Nizza im März - Promenade des Anglais

Nizza im März — entspannt die Frühlingssonne geniessen

von | 18.03.2023 | Frankreich

  • Mildes Frühlingswetter genies­sen: Nizza bie­tet im März ange­neh­me Temperaturen und son­ni­ge Tage – ide­al für einen spon­ta­nen Kurzurlaub.
  • E‑Bike-Touren: Entdecke die Umgebung auf drei aus­ge­wähl­ten E‑Bike-Routen, dar­un­ter der Mont Chauve und das Cap Ferrat.
  • Kulinarische Erlebnisse: Geniess fri­schen Fisch und Meeresfrüchte in emp­foh­le­nen Restaurants wie dem SEEN by Olivier und Peixes – Opera.
  • Ausflüge in die Umgebung: Besuche das male­ri­sche Dorf Èze und unter­nimm einen Tagesausflug nach Monaco für wei­te­re Entdeckungen

Spontane Entscheidung: Ski fahren oder Nizza im März?

Eigentlich gehen wir im März jeweils für eine Woche nach Adelboden zum Skifahren. Aber die­ses Jahr ent­schei­den wir uns ganz spon­tan für Nizza. Wieso? Weil wir kei­ne Lust haben auf Kunstschneepisten. Zudem ist auch die Wetterprognosen für die Schweiz nicht so güns­tig. Dies im Gegensatz zu Nizza, wo son­ni­ge Tage zu erwar­ten sind und dies bei früh­lings­haf­ten Temperaturen. Wir mon­tie­ren also kurz­ent­schlos­sen den Fahrradträger, packen die Koffer und ver­la­den unse­re E‑Bikes, und fah­ren los.

Ankunft in Nizza

Nach gut 7 Stunden kom­men wir in Nizza an. Und wir hat­ten zum Glück nur wenig Verkehr. Allerdings besteht auf­grund von Sanierungsarbeiten auf der Autobahn von Genua bis zur fran­zö­si­schen Grenze ein­spu­ri­ger Verkehr, was doch eini­ge Zeit kos­te­te. Wir las­sen uns von Google durch die Strassen von Nizza zum Hotel Anantara Plaza Nice Hotel füh­ren. Wir ver­pas­sen die Einfahrt, so unschein­bar ist die­se. Nach einer Ehrenrunde hal­ten wir vor dem Eingang. Was für ein Empfang, gross­ar­tig, wir sind sehr ange­nehm über­rascht. Auch für unse­re E‑Bikes wird eine Lösung gefun­den und bald dar­auf ruhen wir uns im Hotelzimmer von der Fahrt aus. Es klopft und eine Flasche Prosecco mit Chips und Olivenpaste wird uns als «klei­ne» Aufmerksamkeit des Hauses ser­viert. Wie toll ist das denn! Auch das Zimmer in war­men tönen gehal­ten gefällt uns aus­nahms­los gut. Jetzt freu­en wir uns auf die kom­men­den Tage.

Entschleunigung im Hotel Anantara Plaza Nice

Nach unse­ren doch mäs­si­gen Erfahrungen bezüg­lich Hotellerie in Sizilien waren wir von der hohen Servicebereitschaft der Mitarbeitenden des Hotels Anantare Plaza Nice mehr als posi­tiv über­rascht. Ja wir haben das sogar sehr genos­sen, umsorgt zu sein und jeder­zeit ein offe­nes Ohr mit kon­kre­ten Empfehlungen zu haben. Zum Beispiel wur­de uns die Biketour um Mont Chauve durch den Concierge Service emp­foh­len, inklu­si­ve der GPX Daten. Ja, wie toll ist das den! Ebenfalls hat uns das modern ein­ge­rich­te­te Zimmer und im Besonderen die Dachterrasse gut gefal­len. Über den Dächern von Nizza das Frühstück mit Blick auf das Meer zu genies­sen, das war ein­fach traum­haft.

Anantara Plaza Nice Terrasse

Die Promenade des Anglais und die Altstadt

Die Promenade des Anglais erstreckt sich ent­lang der Küste über meh­re­re Kilometer. Die Promenade bie­tet einen spek­ta­ku­lä­ren Blick auf das tür­kis­far­be­ne Mittelmeer und ist ein belieb­ter Ort für Spaziergänge, Radtouren und Jogging. Restaurants, Bars und Sitzbänke, die einen herr­li­chen Blick auf das Meer hin­aus bie­ten, laden zum Verweilen ein. Die Promenade des Anglais hat uns wirk­lich sehr gut gefal­len. Mitunter den­ken wir, das die­se eine der schöns­ten Promenade ent­lang des Mittelmeer ist.

Nizza Promenade des Anglais

Die Altstadt von Nizza, auch bekannt als Vieux Nice, ist ein wun­der­schö­ner his­to­ri­scher Stadtteil, der sich hin­ter der Promenade des Anglais befin­det. Die Altstadt besteht aus engen Gassen, die von pas­tell­far­be­nen Häusern gesäumt sind. Die Vieux Nice bie­tet eine Fülle von Geschäften, Restaurants und Bars. Es lohnt sich also durch­aus ein paar Stunden in die­sem his­to­ri­schen Stadtteil von Nizza zu ver­brin­gen.

