Dorf in Andalusien Spanien

Wo Andalusien einfach nur herrlich ist

von | 06.12.2017 | Spanien

Unterwegs nach Zufre

Nach der wun­der­ba­ren Erfahrung in der Sierra Norte de Sevilla machen wir uns auf den Weg nach Zufre nahe der Sierra Aracena. Wir möch­ten eigent­lich die A450 neh­men, sind etwas ver­un­si­chert, weil es ein Schild hat, was wir nicht ver­ste­hen. Wir wagen es. Die Strasse wäre der Hammer, aber irgend­wo dann ein­fach gesperrt. Schade. Wir fah­ren etwas wei­ter nörd­lich die A5301, auch schön, wie­der die­se spe­zi­el­len lich­ten Korkeichenwälder. Bald dar­auf errei­chen wir die Casa Vesta.

Casa Vesta — traumhaft mit sensationeller Aussicht

In Zufre logie­ren wir in der Casa Vesta: traum­haft schön gele­gen, mit einer sen­sa­tio­nel­len Aussicht über die Sierra und den nahe­ge­le­ge­nen Stausee. Unser Zimmer mit Terrasse ist eben­falls wun­der­schön. Wir rich­ten uns ein wenig ein und genies­sen dann den Rest des Nachmittags an der Poolanlage: Infinity Pool.

Casa Vesta Hotelzimmer Zufre Andalusien Spanien
Casa Vesta Superior Room Terrasse Andalusien Spanien
Casa Vesta Zufre Andalusien Spanien
Casa Vesta Infinity Pool Zufre Andalusien Spanien
Casa Vesta Veranda Zufre Andalusien Spanien

Auf Endeckungstour rund um Zufre

Am Abend machen wir uns auf Entdeckungstour ins Dorf Zufre. Diese Dörfer sind ein­fach so schön, die­se engen Gassen, steil am Hang, noch so urtüm­lich. Die Bewohner sit­zen noch immer vor ihren Haustüren und reden und refe­rie­ren. Die Plaza ist bevöl­kert mit spie­len­den Kindern, Erwachsenen, die in den Bars sit­zen trin­kend und rau­chend und refe­rie­rend, ein quir­li­ges, leben­di­ges und lau­tes hin und her. Auch wir set­zen uns in ein Restaurant. Hier spricht defi­ni­tiv nie­mand eng­lisch. Wir müs­sen uns mit Händen und Füssen ver­stän­di­gen und ver­su­chen, die Speisekarte mit Hilfe von Übersetzungsapps zu ver­ste­hen. Das Resultat: wir bestel­len unge­wollt Leber mit Zwiebeln. Zweifellos sehr deli­kat, aber nicht unser Ding. Wir müs­sen Farbe beken­nen und sagen: no nos gus­ta eso. Die Dame des Restaurants hat vol­les Verständnis, kei­ne Frage, sie nimmt es zurück, lächelt, total freund­lich, ver­rech­net es auch nicht. So toll. Schlussendlich essen wir wirk­lich sehr gut, erstaun­lich gut. Das war aber erst der Anfang.

Wanderung nach Higuera de la Sierra — kulinarisch Genüsse

Am kom­men­den Morgen emp­fiehlt uns der Herr des Hauses Casa Vesta eine 14 km lan­ge Wanderung von Zufre nach Higuera de la Sierra, und dort auch gleich noch ein Restaurant, das  Jacarandá, für unse­ren Lunch. Er reser­viert alles für uns: das Restaurant sowie den Abholservice von dort wie­der zurück nach Zufre. Wir machen uns auf den Weg. Es ist nicht ganz ohne, heiss, anstren­gend, aber schön. Wir haben uns das Mittagessen ver­dient und wir schlem­men. Das Restaurante Jacarandá ist der Hammer. Meine Güte, dass man soooo fein essen kann. Der Abholservice klappt auf die Minute und wir sind ein­fach nur fröh­lich müde vom Wandern und vom genies­sen des Essens.

Olivenhein Zufre Andalusien Spanien
Eichen-schwarze Schweine Andalusien Spanien

Noch mehr kulinarsche Genüsse —  Restaurant Arrieros in Linares de la Sierra

Wir machen Pause. Am Abend haben wir gleich noch­mals eine Restaurant Empfehlung und Reservation vom Chef des Hauses in . Wir las­sen uns vom Navi füh­ren, aber sind uns wie­der nicht ganz bewusst, dass man mit dem Auto ein­fach bes­ser nicht in die­se Dörfer rein­fah­ren soll­te, obwohl man eigent­lich sogar darf. Enge stei­le Gassen, Abzweigungen, Kurven, in stän­di­ger Angst, dass es gar nicht mehr wei­ter gehen könn­te und alles wie­der zurück im Retourgang. In etwa so ist das Gefühl. Schluss damit. Wir par­kie­ren und gehen zu fuss. Das Restaurant Arrieros unter frei­em Himmel im Garten, über­freund­li­che und sehr sym­pa­thi­sche Bedienung, kein Englisch, aber …. kaum zu glau­ben, die­ses Dinner über­trifft in Raffinesse und Geschmack noch unse­ren Lunch von heu­te Mittag. Ausgezeichnet. Die anda­lu­si­sche Küche lässt kei­ne Wünsche offen.

