzo Sant Angelo

Kaum legen wir an, eilt der Portier her­an. Das Gepäck wird aus­ge­la­den und bald dar­auf sind wir in unse­rem Zimmer mit Blick auf den Canal Grande. Nur gera­de 26 Zimmer hat das Hotel. Das gefällt uns. Das Sina Palazzo Sant’ Angelo liegt abseits der Touristenströme, aber an guterLage zwi­schen der Rialtobrücke und dem Markusplatz. Was uns auch sehr gut gefällt, ist die Bar mit eini­gen weni­gen gemüt­li­che Sitzplätzen direkt am Canale Grande. Perfekt für einen all­abend­li­chen Apero. Auch das Zimmer, mit sei­nen Seidentapeten und den vene­zia­ni­schen Möbeln gefällt uns sehr. Was uns über­rascht hat, ist die Ruhe wäh­rend der Nacht. Ist doch die Geräuschkulisse am Canale Grande wäh­rend dem Tag unüber­hör­bar. Sucht man ein Hotel, ein wenig abseits der Touristenströme, nicht zu gross und trotz­dem mit tadel­lo­sem Service, dann ist das SIna Pallazo Sant Angelo, ein Mitglied der Small Luxury Hotel Gruppe, eine gute Wahl. 

Besuch des Markusdom und Dogenpalast

Gebucht hat­ten wir eine Führung in einer Kleingruppe. Was für ein Glück, dass wir die Einzigen waren, so hat­ten wir unse­re per­sön­li­che Führung für den Besuch des Markusdomes und des Dogenpalastes. Ja was ist zu sagen? Lohnt sich eine Führung durch den Markusdom und den Dogenpalast. Ja auf jeden Fall. Es sind geschichts­träch­ti­ge Orte, wel­che die Welt über vie­le Jahre beein­flusst haben. Die Informationen sind span­nend und sehr infor­ma­tiv. Trotzdem nach ein paar Wochen nicht mehr viel von den erhal­te­nen Informationen in Erinnerung blei­ben wird, lohnt sich eine Führung. Der Markusdom ist zwar nicht so ein­drück­lich wie der Petersdom in Rom, aber den­noch auf jeden Fall einen Besuch wert.

September 2018

Irgendwann im Winter, die Tage sind immer noch kurz und es wird früh dun­kel, kommt ER mit dem Vorschlag, die Woche des ers­ten Augustes, der Schweizer Nationalfeiertag, zu nut­zen, um einen kur­zen Abstecher in eine unse­rer Lieblingsstädte Venedig zu machen. Mitten im Winter kann man einem sol­chen Vorschlag fast nichts ent­ge­gen­hal­ten, ins­be­son­de­re dann, wenn auch noch die Rede von IHREM Lieblingshotel, das Bucintoro in Venedig, ist. Gesagt getan, zwei Tage in Venedig und anschlies­send noch drei Tage in Florenz. Alles ist schnell gebucht und eine erfreu­li­che Aussicht mit­ten im Winter. Hätten wir damals gewusst, dass wir die abso­lu­te Hitzeperiode des Jahres 2018 erwi­schen, viel­leicht hät­ten wir gezö­gert und etwas in den Bergen gebucht.

Vom Flughafen mit dem Taxi nach Venedig

Mit gemisch­ten Gefühlen bestei­gen wir unse­ren Flug nach Venedig; schon in Zürich herr­schen betäu­ben­de Temperaturen. Aber der Charme von Venedig hat uns schon auf der Fahrt vom Flughafen in die Stadt wie­der voll ver­ein­nahmt, Temperaturen hin oder her. Unser Wassertaxi, ein Gruppentaxi, geteilt mit ande­ren Touristen, so kann man das finan­zie­ren, fährt durch einen klei­ne­ren Verbindungskanal etwas ober­halb der Rialto Brücke in den Canale Grande hin­ein. Dann den Canale Grande hin­un­ter, und SIE ent­deckt die Terrasse von Brunetti; end­lich. Freude herrscht und schnell ein paar Fotos knip­sen.