Chateau Eza in Eze

Auf einem Hügel zwi­schen Nizza und Monaco liegt das male­ri­sche Dorf Eze. Mit sei­nen ver­win­kel­ten und schma­len Gassen ist Eze ein belieb­tes Tagesausflugsziel. Wir haben im Chateau Eza für drei Nächte gebucht. Das Schloss, in dem das Hotel unter­ge­bracht ist, hat eine lan­ge Geschichte. Man tut also gut dar­an sich dar­auf ein­zu­stel­len, das man sich in alten Gemäuern befin­det. Traumhaft aber ist die Aussicht auf das Mittelmeer und die Küste sowie das ange­schlos­se­ne Gourmet-Restaurant.

View Chateau Eze

Tagesausflug nach Monaco

Einmal im Leben nach Monaco, haben wir uns gesagt. Und ja, es hat uns gefal­len. Nachträglich gese­hen, hät­ten wir bes­ser nur eine Nacht im Chateau Eza und dafür zwei Nächte in Monaco ver­bracht. Wir wer­den das noch nach­ho­len. Parkieren tun wir im Parking du Chemin des Pecheurs. Das Parkhaus liegt unter­halb der Altstadt. Rolltreppen und Lifte brin­gen uns bequem in die Altstadt. Was auf­fällt, alles ist bes­tens unter­hal­ten, kein Abfall, kei­ne Farbe die abblät­tert, man merkt, hier ste­hen aus­rei­chend finan­zi­el­le Mittel zur Verfügung. Wen wun­derst. Wir schlen­dern durch die Gassen bis zum Place du Palais. Die Sicht auf den Yachthafen und auf die Formel 1 Strecke ist sehens­wert.

Skyeline Monaco Yachthafen

Rechts vom Place du Palais führt der Weg run­ter zum Yachthafen. Die Vorbereitungen für das Formel 1 Rennen sind schon voll im Gange, die Tribünen ste­hen schon in Teilen. Die Mega-Yachten die hier ankern sind schon impo­sant und doch ver­schliesst sich uns der Sinn von sol­chem Luxus, sofern er nicht wirk­lich zum woh­nen und arbei­ten gebraucht wird. Dennoch, unbe­strit­ten sind die­se Yachten schön anzu­se­hen. Wir genies­sen ein Glas Wein und einen klei­nen Lunch beim Yachthafen und ent­schei­den uns noch in Richtung Casino zu gehen. Die Kombination vom Hotel de Paris und dem Casino ist schon ein­drück­lich, wie auch die gan­ze Hochhausarchitektur in die­sem Bereich. Wir schau­en uns um und beschlies­sen dass wir noch­mals nach Monaco zurück­keh­ren wer­den.

Tip beim Yachhafen: La Pecherie U Luvassu, ange­schlos­sen ist auch ein Restaurant, was also gefischt wird, kann auch bestellt respek­ti­ve geges­sen wer­den. Allerdings, ohne Reservation ist da gar nix zu machen! Das hat auch für uns gegol­ten, scha­de.

Mit unseren E‑Bikes auf Entdeckungstour

Wir haben drei E‑Bike Touren im Komot vor­ge­plant.

  • Die ers­te Tour führt uns vom Hotel zum Mont Chauve.
  • Die zwei­te führt uns über Villefranche-sur-Mer zum Cap Ferrat
  • und die drit­te fürhte uns von Eze aus auf den Mont Leuz.

Tour Mont Chauve

Vom Hotel aus geht es auf Radwegen quer durch die Stadt. Anschliessend fah­ren wir auf weni­ger befah­re­nen Nebenwegen in Richtung Mont Chauve. Es ver­geht doch eini­ge Zeit, bis der Verkehr merk­lich nach­lässt und wir uns auf kaum mehr befah­re­nen Wegen befin­den. Die Umrundung des Mont Chauve erfolgt auf einer Naturstrasse wel­che durch die typi­sche medi­ter­ra­ne Vegetation führt. Es gefällt uns sehr gut. In Aspremont geneh­mi­gen wir uns einen Lunch im le Saint Claude. Anschliessend führt uns der Rückweg nur noch berg­wärts nach Nizza, wie ange­nehm.

E-Bike Tour Mont Chauve Nizza

Tour Umrundung Cap Ferrat

Bezüglich Höhenmetern ist die­se Rundtour deut­lich ent­spann­ter. Dafür sind wir aber zeit­wei­lig ver­stärkt dem Verkehr aus­ge­setzt. Entlang der Promenade des Anglais zu peda­len macht rich­tig Spass. Entlang der Küste umrun­den wir den Mont Boron, durch­fah­ren den Villefranch-sur-Mer und umrun­den anschlies­send das Cap Ferrat, wo sich eine Villa an die ande­re reiht.

