Okonjima-Lodge-Tor

Okonjima Lodge — Leopard & Gepard Safari

von | 09.06.2017 | Afrika, Namibia

Okonjima Lodge — luxuriöse Chaletes mit Blick

Wir haben einen Standard Room im Plains Camp der Okonjima Lodge gebucht. Nach dem Einchecken ent­de­cken wir, dass wir ein frei­ste­hen­des klei­nes Haus für uns haben, sehr luxu­ri­ös und schön, mit rie­sen Fensterfront auf den Busch hin­aus, wo jeder­zeit Tiere auf­tau­chen kön­nen. Unsere bei­den King Size Betten ste­hen prak­tisch direkt vor die­sem Fenster. Es gibt aber noch weit luxu­riö­se­re Varianten in der Lodge. Aber für uns ist das so die bes­te Variante, weil wir die diver­sen Aktivitäten (Leopard & Gepard Safari) wahr­neh­men woll­ten, also fast nicht im Zimmer sein wer­den.

Okonjima Lodge Standard Room im Plains Camp Namibiaibia
Okonjima Lodge Zimmer Aussicht Namibia
Okonjima Lodge Aussicht Chalet Namibia

Informationen zur Okonjima Nature Reserve

Die Okonjima Lodge liegt zwi­schen Windhoek und dem Etosha Nationalpark. Das ein­ge­zäun­te Okonjima Nature Reserve umfasst über 200 Quadratkilometer. Im Inneren des Reservates befin­den sich, wie­der­um ein­ge­zäunt, die Unterkünfte der Okonjima Lodge. In die­sem ein­ge­zäun­ten Teil des Reservates befin­den sich eben­falls vie­le Tiere, wie zum Beispiel Oryxe und Springböcke, aber kei­ne Raubtiere. Im inne­ren des 20 Quadratkilometer gros­sen Schutzgebietes kann man sich frei bewe­gen. Es ste­hen aus­ge­schil­der­te Wanderwege und Bike-Trails zur Verfügung. Leider waren wir nur für eine Nacht in der Okonjima Lodge, sicher wäre es toll gewe­sen beim Wandern oder Biken die ver­schie­de­nen frei leben­den Antilopenarten zu beob­ach­ten.

Okonjima Lodge Wasserloch Namibia
Okonjima Lodge Restaurand Namibia
Okonjima Lodge Restaurant Namibia

Leopard Safari

Wir buchen ein Leoparden Viewing am glei­chen Tag und eine Geparden Viewing am ande­ren Morgen um 6 Uhr. Wir sind gespannt. Das wäre ja wirk­lich unglaub­lich schön und wür­de unser Namibia Erlebnis ver­voll­stän­di­gen. Wir machen uns schon bald auf den Weg, aus­ge­rüs­tet mit war­men Kleidern, Feldstecher und Kamera mit Tele. Unser Guide fährt los über Holperstrecken, es schüt­telt und rüt­telt. Er hat eine Antenne und einen Empfänger dabei, um die Tiere bes­ser fin­den zu kön­nen. Er kün­digt aber auch an, dass nur der Sundowner Gin Tonic sicher sei. Ob wir Leoparden fin­den wer­den, ist Glückssache.

Begegnung mit Leopard

Schon bald haben wir ein Signal eines Leoparden, eine Dame mit Namen, an den wir uns aber nicht erin­nern kön­nen. Jeder Leopard hat einen Namen, der Guide kennt sie alle. Wir fah­ren immer tie­fer in den Busch hin­ein, weg von den Gravelroads, quer durch. Wir über­que­ren ein tro­cke­nes Bachbeet, der Guide über­legt sich lan­ge, ob er es wagen kann. Und plötz­lich, im hohen Gras, da liegt sie. Eine zwei­jäh­ri­ge Leopardendame, völ­lig ent­spannt und unbe­ein­druckt von unse­rem Erscheinen. Für uns ist es ein über­wäl­ti­gen­des Gefühl, wir sind nur ca. 5 Meter von ihr ent­fernt. Sie steht auf, geht ein paar Schritte. Der Guide folgt ihr geschickt mit unse­rem Fahrzeug, ohne sie zu bedrän­gen. Sie legt sich wie­der hin und wir hören deut­lich, dass sie frisst. Noch einen Meter wei­ter fah­ren und ja, sie hat die Überreste eines Springbocks vor sich und nagt dar­an her­um.