Hotel Bucintoro — traumhaft mit eigener Dachterasse

Im Hotel Bucintoro ange­kom­men, bezie­hen wir unser Lieblingszimmer, das 501. Es habe als ein­zi­ges Zimmer kein Nummernschild, erklärt uns der Hotelmitarbeiter ver­schmitzt. Das bestechen­de an die­sem Zimmer ist nicht die Grösse, nicht das Mobiliar, nicht die Dekoration, nicht dass es kein Nummernschild hat, nichts von alle­dem. Sondern die Dachterrasse mit Sicht auf die Lagune. Traumhaft und immer wie­der unbe­schreib­lich.

Tarr Steps Exmoor Nationalpark

Antica Osteria de Gino — abseits der Touristenströme

Trotzdem es wirk­lich heiss ist, machen wir uns auf einen Spaziergang Richtung Giardini del­la Bienale.

Wir spa­zie­ren und spa­zie­ren und ver­lie­ren fast ein biss­chen das Zeitgefühl, haben wir doch in der Antica Osteria da Gino reser­viert.  In die­ser Gegend sind die Gassen eini­ger­mas­sen ruhig.Wie ange­nehm. Die Osteria ist nicht über­füllt, es hat sowie­so nicht all­zu vie­le Tische direkt beim klei­nen Kanal. Klein aber fein trifft es wohl sehr gut. Wir spei­sen gut, sind auch nicht zum ers­ten Mal hier und kön­nen die­se Osteria emp­feh­len.
Bovey Castle Restaurant
Wir gehen zurück zu unse­rem Hotel, auf ziem­lich direk­tem Weg und genies­sen, man rate mal, unse­re Terrasse mit Blick auf die Lagune. Das ist ein­fach wun­der­bar!
Tarr Steps Exmoor Nationalpark
Wir sind bei­de froh um die Klimaanlage in unse­rem Zimmer, was eher aus­ser­ge­wöhn­lich ist. Es ist wirk­lich sehr heiss, ohne kli­ma­ti­sier­ten Raum wür­de an Schlaf kaum zu den­ken sein.

Mit dem Vaporetto Nr. 1 auf dem Canale Grande

Unseren ein­zi­gen vol­len Tag, Tag zwei, star­ten wir, indem wir das Vaporetto Nr. 1 neh­men und den Canale Grande hin­auf fah­ren bis zur Rialto Brücke. Action pur: uns kommt ein Ambulanzboot mit Blaulicht und vol­lem Tempo ent­ge­gen, den Canale Granade hin­un­ter. Unglaublich wie die­ser Ambulanzfahrer sein Boot in einem Höllentempo durch den Canale vor­bei an den vie­len Booten steu­ert. Eine wah­re Kunst, ein wah­rer Könner muss das sein.

Tarr Steps Exmoor Nationalpark
Bevor wir los lau­fen, gön­nen wir uns, ganz im Stil von Brunetti bzw. sei­nem Mitarbeiter Vianello, einen Espresso in einem Café bei der Rialto Brücke mit wun­der­ba­rem Blick auf den Canale Grande. Dann machen wir uns auf den Weg, ziem­lich ziel­los, ein­fach mal in eine Richtung. Es ist heiss und leicht bedeckt, immer wie­der schön, die­se Gassen, die­se Brücken, die Kanäle. Wir errei­chen den Markusplatz, wie immer von vie­len Touristen bevöl­kert, aber, es könn­te schlim­mer sein.

Via Giuseppe Garibalde — abseits der Touristenströme

Von hier machen wir uns auf den Weg Richtung Bucintoro, aber dran vor­bei, unser Ziel ist die Via Giuseppe Garibaldi. Diese Strasse ken­ne wir bereits, es gibt vie­le schö­ne klei­ne Restaurants. Auf dem Weg dahin stel­len wir ein­mal mehr fest, dass nach der Vaporetto Station Arsenale der Touristenstrom abrupt abnimmt, fast ver­siegt. So auch in unse­rer Zielstrasse Via Giuseppe Garibaldi. Hier trifft man mehr ein­hei­mi­sche Restaurantbesucher, die Atmosphäre ist viel ruhi­ger, viel authen­ti­scher, viel ange­neh­mer. Wir ent­schei­den uns für ein klei­nes Restaurant, den Namen kön­nen wir nicht mehr eru­ie­ren. Wenn man aber von der Lagune her die Via Giuseppe Garibaldi hin­un­ter geht, ist es das zweit Restaurant auf der lin­ken Seite. Wir spei­sen aus­ge­zeich­net, ein klei­ner Lunch, genau das Richtige.

