Amazonas Leticia Kolumbien

Leticia Kolumbien — Entdecke den Amazonas Zauber!

von | 12.02.2019 | Kolumbien

In Leticia Kolumbien, ver­brach­te ich 4 unver­gess­li­che Tage. Ich erkun­de­te die Naturreservate Marasha und Tanimboca, wag­te mich beim Canopying in Tanimboca in die Baumkronen, genoss eine mehr­stün­di­ge Bootsfahrt auf dem Amazonas, besuch­te das male­ri­sche Puerto Narino und die  Seen des Tarapotegebietes. Erfahre mehr über mei­ne Reise und las­se dich von der Schönheit des Amazonas und Leticia ver­füh­ren

Ankunft in Leticia Kolumbien

Flug von Bogota nach Leticia Kolumbien. Eigentlich dach­te ich, dass nur weni­ge nach Leticia wol­len. Der Flug von Bogota nach Leticia aber, der ist rap­pel­voll. Kaum gestar­tet, wird der Flieger arg durch­ge­schüt­telt, die Turbulenzen hal­ten eini­ge Zeit an. Man merkt die Spannung im Flieger an. Vielleicht wird auch des­halb nur ein Getränk auf dem gut zwei­stün­di­gen Flug ser­viert.

Nach einer Stunde Flugzeit brei­tet sich unten ein unend­li­ches Grün aus, durch­zo­gen von braun gefärb­ten Flüssen. Diese mäd­rie­ren in gros­sen Bogen, ein­drück­lich sieht es aus von die­ser Höhe. Wir lan­den in Letica Kolumbien. Der Flughafen bestehend jetzt noch aus ein paar Baracken, doch der Neubau ist bereits in Arbeit. Man inves­tiert in die Infrastruktur. Es wird sich zei­gen ob sich dies loh­nen wird, aber die Chancen ste­hen gut. Diese Region hat Einiges zu bie­ten was in den «ent­wi­ckel­ten» Regionen ver­lo­ren gegan­gen ist, noch unbe­rühr­te Natur!

Transfer ins Hotel Amazonas

Im Flieger hat­te ich mir schon über­legt, wie ich vom Flughafen ins Hotel kom­me. Wie nett, als ich aus der Flughafenbaracke tre­te, steht mein Name auf einem Schild. Super, irgend­wie bin ich erleich­tert. Die Dame vom Hotel Amazonas Bed & Breakfast will nicht in irgend­ein Taxi ein­stei­gen son­dern war­tet bis ein ihr bekann­tes Gesicht vor­bei­fährt.

Die Fahrt in die Stadt Leticia ist, gelin­de gesagt, unter ener­gi­schem Einsatz der Hupe ziem­lich rasant und holp­rig. Das Amazon Hotel prä­sen­tiert sich nett und zweck­mäs­sig und ist aktu­ell eine der Besten Unterkunftsoption.  Es ist nicht nur heiss, son­dern auch sehr schwül. Ich schwitz­te schon ohne mich gross zu bewe­gen. Bei der Ankunft wird ein Saft und eine Früchteschale offe­riert, wie nett. Nach dem Bezug des Zimmers ruhe ich mich zuerst mal von der Anreise aus.

Erkundung von Leticia

Wenig spä­ter mach im mich auf um die Stadt Leticia, wel­che an einem Nebenfluss des Amazons liegt, zu erkun­den. Was für eine ande­re Welt Leticia als Bogota ist, mer­ke ich schon weni­ge Minuten spä­ter. Primäres Fortbewegungsmittel ist das Motorrad, in allen mög­li­chen Variationen, vom (ur)alt bis zum moder­nen Scooter. Das über­que­ren der Strassen ist nicht so ein­fach, es herrscht ein dich­ter Verkehr an Motorrädern und Tuk Tuks. Die Autofahrer sind hier klar in der Minderheit. Strassen und Fussgängerwege sind mehr­heit­lich in einem deso­la­ten Zustand. Auch mit dem Abfall schei­nen die Bewohner von Leticia, wie gene­rell in Kolumbien, ein eher unge­zwun­ge­nes Verhältnis zu haben. Wirklich scha­de. Es ist nur zu Hoffen das sich dies in den nächs­ten Jahren ändern wird.

Leticia Kolumbien Strassenszene

Erster Kontakt mit dem Amazonas

Aber mir gefällt die kolum­bia­ni­sche Lebendigkeit von Leticia, und ich beschlies­se spon­tan zum Amazonas run­ter zu gehen um die ers­ten Fotos zu machen. Ich freue mich auf die­sen so gigan­tisch gros­sen Fluss, der eine so wich­ti­ge Lebensader für die Bewohner des Amazonasgebiete ist. Eine mat­schi­ge Stichtrasse führt mich zum Fluss. Braun und trä­ge fliesst der Fluss, ein spe­zi­el­les Gefühl. Ich lau­fe dem Malecon ent­lang, Bootshäuser mit ver­schie­de­nen Zwecken säu­men das Ufer. Weit und Breit, scheint es mir, bin ich der ein­zi­ge Tourist. So hal­te ich mich dem Fotografieren zurück, ich weiss nicht so recht wie die loka­le Bevölkerung reagiert.