Aracena — Hauptort der gleichnamigen Sierra

Es ist Samstag und wir möch­ten ger­ne die Grotten de Las Maravillas besu­chen. Nach der Wanderung ges­tern ist etwas weni­ger lau­fen ange­sagt. Wir machen uns auf den Weg nach Aracena, par­kie­ren unse­ren Wagen dies­mal gleich aus­ser­halb des Dorfes und suchen zu Fuss die Gruto de Las Maravillas. Die Schlange vor dem Ticketschalter ist lang. Blöd, wir haben nicht dran gedacht, dass Wochenende ist. Egal, wir ste­hen an und kau­fen Tickets für den Montag. Jetzt, da wir schon mal hier sind, schau­en wir uns Aracena an. Diese Dörfer, SIE wür­de sich nur wie­der­ho­len. Die Bilder beschrei­ben bes­ser.

Aracena Andalusien Spanien
Glockenturm Castillo Aracena Andalusien Spanien
Grünes Fenster Aracena Andalusien Spanien

Chillen, bloggen und mehr

Nach einem klein gedach­ten, aber effek­tiv grös­ser aus­ge­fal­le­nen Lunch in Aracena, fah­ren wir zurück zur Casa Vesta und ver­brin­gen den Nachmittag und Abend hier: blog­gen, Aussicht genies­sen, gemüt­lich. Sehr gemüt­lich wird das Nachtessen. Der zustän­di­ge Mitarbeiter des Casa Vesta, es ist jeweils am Abend nur eine Person vor Ort und die­se Person macht alles allein: kochen, ser­vie­ren, Tor bedie­nen, Gäste emp­fan­gen, Check-in und ‑out usw., die­ser für uns zustän­di­ge Mitarbeiter legt einen Service für uns hin, der per­fek­ter nicht sein könn­te. Hut ab vor die­sem Mann und ein herz­li­ches Dankeschön.

Casa Vesta Nachtaufnahme Zufre Andalusien Spanien

Erkundung der Sierra Aracena

Den Sonntag ver­brin­gen wir damit, die Sierra Aracena mit dem Auto zu erkun­den. Wir besu­chen Alajar,  Fuenteheridos und Castano del Robledo, alles klei­ne Dörfer, tou­ris­tisch kaum berührt, ein­ge­bet­tet in die Landschaft der Sierra. Enge Gassen mit Steinen gepflas­tert, weis­se zwei­stö­cki­ge Häuserreihen, alles sau­ber gepflegt und auf­ge­räumt. Ein wirk­lich sehr schö­nes Bild. Castano del Robledo ist, oh wie erstaun­lich, umringt von Kastanienbäumen. Die Kastanien sind am Runterfallen, die Bäume voll davon. Diese Kastanienwälder zie­hen sich wei­ter bis kurz vor Aracena, wir sind  auf einer Höhe von ca. 700 bis 800 m.ü.M. Weiter unten dann wie­der die Korkeichenwälder und immer wie­der rie­si­ge Weiden mit Ziegen, Schweinen, Schafen, Pferden, Eseln und Mulis. Schön!

Alajar Adalusien Spanien

Am Abend wagen wir einen nächs­ten Versuch im Dorf Zufre zu dinie­ren. Es gibt da noch eine Taberna und ja, es ist recht gut, sogar eine Steigerung im Vergleich zum ers­ten Versuch.

Die Grotte de las Maravillas in Aracena

Am Montag Morgen heisst es ziem­lich zügig zu früh­stü­cken und zu packen. Nur wie­der­wil­lig ver­las­sen wir die­sen wun­der­schö­nen Ort Casa Vesta. Um 11 Uhr ist die Führung in der Grotte de las Maravillas, einer der gröss­ten Höhlen in Spanien. Der Eingang zu den Höhlen befin­det sich übri­gens an der Calle Pozo del La Nieve (Fussgängerzone). Die Grotten sind eine «Wau» Erfahrung. Faszinierend, wun­der­schö­nes Farben- und Formenspiel, unglaub­lich wie es in der Erde drin aus­se­hen kann. Die Führung dau­ert in etwa eine Stunde. Nach die­sen beein­dru­cken­den Bildern ver­las­sen wie die Sierra Aracena. Es ist eine tol­le Gegend, wun­der­schö­nes herr­li­ches Andalusien. Auf dem Weg Richtung Atlantik ver­än­dert sich das Bild von Andalusien jedoch sehr zum nega­ti­ven.

Unsere Reisedestinationen auf der Rundreise Andalusien:

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Reisebericht Sierra Aracena — Casa Vesta Zufre — Reiseblog VACANZAS

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