Okonjima Lodge Leopard Safari Namibia
Haben wir ein Glück! Wir schies­sen gefühl­te tau­send Fotos, die Leopardin ist auch von den Klicks unse­rer Kameras nicht gestört. Würden wir aber unser Fahrzeug ver­las­sen, könn­te sie sofort angrei­fen. Sie ist die Anwesenheit der Autos gewöhnt, aber nicht die­je­ni­ge von Menschen. Wir genies­sen es ein­fach nur und hören gespannt den Informationen zu, die unser Guide an uns wei­ter­gibt. Wir las­sen die wun­der­schö­ne Leopardendame wie­der in Ruhe, es dun­kelt auch schon ein. Wir neh­men den garan­tier­ten Sundowner Gin Tonic im Busch ein, so schön. Das Nachtessen ist aus­ge­zeich­net, die Lodge ein­fach wun­der­schön. Wir müs­sen früh auf­ste­hen, dar­um gehen wir auch früh schla­fen.

Gepard Safari

Am Morgen halb 6 Uhr auf­ste­hen, 6 Uhr Kaffee und Zwieback, sehr fein, dann geht’s los. Heute suchen wir Geparden und wir wer­den sie zu Fuss suchen, zumin­dest die letz­ten Meter. Das kön­nen wir uns irgend­wie nicht vor­stel­len, las­sen uns aber gern über­ra­schen.

Begegnung mit einer Tüpfelhyäne

Wieder die Signalsuche, zuerst blei­ben wir aber ohne Erfolg in Sachen Gepard, son­dern fin­den ein Signal einer Tüpfelhyäne. Sie sei rie­sig, 86 kg. schwer, erzählt unser Guide und er habe sie, bzw. ihn, ein männ­li­ches Tier, schon lan­ge nicht mehr gese­hen. Irgendwann, wir müs­sen schon sehr nahe sein, las­sen wir unse­ren fahr­ba­ren Untersatz ste­hen und gehen zu Fuss wei­ter.

Wir sol­len schau­en, wo wir hin­tre­ten: schwar­ze Mambas usw. und wir sol­len in einer Einerkolonne hin­ter ihm her gehen, instru­iert unser Guide. Er nimmt einen dicken Stock mit, nicht für uns, sagt er, son­dern for safe­ty reasons. Und wir fin­den die Hyäne, total im Dickicht des Buschs liegt er, halb schla­fend. Er muss rie­sig sein, und ja, er steht auf und wir sehen wie gross er ist. Aber auch er ist sehr faul, hat offen­bar schon gefrüh­stückt im Gegensatz zu uns, und legt sich wie­der hin. Wir las­sen ihn wei­ter ruhen.
Okonjima Lodge Tüpfelhyäne Namibia

Begegnung mit Geparden

Zurück beim Fahrzeug machen wir uns auf die Suche nach den Geparden. Wir müs­sen noch ein wenig wei­ter in den Busch hin­ein fah­ren, da wo er nicht so dicht ist, sind die Geparde gern. Irgendwann ist das Signal ziem­lich stark, was uns ver­an­lasst, zu Fuss wei­ter zu gehen. Und ja, wir fin­den drei Geparde, drei männ­li­che Tiere, faul und müde im Schatten lie­gend.

Sie inter­es­sie­ren sich kaum für uns, füh­len sich auch nicht bedroht, son­dern schla­fen ein­fach wei­ter. Aber immer wie­der che­cken sie die Umgebung ab, d.h. öff­nen kurz die Augen und stel­len die Ohren in eine Richtung. Sie haben sich so hin­ge­legt, dass jedes Tier in eine ande­re Richtung schaut und ihr gan­zes Umfeld unter Kontrolle ist.  Kann man das fas­sen, kaum 10 Meter von drei Geparden ent­fernt, mit­ten im Busch, zu Fuss! Die nächs­ten gefühlt tau­send Fotos. Wir freu­en uns wie die klei­nen Kinder über die gelun­ge­nen Bilder.Merken

Okonjima Lodge Gepard Namibia
Okonjima Lodge Geparde Namibia
Okonjima Lodge Geparde Namibia

Tja kein Wunsch ist offen geblie­ben, Namibia hat uns alles gezeigt, was wir uns erwünscht haben. Glücklich und zufrie­den las­sen wir uns zurück zur Okonjima Lodge fah­ren, genies­sen ein aus­ge­zeich­ne­tes Frühstück und packen dann lang­sam. Wir fah­ren Richtung Windhoek wei­ter.

Rundreise Namibia Botswana:

Zum vor­an­gen­ge­hen­den Reiseblog-Artikel Grootberg Lodge
Ebenfalls luxui­rös war die River Dance Lodge und die River Dance Lodge
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