E-Bike Tour Cap Ferrat

Eigentlich woll­ten wir im Club Dauphin zum Lunch ein­keh­ren. Der Portier erklärt uns, dass im Moment nur Getränke ser­viert wer­den, aber im Grand-Hotel du Cap-Ferrat das Restaurant offen hat. Wir peda­len zum Hotel, am Eingangstor wer­den wir kri­tisch beäugt, doch beim Hotelempfang ist davon nichts mehr zu spü­ren. Unsere E‑Bikes wer­den in der Garage abge­stellt und wir wer­den zum Restaurant geführt. Nach einem klei­nen fei­nen Imbiss wird uns emp­foh­len den Kaffe im Club Dauphin zu neh­men. Wir spa­zie­ren also durch die sehr schö­ne Gartenanlage des Grand-Hotel zum Club Daupin, wel­cher fast auf Meereshöhe liegt, aus­ge­stat­tet mit einer schö­nen Poolanlage. Die Sicht ist auf die Küste und das Meer ist wirk­lich sehr schön. Anschliessend holen wir wie­der unse­re E‑Bikes und machen uns auf den Rückweg nach Nizza.

Tour Eze – Mont Leuze

Im Gegensatz zu Nizza, hält sich hier der Verkehr in Grenzen. Die Rundtour um das Gebiet Mont Leuze gefällt uns sehr gut. Die Naturstrassen sind ver­kehrs­frei und füh­ren durch lich­te medi­ter­ra­ne Wälder. Wir genies­sen die Ausblicke und las­sen uns auf die­ser kur­zen Bikrunde viel Zeit.

E-Bike Tour Eze Mont Leuz

Kulinarische Erlebnisse rund um Nizza, Eze und Monaco

Frischer Fisch steht bei uns auf ers­ter Stelle. Und wenn immer mög­lich, suchen wir Restaurants auf, wel­che sich auf Fisch und Meeresfrüchte spe­zia­li­siert haben. Sehr schö­ne Erfahrungen haben wir in den fol­gen­den Restaurants gemacht:

  • SEEN by Olivier (im Palace Nice Hotel): Sashimi & Sushi mit schö­ner Weinbegleitung auf der Terrasse des Hotels
  • Peixes – Opera, rus­ti­kal ein­ge­rich­te­tes Restaurant, first come first ser­ve, also kei­ne Reservierung mög­lich, Fisch und Meeresfrüchte, Tapas Portionen zum Sharen, war wun­der­bar
  • Chateau Eza, Gourmet Gastronomie, seit kur­zem mit einem Micheline Stern
  • La Mere Germaine in Villefranch-sur-Mer, der Fang des Tages wird prä­sen­tiert, wir haben uns für den Barracuda ent­schie­den.
  • Wine Palace Monte Carlo – aus­ge­zeich­ne­ter Lunch mit tol­lem Ausblick auf den Yachthafen.

So üppig die Weinkarten sind, so dürf­tig sind die Angebote für Wein per Glas. Dies war ins­be­son­de­re im Chateau Eza und im La Mere Germaine eine her­be Enttäuschung.

Ebenfalls kön­ne wir im Le Negresco Hotel das La Rotonde für ein ent­spann­tes Dinner sowie The Bar für einen Apero emp­feh­len. The Bar im Hotel Negresco ist eine Institution  in Nizza, ein­ge­rich­tet in einem klas­si­schen eng­li­schen Stil. Die ein­zig­ar­ti­ge Atmosphäre sowie die her­vor­ra­gen­de Auswahl an Getränken zieht Besucher aus der gan­zen Welt an.

Lohnt es sich Nizza im März zu besuchen?

Nizza im März ist eine tol­le Destination, sofern das Wetter mit­spielt. Die Stadt bie­tet ein medi­ter­ra­nes Klima mit mil­den Temperaturen und viel Sonnenschein. Es ist auch eine Zeit, in der die Stadt weni­ger über­füllt ist als in den Sommermonaten, was ein ange­neh­me­res Erlebnis ermög­licht. Allerdings ist das Wetter im März in Nizza nicht immer vor­her­seh­bar, und es kann immer noch kühl und reg­ne­risch sein. Deshalb ist es rat­sam, kurz­fris­tig zu buchen und die Wettervorhersage im Auge zu behal­ten. Wenn das Wetter gut ist, gibt es vie­le Aktivitäten, die man in Nizza unter­neh­men kann, wie zum Beispiel Spaziergänge ent­lang der Promenade des Anglais, Ausflüge in die Altstadt und die Umgebung.

Zusammenfassend ist Nizza im März eine groß­ar­ti­ge Destination für alle, die die Stadt ohne die übli­chen Touristenmassen erle­ben möch­ten, sofern das Wetter stimmt. Für das Auge spricht die sehr schön unter­hal­te­ne Promenade sowie die Häuser und Hotels, für den Gaumen spricht die vie­len tol­len Restaurants mit fri­scher Fisch- und Meeresfrüchteküche. Von Nizza aus las­sen sich auch wei­te­re Destinationen wie z.B. Monaco in kur­zer Zeit errei­chen.

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