Plaza Bolivar Bogota Kolumbien

Reisebericht Bogota — Altstadt La Candelaria und der Hausberg Monserrat

von | 07.02.2019 | Kolumbien

Reisebericht Bogota kurz zusam­men­ge­fasst: 2 Nächte in Bogota, ganz­tä­gi­ge Citytour, Erkundung der Altstadt La Candelaria, mit der Standseilbahn auf den Hausberg Monserrat, Besuch des Gold- und Botero-Museums sowie eines Gemüsemarktes, fla­nie­ren auf der Plaza de Bolivar.

Ankunft in Bogota

Auf dem Flug von San Jose nach Bogota Kolumbien beglei­ten uns Turbulenzen. Nach der Landung heisst es wie­der anste­hen für die Immigration. Die Dame ist ziem­lich gries­grä­mig, stem­pelt aber dann den Pass, das ist ja die Hauptsache. Um kei­nen Stress mit den Taxis zu haben, man liest ja da die ver­rück­tes­ten Sachen, habe ich mir einen Abholservice orga­ni­siert. Am ver­ein­bar­ten Treffpunkt, Ausgang 6, steht aber nie­mand, dafür drän­gen sich beim Ausgang 5 dut­zen­de von Leuten mit Abholschildern, auch mein Name wird auf­ge­hal­ten, per­fekt.

Nach einer guten hal­ben Stunde hal­ten wir an der Adresse wo mei­ne Unterkunft, die Casa Candelaria B&B, sein soll­te, aber nichts deu­tet auf die Casa Candelaria hin. Ich kling­le mal, aber nichts regt sich. Der Chauffeur sieht mei­ne Unsicherheit und kommt zur Tür. Er klin­gelt bestimm­ter (län­ger) und ja, jetzt mel­det sich jemand. Paula, die mich emp­fängt, führt mich ins Zimmer und erklärt, natür­lich alles auf Spanisch, doch mehr oder weni­ger kann ich ihr fol­gen. Das Zimmer ist, na ja, rus­ti­kal. Nicht unbe­dingt, dass was ich erwar­tet habe. WC / Bad ist offen, kei­ne Türen, fin­de ich nicht so toll, gut dass ich allei­ne bin. Doch was am meis­ten stört, das Bett ist hart wie ein Brett.

Erkundung der Altstadt La Candeleria Bogota

Nach einer kur­zen Ruhepause mache ich mich auf den Weg in die Altstadt von Bogota, die La Candelaria. Ein wenig unsi­cher bin ich schon, all die Räubergeschichten die man liest hin­ter­las­sen Spuren. Doch mit jeder Minute wer­de ich gelas­se­ner. Bogota liegt im Herzen von Kolumbien auf einer Höhe von 2’600 Meter ü.M. und die La Candelaria in Bogota ist das eigent­li­che his­to­ri­sche Zentrum, wo sich auch die meis­ten geschicht­lich bedeu­te­ten Sehenswürdigkeiten von Bogota befin­den.

In den Fussgängerzonen rei­hen sich die Strassenverkäufer. Das Angenehme, kei­ne Aufdringlichkeit. Die fah­ren­den Händler, wel­che vor allem Früchte und Säfte auf ihren Karren anbie­ten, prei­sen ihre Produkte über Lautsprecher an. Keine Ahnung ob die Einheimischen etwas ver­ste­hen, ich auf jeden Fall nicht.

Barriao La Candelaria Bogota Kolumbien
Barriao La Candelaria Bogota Kolumbien
Zurück in der Unterkunft tref­fe ich Maike und Martina aus Deutschland. Sie kön­nen ihren Safe nicht mehr öff­nen und draus­sen steht das Taxi und war­tet auf die Bezahlung. Ich hel­fe aus und dann ver­su­chen wir alle gemein­sa­me, inklu­si­ve der Eigentümerin der Unterkunft, den Safe zu öff­nen. Alles nützt nichts, so wird für den nächs­ten Morgen der Schlüsselservice auf­ge­bo­ten (wel­cher dann schluss­end­lich den Safe gewalt­sam öff­nen muss­te). Wir gehen noch gemein­sam Essen, ein unter­halt­sa­mer Abend im Restaurant El Son De Los Grillos, bei einer guten Flasche Wein.  Das El Son De Los Grillos in der Candelaria kann ich vor­be­halts­los emp­feh­len. Sowohl das Essen wie auch der Service waren aus­ge­zeich­net. Auch hat die Inneneinrichtung gefal­len.

