Chobe-River-Elefant-Botswana

Tierische Erlebnisse im Chobe Nationalpark Kasane

von | 09.05.2017 | Afrika

Auf dem Weg zum Chobe Nationalpark

Wir neh­men die letz­te Etappe unter die Räder Richtung Chobe Nationalpark zur Chobe Safari Lodge in Kasane, Botswana; hier wer­den wir drei Nächte blei­ben und auch eine Bootsfahrt auf dem Chobe River unter­neh­men. Schon bald errei­chen wir die Grenze von Namibia, wo wir ein unkom­pli­zier­tes Ausreiseverfahren erle­di­gen müs­sen. Dann kommt die Einreise in Botswana, die schon ein wenig auf­wän­di­ger ist. Wir war­ten lan­ge, zah­len eine Gebühr für unser Auto, und war­ten noch­mals lan­ge für unse­re Passkontrollen. Achtung, sehr wich­tig!!!!! Es ist zwin­gend not­wen­dig von der Autovermietungsfirma ein Cross-border per­mit mit dabei zu haben. Wir wis­sen nicht, was pas­siert, wenn man das nicht hat, aber sicher nichts Gutes. Nachdem wir, unter wach­sa­men Augen, unse­re Schuhe (Flipflops!!) des­in­fi­ziert haben, geht es end­lich wei­ter in Richtung Chobe Nationalpark.

Chobe Safari Lodge

Chobe Safari Lodge Eingangshalle Botswana
Chobe Safari Lodge Apero Deck Botswana
Wir errei­chen die Chobe Safari Lodge. Das Eingangsportal und der Bereich der Rezeption gefällt: alles offen, sehr rus­ti­kal und stil­voll afri­ka­nisch, direkt hin­ter der Lodge glit­zert der Chobe River. Wir bezie­hen unse­re Zimmer, sie sind ok. Das Nachtessen, Buffet, vie­le Touristen, auch ok. Ein gutes Mittelklasse Hotel, ver­gleich­bar mit einem drei Sterne Hotel nach euro­päi­schem Niveau, an einer fünf Sterne Lage. Ein biss­chen unan­ge­nehm ist, dass man nachts kein Fenster offen las­sen kann wegen den Monkeys, den Warzenschweinen und allem was da sonst noch so her­um­läuft. Das bedeu­tet, die Klimaanlage lau­fen zu las­sen, was aber defi­ni­tiv zu laut ist für uns, oder den Deckenventilator dre­hen zu las­sen, was geht.

Bootsfahrt auf dem Chobe River

Am ande­ren Morgen haben wir eine zwei­stün­di­ge Bootsfahrt auf dem Chobe River gebucht. Für unse­re 7 köp­fi­ge Gruppe wird ein klei­nes Boot her­bei­ge­fah­ren, dies mit einer hal­ben Stunde Verspätung, weil der Zündschlüssel abge­bro­chen ist (das ist zumin­dest der offi­zi­el­le Grund). Ist nicht so schlimm, je spä­ter des­to bes­ser um mög­lichst vie­le Tiere zu sehen. Sie kom­men eher um die Mittagszeit zum Fluss um zu trin­ken und sich ab zu küh­len. Wir star­ten und sehen schon bald die ers­ten Impalas, Nilgänse und ein klei­nes Krokodil am Flussufer sich son­nend. Dann folgt ein afri­ka­ni­scher Weisskopfadler, Geier und eine Gruppe von Flusspferden, wei­ter hin­ten kommt eine Gruppe Wasserbüffel aus dem Busch.

