Mashi-River-Safaris-Kwando-River-Namibia

Mashi River Safaris — Tagestour auf dem Kwando River mit Übernachtung

von | 18.05.2017 | Afrika, Namibia

Zwischenstopp auf der Caprivi River Lodge

Vom Chobe Nationalpark her kom­mend führt uns unser Weg zurück nach Katima Mulilo und von dort zur Caprivi River Lodge. Hier über­nach­ten wir; ein Zwischenstopp auf dem Weg zu Mashi River Safaris. Wir genies­sen die sehr  schön am Sambezi Fluss gele­ge­ne Lodge, mit einem wun­der­bar gepfleg­ten Garten. Auch die Bungalows sind gemüt­lich rus­ti­kal ein­ge­rich­tet, das Nachtessen sogar aus­ge­zeich­net. Allen ist bewusst, die nächs­ten bei­den Übernachtungen wer­den eher wild, draus­sen im afri­ka­ni­schen Busch. Also genies­sen wir den Komfort der Lodge und berei­ten uns vor, am Abend und in der Nacht psy­chisch und phy­sisch, orga­ni­sa­to­risch am ande­ren Morgen mit auf­tan­ken und ein­kau­fen in Katima Mulilo.

Caprivi River Lodge Bungalow Namibia
Caprivi-River-Lodge-Bungalow-Namibia
Nachdem wir davon aus­ge­hen, alles im Griff zu haben, fah­ren wir los auf der B8 Richtung Kongola, wider der Empfehlung von Mary von der Caprivi River Lodge, was da war C49. Dies haben wir so ent­schie­den, um Fahrzeit zu redu­zie­ren.  Nach ca. zwei­stün­di­ger Fahrt errei­chen wir Mavunje Camp, 12 km. Südlich von Kongola auf der C49, wel­ches wir über Mashi River Safaris gebucht haben.

Mashi River Safaris — Zeltübernachtung am Kwando River

Unsere Reisepartner stel­len ihr Camp auf und rich­ten alles ein, wir bezie­hen unser ten­ted Camp, ein geräu­mi­ges Zelt mit zwei rich­ti­gen Betten drin. Im Camp gibt es alles, was es braucht: Ein WC mit Spülung, eine warm Wasser Dusche (mit einem Dunky auf­ge­heizt, will heis­sen ein mit Feuer beheiz­ter Boiler), ein gedeck­ter Essplatz, mit Tisch und Stühlen und Wänden aus Schilfmatten, sowie eine voll aus­ge­rüs­te­te Küche, alles basic, aber zweck­mäs­sig und sau­ber. Wir ver­sor­gen uns sel­ber mit einem fei­nen Nachtessen. Nach dem Abwasch set­zen wir uns so rich­tig out­door mäs­sig an die wun­der­schö­ne Feuerstelle. Ein Feuer pras­selt, der Sternenhimmel ist berau­schend und hin und wie­der ist eine Sternschnuppe zu sehen. So schön. Irgendwann, Zeit spielt kei­ne Rolle, kommt Dan vor­bei. Dan Stephens von Mashi River Safaris, ist unser Provider und Guide und der Begründer und Betreiber die­ses Camps in Zusammenarbeit mit der loka­len Bevölkerung.
Mashi-river-safaris-Mavunje-Camp-Dachzelt-aufstellen
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Dan infor­miert uns über den Ablauf von Morgen, wir haben näm­lich eine Nacht im Busch gebucht, und sonst noch über eini­ges Drum und Dran, unter ande­rem die Androhung: you will have to push the boat!!, nie­mand kann sich dar­un­ter etwas vor­stel­len, aber egal. Schon bald zie­hen sich alle in ihr Zelt zurück, die Nacht ist ruhig, man hört hin und wie­der das wun­der­schö­ne urchige Geräusch von Flusspferden im Kwando River, ein Geräusch wie wenn es tief aus Mutter Erde her­aus käme, und tau­send ande­re Tierstimmen las­sen ein Symphoniekonzert erklin­gen. Und doch, trotz all der Schönheit, IHR ist ein wenig mul­mig, wenn man sich so viel Natur nicht gewohnt ist. An schla­fen ist nicht zu den­ken. Das vege­ta­ti­ve Nervensystem ent­glei­tet, schal­tet unkon­trol­lier­bar auf Alarm. IHM geht’s gut, ER kann hel­fen. Am ande­ren Morgen bestei­gen wir das Boot von Dan: eine geräu­mi­ge Plattform auf zwei Schwimmträgern. Das Boot ist bepackt mit etli­chen Kühlboxen, zusam­men geroll­ten Schlafmatten und Zelten. Auf der Plattform ste­hen 8 Campingstühle, wir neh­men Platz. Mit von der Partie ist Clemens, ein Angolaner, er unter­stützt Dan. Clemens gibt dem Boot einen Push und los geht’s.

