Parador Mazagon Steg zum Strand Andaluisen Spanien

Parador de Mazagon — Toplage am Meer

von | 17.12.2017 | Europa, Paradores Spanien, Spanien

Unterwegs nach Mazagon

Wir ver­las­sen das wun­der­schö­ne Hinterland von Andalusien.  Auf dem Weg Richtung Atlantik ver­än­dert sich das Bild von Andalusien jedoch sehr zum nega­ti­ven. Das ist die Seite von Spanien, die wir nicht mögen. Industrie, flä­chen­wei­se Monokulturen von irgend­was, Treibhäuser soweit das Auge reicht, aus­ge­trock­ne­te Ebenen, Bauruinen usw. Eine irgend­wie miss­han­del­te Landschaft. Mazagon, eine Retortenstadt, bie­tet selbst kein nen­nens­wer­tes Ambiente und ist im spä­ten September wie aus­ge­stor­ben.

Parador de Mazagon — direkt am Meer gelegen

Wir errei­chen das Parador de Mazagon, unse­re nächs­te Unterkunft, direkt am Meer gele­gen. Das Parador ist lei­der ein wenig ent­täu­schend. Die Lage zwar wun­der­voll, aber etwas her­un­ter­ge­kom­men, ver­lebt, reno­va­ti­ons­be­dürf­tig kommt es uns vor. Das ers­te Zimmer will so gar nicht gefal­len, kei­ne Aussicht, dun­kel. Wir sind froh, dass wir wech­seln kön­nen und ein Zimmer in der obe­ren Etage bezie­hen kön­nen. Hier ist es hel­ler und man sieht das Meer gut. So geht’s, das Zimmer ist geräu­mig und ein doch recht ansehn­li­cher Balkon, auch möbliert, macht noch mehr dar­aus.

Parador de Mazagon Pool Andalusien Spanien
Wir las­sen uns vom Kellner hier im Parador ein Restaurant in Mazagon emp­feh­len für das Dinner. Naja, Touristenfood, ohne dass es, aus­ge­nom­men uns, Touristen hat: komi­sches Gefühl, die ein­zi­gen Gäste zu sein. Die ers­te erhal­te­ne Empfehlung wäh­rend unse­rer Ferien, die nicht zu einem kuli­na­ri­schen Highlight führt, scha­de.

Wechselhaftes Wetter bestimmt die nächsten Tage

Es ist grau, es reg­net immer mal wie­der. Wir kön­nen den wun­der­ba­ren kilo­me­ter­lan­gen Strand nur spa­zie­rend genies­sen, aber auch das ist schön. Die Poolanlage des Parador de Mazagon ist wie aus­ge­stor­ben, wen wundert’s? Aber schön wäre sie auf jeden Fall. Ein biss­chen scha­de und trau­rig ist auch, dass es frü­her in die­sem Jahr hier um das Parador her­um einen immensen Waldbrand gege­ben hat, was über­deut­lich sicht­bar und sogar noch riech­bar ist. Auch Teile der Paradorinfrastruktur wur­den zer­stört. Wie durch ein Wunder sind die Gebäude ver­schont geblie­ben, oder sie konn­ten geret­tet wer­den.

Den ers­ten Tag ver­brin­gen wir hier mit chil­len. Ein biss­chen lesen, stri­cken, den Balkon genies­sen, es ist immer noch sehr warm und ange­nehm. Wir dinie­ren auch hier im Parador de Mazagon, was ganz ok ist. Aber gleich­zei­tig ver­mis­sen wir schon jetzt die wun­der­ba­re Küche, die wir in der Sierra genies­sen konn­ten.

Den Tag dar­auf ver­brin­gen wir am Strand, machen einen sehr lan­gen Spaziergang Richtung Mazagon. Am Nachmittag fah­ren wir Richtung Matalascanas. Wir par­kie­ren unser Auto und fol­gen einem Wanderweg durch den Pinienwald Richtung Meer. Sehr schön. Wir nut­zen die Gelegenheit, unse­re Fotografie Kenntnisse zu ver­bes­sern und die Raffinessen unse­rer Kamera bes­ser ken­nen zu ler­nen. Learning by doing! Der Strand und die Pinienwälder im Nationalpark Coto de Donana bie­ten vie­le schö­ne Motive dafür.

Nationalpark Coto de Donana Pinienwald Andalusien Spanien
Nationalpark Coto de Donana Strand Andalusien Spanien

Taberna Capitan Salitrein Mazagon — urtümlich, traditionell und lecker

Am Abend besu­chen wir das klei­ne Restaurant Taberna Capitán Salitrein in Mazagon. Ein total sym­pa­thi­scher Spanier emp­fängt uns, ein paar klapp­ri­ge Tische und Stühle befin­den sich im Restaurant, eine Bar, an der drei Männer sit­zen, wie immer refe­rie­rend, viel Zeugs was her­um­steht und liegt, was mit Fischerei zu tun haben könn­te. Ui, IHR ist nicht ganz wohl bei der Sache, ER ist sich sei­ner Sache sehr sicher. Die Speisekarte hat kei­ne Preise, was uns  gar nicht stört, sie ist nicht sehr umfang­reich, aber inter­es­sant. Und sie­he da, der sym­pa­thi­sche Spanier macht alles sel­ber, in der klit­ze­klei­nen Küche, die nur durch eine Wand vom Gastraum abge­trennt ist. So urtüm­lich, so spa­nisch, so tra­di­tio­nell, so lecker…… wäh­rend wir essen kom­men immer mehr Gäste, nur Einheimische. Ist das ein tol­les Erlebnis, ein tol­ler Abschluss für die­se Gegend…..

Ueber Rocio nach Sevilla

Es geht wei­ter Richtung unse­rer letz­ten Destination für die­se Reise: Sevilla. Wir machen aber auf dem Weg dahin noch einen klei­nen Abstecher nach Rocio, ein klei­nes Wallfahrtsstädtchen, kei­ne Teerstrassen, nur Sandpisten, vor fast jedem Haus eine Anbindestelle für Pferde, sehr schö­ne Häuserfassaden, gut unter­hal­ten, aber …. ziem­lich aus­ge­stor­ben

Rocio Andalusien Spanien
Viele Touristen kom­men per Auto an, aber die Häuserreihen wir­ken unbe­wohnt und auf den Strassen sind nur die Touristen unter­wegs. Wir ler­nen spä­ter, Wikipedia sei Dank, dass zu Pfingsten das gros­se Wallfahrtsfest statt­fin­det mit bis zu 1 Million Besuchern.

Auf Nebenstrassen fah­ren wir wei­ter Richtung Sevilla. Doch es will nicht so recht Freude auf­kom­men und so ent­schlies­sen wir uns, für die letz­ten Kilometer die Autobahn zu neh­men.

Unsere Reisedestinationen auf der Rundreise Andalusien:

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