Citytour Bogota

Am nächs­ten Morgen steht die Citytour durch Bogota an. Andreas Bachmann, ehe­mals aus Berlin, wohnt schon seit über 25 Jahren in Bogota. Er wird mir in den nächs­ten Stunden Bogota ver­tieft zei­gen. Auf dem Programm steht: Die Altstadt (Candelaria), Streetart (Graffitis), der Hauptplatz von Simon Bolivar (er hat erfolg­reich die Revolution gegen die Spanier initia­li­siert und schluss­end­lich die Unabhängigkeit von Spanien erwirkt), der Hausberg Monserrate, das Gold Museum (sehr emp­feh­lens­wert), der Obstmarkt «Paloquemado», die Plaza Bolivar und das eben­falls sehens­wer­te Botero Museum. OK eigent­lich war alles sehens- und emp­feh­lens­wert.

Hausberg Monserrate

Der Hausberg Monserrate liegt auf knapp 3200 Metern über Meer und ist vor allem am Wochenende bei schö­nem Wetter ein Ausflugsziel nicht nur von Touristen, son­dern auch von der loka­len Bevölkerung. Und es war Sonntag und es war schö­nes Wetter, so reih­ten wir uns in die lan­ge Schlange ein, wel­che mit der Standseilbahn auf den Berg woll­ten. Der Betrieb der par­al­lel geführ­te Luftseilbahn ist im Moment ein­ge­stellt (Stand Januar 2019), da die Kabine durch einen Bedienungsfehler des Personals erst durch die Station end­gül­tig abge­bremst wur­de!. Oben ange­kom­men geniesst man einen wun­der­schö­nen Blick auf die Stadt Bogota. Ebenfalls gibt es 2 Restaurants und nach Andreas wür­de es sich loh­nen an einem Abend dort oben mit Blick auf die erleuch­te­te Stadt ein Nachtessen zu genies­sen.

Hausberg Monsserat Bogota Kolumbien

Obst- und Gemüsemarkt Paloquemado

Auch auf dem Rückweg heisst es anzu­ste­hen, wir quet­schen uns in die Standseilbahn, wel­che mit einem Ruck anfährt. Unten ange­kom­men neh­men wir den Bus zum Obstmarkt. Auch das eine Erfahrung, die loka­len Stadtbusse sind alt, hand­ge­schal­tet, hart gefe­dert und die Strassen sind na ja alles ande­re als in einem guten Zustand. Kräftig durch­ge­rüt­telt errei­chen wir den Markt. Die Vielfalt an Früchten und Gemüse ist benei­dens­wert. Es herrscht reges Treiben, nicht nur Restaurants ver­sor­gen sich hier, son­dern auch Familien wel­che Wocheneinkäufe täti­gen. Auch sagt Andreas, dass die Preise hier immer noch ver­han­del­bar sei­en.

Sehenwerte Musen: Das Gold- und Botero-Museum

Zum Abschluss besu­chen wir noch das Gold Museum (gespons­ort von der Nationalbank) wel­che die Schätze der Ureinwohner auf­zei­gen, min­des­tens das, was die Spanier nicht ein­ge­schmol­zen haben. Die Handfertigkeit der Ureinwohner bei der Schmuckherstellung ist ein­drück­lich und abso­lut sehens­wert. Ebenfalls soll­te man nicht ver­pas­sen die Bilder und Skulpturen von  Botero im gleich­na­mi­gen Museum zu besich­ti­gen.

Am spä­te­ren Nachmittag ver­ab­schie­de ich mich von Andreas. Habt ihr Interesse an einer Stadtführung in Bogota, dann könnt ihr Andreas über fol­gen­des E‑Mail georgybuch@yahoo.com oder Telefon +57 3118455016 errei­chen.

Sicherheit in Bogota

Die Empfehlung vom Hotel war ab 22.00 Uhr mit dem Taxi zu fah­ren und nicht mehr zu Fuss zu gehen. Selbstverständlich soll­te man in dich­ten Gedränge acht­sam sein und die Sachen so tra­gen, dass die­se nicht ein­fach aus der Tasche oder Rucksack genom­men wer­den kön­nen. Rucksäcke am Besten vor dem Bauch neh­men. Ansonsten habe ich mich aber nie wirk­lich unwohl gefühlt. Klar war ich auf­merk­sa­mer als in ande­ren Orten, aber das ist eine nor­ma­le Sicherheitsmassnahme. Am Besten hält man sich an den Empfehlungen der Einheimischen zur Sicherheit in Bogota.

Bogota habe ich als eine her­aus­for­dern­de Stadt, nicht unbe­dingt reich an geschichts­träch­ti­gen Orten, aber lebens­lus­tig, pul­sie­rend und auf kei­nen Fall zu ver­pas­sen erlebt. Ich hof­fe dass die­ser Reisebericht zu Bogota inspi­rie­ren konn­te.

Reiseberichte zur Rundreise Kolumbien

Videobeitrag zum Reisebericht Bogota

Reisebericht Bogota Kolumbien — Reiseblog VACANZAS

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