Auf den Spuren Brunetti’s — die Säulen der Questura

Am Nachmittag suchen wir die Questura von Brunetti. Auch das ergibt wie­der einen wun­der­schö­nen Spaziergang durch Venedig und, …. wir fin­den sie auch, die Questura, respek­ti­ve die Säulen am Campo San Francesco.  Sie sehen etwas unge­pfle­ger aus als din den Filmen, es wird auch noch gebaut, aber es sind sie.

Tarr Steps Exmoor Nationalpark

Gediegen dinnieren im Lineadombra

Am Abend haben wir sozu­sa­gen in unse­rem Lieblingsrestaurant, das kann sich natür­lich jeder­zeit wie­der ändern, aber im Moment ist es das, reser­viert, dem Lineadombra. Es liegt im Dorsoduro Viertel mit wun­der­ba­rer Sicht über den Canal del la Giudecca. Dank den Bemühungen des Concierge unse­res Hotels, haben wir einen Platz ganz vor­ne an der ‘Waterline’. Wir genies­sen den wun­der­ba­ren Ausblick, die blaue Stunde, und… natür­lich unser Essen. Das alles ist ein Highlight, abso­lut zu emp­feh­len.

Tarr Steps Exmoor Nationalpark
Und wie­der, weil wir uns ja schon ziem­lich aus­ken­nen, neh­men wir das Vaporetto bis zur Rialto Brücke und spa­zie­ren zurück zum Hotel. Sooooo schön. Venedig by night, Markusplatz by night, beträcht­lich ruhi­ger als sonst, ein­fach per­fekt.
Tarr Steps Exmoor Nationalpark

Mit dem Hochgeschwindikeitszug von Venedig nach Florenz

Leider müs­sen wir unse­re Lieblingsstadt schon wie­der ver­las­sen, aber wir waren bestimmt nicht zum letz­ten Mal hier. Der Reiseorganisator hat sich etwas Spezielles ein­fal­len las­sen. Wir neh­men den Hochgeschwindigkeitszug von Venedig nach Florenz.

Um uns den Abschied von Venedig ein wenig zu erleich­tern, leis­ten wir uns noch ein Wassertaxi zum Bahnhof. Es ist immer wie­der erstaun­lich, wie die­se Bootslenker ihre Boote anein­an­der vor­bei manö­vrie­ren, unter doch recht engen Platzverhältnissen. Wir spre­chen unse­ren Fahrer dar­auf an, er freut sich über das Kompliment und erzählt, es brau­che zwei Jahre bis man soweit sei. Wir erfah­ren von ihm, dass ein sol­ches Boot, wie er gera­de fährt, um die € 200’000.– kos­tet und die Taxifahrer in der Regel Bootseigner sind. Eine Taxizentrale ver­mit­telt die Kunden. Man hört auch, dass dies ein äus­serst belieb­ter Job hier in Venedig sei.

Im Bahnhof ange­kom­men war­tet bereits der Zug, die Türen sind aber noch abge­schlos­sen. Wir geneh­mi­gen uns noch einen Kaffee, schau­en den Leuten zu die aus den Zügen strö­men und wun­dern uns über die gelas­se­ne Stimmung, kei­ne Spur von Hektik wie in ande­ren Bahnhöfen. 10 Minuten vor Abfahrt öff­nen sich die Türen. Die reser­vier­ten Sitze sind bald gefun­den und kurz dar­auf setzt sich der Zug in Bewegung in Richtung Florenz.

Videoclip — mit dem Wassertaxi nach Venedig

Für den Transfer vom Flughafen Venedig nach Venedig ste­hen ver­schie­de­ne Optionen offen. Wir haben uns für ein Sammeltaxi ent­schie­den, wel­ches wir vor­ab gebucht hat­ten. Bei schö­nem Wetter ist die Fahrt mit dem Wassertaxi schon ein kur­wei­li­ges und schö­nes Erlebnis.

Impressionen Venedig — mit dem Wassertaxi quer durch Venedig

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