Auf dem Kwando River

Wir fah­ren durch eine Sumpflandschaft auf einem sehr schma­len Kanal Richtung Hauptlauf des Kwando River. Zeitweise ist es für uns nicht ersicht­lich, wohin des Weges. Der schma­le Kanal ist sozu­sa­gen zuge­stellt mit schwim­men­den Inseln aus Schilf und Papyrus, die vom Boot ein­fach auf die Seite gescho­ben wer­den kön­nen. Dan kennt sich bes­tens aus. Ohne Zögern fin­det er sei­nen Weg durch die­sen Dschungel, bis…….. Der Kwando River hat nicht so viel Wasser, wir müs­sen aus­stei­gen und lau­fen und das Boot muss tat­säch­lich von meh­re­ren Personen gescho­ben wer­den (jetzt kön­nen wir uns etwas dar­un­ter vor­stel­len!), Dan kann den Motor nicht mehr lau­fen las­sen. Es braucht ein wenig Überwindung, aber wir befin­den uns auf einem Elefantenpfad, deut­lich erkenn­bar (!!), müs­sen aber doch auch durch knie­tie­fes Wasser waten, sehen den Pfad nicht mehr, fin­den ihn aber wie­der. Ja es geht, kein Problem. Irgendwann errei­chen wir den Hauptlauf des Kwando Rivers und kön­nen das Boot wie­der bestei­gen: eine Horde von ‘Abenteurern’ mit nas­sen Shorts und stolz auf die soeben gemeis­ter­te  Herausforderung.

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Der Kwando Hauptarm ist nicht all­zu breit, gesäumt von einer Sumpflandschaft, bestehend aus Schilf und Papyrus. Hin und wie­der eine Insel oder das Festland, wir wis­sen das nicht so genau, bewach­sen mit Bäumen und Sträuchern. Wir tref­fen Flusspferde an, die nicht immer so ein­fach zu kreu­zen sind: Platzmangel. Wenn sie sich bedrängt füh­len, kön­nen sie auch ein­mal einen Angriff star­ten. Dan erzählt uns von sol­chen Ereignissen, sie sind nicht so toll aus­ge­gan­gen: Boot gesun­ken, Passagiere muss­ten sich ans Festland ret­ten, Ausrüstung weg. Und doch ist es für uns fas­zi­nie­rend, die Hippos so nahe sehen zu dür­fen und mit dem 400er Tele gibt es doch ganz beacht­li­che Bilder. Es ist ein­fach wun­der­bar, mit Boot auf dem Fluss spa­zie­ren zu fah­ren.
Mashi River Safaris Hypo Kwando River Namibia
Mashi River Safari Bienenfresser Namibia
Mashi River Safari Vogel Namibia
Die Farben sind berau­schend und wir sehen vie­le ver­schie­de­ne Vogelarten, die Dan alle benen­nen kann. Auch Rauchschwalben, die sich sam­meln, um nach Europa zu flie­gen, tref­fen wir an. Wir sind fast den gan­zen Tag auf dem Boot unter­wegs. Den Lunch neh­men wir auf dem Boot ein, ca. 20 bis 30 Meter ent­fernt von einer Gruppe Hippos. Dan hat das Boot geschickt in einen gros­sen Büschel Papyrus geparkt. So treibt es uns nicht fort und wir sind gut getarnt und stö­ren die Hippos nicht.

Auf der Suche nach Elefanten

Nachmittags möch­te Dan uns unbe­dingt Elefanten zei­gen. Er weiss, dass sie da sind, nur wo? Wir suchen lan­ge, aber schluss­end­lich fin­den wir sie. Ein klei­ne Gruppe, sie que­ren gera­de den Fluss. Ein gros­ser impo­san­ter Bulle ist dabei. Jetzt müs­sen wir uns aber beei­len, es dun­kelt schon fast ein und wir müs­sen die Insel, den Ort für unser Nachtcamp, noch bei Tageslicht errei­chen, um die Zelte auf­stel­len zu kön­nen. Wir schaf­fen es mit ver­ein­ten Kräften. Alle Zelte ste­hen, Clemens macht Feuer und berei­tet auf dem Feuer einen köst­li­chen Eintopf zu. Lagerfeuer Romantik pur…. Nicht unbe­dingt unse­re Art zu rei­sen, es ist uns bewusst, dass wir im Blog unter «wer sind wir» ande­res beschrie­ben haben. Aber Abwechslung ist auch nicht schlecht und die Komfortzone zwi­schen­durch zu ver­las­sen ist ok.

Mashi River Safaris Camp Namibia

Frühmorgens auf dem Kwando River

Wir sind aber froh, am ande­ren Morgen früh auf­ste­hen zu kön­nen, ein Boxspringbett ist es wirk­lich nicht gera­de. Schnell einen Kaffee, Clemens hat einen sehr guten zube­rei­tet, ein Stück Zwieback und ab aufs Boot. Das Licht am frü­hen Morgen ist ein­fach geni­al, die Energie des soeben erwach­ten Tages unheim­lich schön. Wir sind min­des­tens zwei Stunden auf dem Kwando River unter­wegs, Zeitgefühl lässt zu wün­schen übrig, keh­ren dann zum Camp auf der Insel zurück, wo Clemens schon alles zusam­men­ge­räumt hat. Ausserdem hat er uns ein lecke­res Frühstück zube­rei­tet. Mhhhmmmm das tut gut.

Es ist schon kurz vor Mittag, als wir uns auf den Rückweg machen ins Mavunje Camp. Dieser aben­teu­er­li­che Ausflug mit Mashi River Safaris hat sich, trotz Herausforderung, gelohnt. So nahe an der afri­ka­ni­schen Natur, so in ihr drin, ist wirk­lich ein Erlebnis und worth doing. Herzlichen Dank an Dan und Clemens von Mashi River Safaris, ein klei­nes aber fei­nes Unternehmen am Kwando River. Wir machen uns auf den Weg zur River Dance Lodge, alle mit ein und dem­sel­ben Gedanken: eine schö­ne lan­ge Dusche.

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