Chobe Rive Wasserbüffel Botswana
Chobe Rive Elefanten Botswana
Chobe Rive Wasserbüffel Botswana
Es ist so berüh­rend, so schön. Und, nicht viel wei­ter, eine Gruppe von vier jun­gen Elefantenbullen, Bachelors, die zum Baden und Trinken kom­men. Unser Fahrer steu­ert das Boot so nah an die Elefanten her­an, es fehlt nicht mehr viel, und man könn­te sie fast berüh­ren (gefühlt!!). Es ist unglaub­lich, so etwas sieht man nicht so schnell wie­der, vor allem nicht aus die­ser Nähe. Die Elefanten sind total unbe­küm­mert und genies­sen ihr Bad. Wir sind rest­los begeis­tert, bewegt, berührt und ein­fach hin und weg. Es geht wei­ter, immer wie­der Impalas, noch­mals zwei afri­ka­ni­sche Weisskopfadler, einer kommt im Tiefflug über das Wasser auf uns zu. Dann wie­der ein Krokodil, ein grös­se­res Exemplar mit offe­nem Maul, man sieht die Zahnreihen. Das Krokodil kühlt sei­nen Körper durch das geöff­ne­te Maul. Etwas spä­ter zwei Wasserwarane, eher jun­ge klei­ne Exemplare, die aber aus­ge­wach­sen bis zu einem Meter gross wer­den kön­nen.
Danach fah­ren wir etwas wei­ter hin­aus in die Flussmitte. Dort ruht eine gros­se Gruppe von Flusspferden. Wir kom­men ihnen ein biss­chen nahe und sie war­nen uns mit lau­ten schnau­ben­den Geräuschen. Es erschei­nen geschätz­te zwan­zig Ohren‑, Nüstern- und Augenpaare  über dem Wasserspiegel, alle auf uns gerich­tet. Aber unser Guide ist sehr vor­sich­tig und respekt­voll gegen­über den Tieren. Sofort legt er den Rückwärtsgang ein und die Situation beru­higt sich sofort wie­der.
Bootsfahrt auf dem Chobe River Nielpferde Botswana
Von wei­tem sehen wir erneut eine Elefantengruppe aus dem Busch auf­tau­chen. Unser Guide fährt uns noch­mals zurück, mitt­ler­wei­le sind wir ganz allein. Die ande­ren Touristenboote sind längst wei­ter gefah­ren. Bei der Elefantengruppe ange­kom­men erschei­nen immer mehr Tiere. Sie tau­chen plötz­lich zwi­schen den Büschen und Bäumen auf und stre­ben dem Fluss zu. Eine Gruppe von ca. 15 Tieren badet direkt vor uns. Mindestens zwei ganz klei­ne Babys sind auch dabei. Wunderschön.
Elefanten Chobe Nationalpark Botswana

Leider sind unse­re zwei gebuch­ten Stunden viel zu schnell vor­bei und es geht zurück in vol­ler Fahrt Richtung Lodge. Wir ver­brin­gen den Nachmittag mit aus­ru­hen, Blog schrei­ben, lesen und nichts tun. Das Abendessen neh­men wir in der Chobe Bush Lodge ein. Das Restaurant ist wun­der­schön deko­riert, wirk­lich toll. Aber das Essen ist lei­der durch­schnitt­lich, wir haben mehr erwar­tet.

Am nächs­ten Morgen heisst es früh auf­ste­hen. Wir haben einen, von der Lodge orga­ni­sier­ten Tagesausflug zu den Victoria Fällen in Simbabwe gebucht.

Für den Rückweg nach Namibia neh­men wir die 4x4 Gravelroad durch den Chobe Nationalpark, dem Fluss ent­lang. Und ja, es ist wirk­lich eine 4x4 Strecke.  ER freut sich dar­über, ist von Zeit zu Zeit sogar ein biss­chen gefor­dert, SIE und Beifahrerin wer­den kräf­tig durch geschüt­telt. Aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Man fühlt sich wie in einem Zoo, nur sind die Tiere frei und wir im Auto gefan­gen, es ist nicht erlaubt, aus­zu­stei­gen. Impalas, Krokodile, vie­le ver­schie­de­ne Vogelarten, Flusspferde, Elefanten, Kudu’s…. und eine wun­der­schö­ne Flusslandschaft, atem­be­rau­bend und unglaub­lich schön. Nach einer eher lang­wei­li­gen Inlandstrecke, es emp­fiehlt sich, wenn mög­lich, dem Fluss ent­lang zu fah­ren, tref­fen wir eine gros­se Büffelherde an, natür­lich unse­re Strasse blo­ckie­rend, fas­zi­nie­rend und wirk­lich safa­ri­mäs­sig. Giraffen haben noch gefehlt und ja, auch die­se tref­fen wir noch an…. Und als krö­nen­den Abschluss eine Gruppe Elefanten am Wasser, ca. 15 – 20 Tiere, mit Jungtieren und Babys.

Chobe River Flusslandschaft Botswana
Chobe Nationalpark Giraffe Botswana
Chobe Nationalpark 4x4 Strecke Botswana
Chobe Nationalpark Impala Botswana
Der Chobe Nationalpark ist wirk­lich wunder- wun­der­schön, abso­lut emp­feh­lens­wert und zwar per Boot auf dem Wasser und per Gravelroad auf dem Land. Ganz beson­ders gut hat uns die Bootsfahrt auf dem Chobe River gefal­len. Wir fah­ren wei­ter nach Ngoma und über­que­ren dort die Grenze zurück nach Namibia.

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Von Travel World Online eine Reisbericht über eine Begegnung zwi­schen Löwe und Büffel

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