Leticia Amazonas
Leticia wohnen in der Nähe des Amazonas Kolumbien
Leticia Steg Amazonas Kolumbien

Auf Empfehlung des Hotels gehe ich ins Tierras Amazónicas essen. Es liegt in einer beleb­ten Einkaufsstrasse. Zum Glück ist noch ein Tisch frei. Ich ver­su­che mich mit einem Fisch aus dem Amazonas, den Pirarucu. Der Fisch sowie die Beilagen, ser­viert auf einem Bananenblatt, mun­den her­vor­ra­gend. Wie aus hei­te­rem Himmel öff­nen sich die Himmelsschleusen, Sturzbäche ergies­sen sich auf die Strassen. Ich schau den ande­ren zu wie die Tuk Tuks ange­hal­ten wer­den, befor ich sel­ber eines anhal­te. Die Fahrt ins Hotel ist aben­teu­er­lich, im Schritttempo kämpft sich das Tuk Tuk durch die Wasserseen wel­che sich auf den Strassen gebil­det haben.

Naturschutzgebiet Natural Marasha in Peru

Für die nächs­ten 3 Tage sind Exkursionen orga­ni­siert. Juan, mein Guide, holt mich gegen 08.00 im Hotel ab. Unsere Erste Destination, das Naturschutzgebiet «Natural Marasha» in Peru. Wir lau­fen Malecon, dort lie­gen auch die Bootsanlegestellen, fast wie ein Busbahnhof, aber eben Boote. Unser Bootsfahrer war­tet bereits und wir fah­ren los. Leticia liegt an einem Nebenarm des Amazonas. Links und rechts ste­hen Gebäude auf Stelzen, ob zu woh­nen oder Gewerbe, ver­mut­lich bei­des. Bald dar­auf fah­ren wir auf dem brei­ten brau­nen Amazonas. Das ist schon ein spe­zi­ell schö­nes Gefühl, auf einem der mäch­tigs­ten Flüsse zu fah­ren.

Anlegestelle Marasha

An der Anlegestelle des Natural Marasha, es liegt auf perua­ni­schem Boden, emp­fängt uns der ein­hei­mi­sche Führer. Noch eine kur­ze Diskussion ob Gummistiefel in mei­ner Grösse vor­han­den sind, aber lei­der nein. Wir machen uns auf dem Weg und tau­chen in den Regenwald ein, noch nie wur­de hier geholzt und hof­fent­lich wird es auch so blei­ben. Die Augen des perua­ni­schen Guides, ein­fach wahn­sin­nig. Er sieht auch kleins­te nur weni­ge Zentimeter gros­se Frösche auf dem Waldboden, oder gut getarn­te klei­ne Affen. Die Tierwelt offen­bart sich nicht so wie in Afrika. Im tro­pi­schen Regenwald kön­nen sich die Tiere per­fekt ver­ste­cken. Eindrücklich, min­des­tens für mich. Nach etwa zwei Stunden gemäch­li­chem Fussmarch, immer wie­der unter­bro­chen durch Erläuterungen des Guides, errei­chen wir das Resort Natural Marasha. Es liegt direkt am namen­ge­ben­den See.

Boot Anlegestelle Marasha Naturgebiet Amazonas
Kristallfrosch Marasha Naturschutzgebiet
Marasha See Baumstamm
Naturreservat Marasha Amazonas Peru

Erreichen kann man das wun­der­schö­ne Naturreservat Marasha nur über eine Tourbuchung.  Es gibt ver­schie­de­ne Gebäudestrukturen. In der Regel über­nach­tet man hier im Zusammenhang mit nächt­li­chen Kaiman Beobachtungen. Es sind aber auch Tagesausflüge mög­lich. Auf alle Fälle ist nichts mit Baden im See, denn die Kaimane kön­nen meh­re­re Meter gross wer­den. Nach einem aus­ge­zeich­ne­ten Mittagessen und einer klei­nen Siesta pad­deln wir mit einem Holzkanu zu einem der mäch­ti­gen Bäume. Eindrücklich, misst doch der Stamm meh­re­re Meter im Durchmesser. 

Riesenbaum Marasha Naturschutzgebiet

Wir pad­deln ein­mal um den See und genies­sen die Stille und die Schönheit der Natur. Der Rückweg erfolgt durch den Mangrovenwald mit einem Boot ver­se­hen mit einer Schraube an einer lan­gen Stange. Dies ermög­licht die Fahrt im seich­ten Wasser. An der Anlagestelle ange­kom­men war­tet bereits unser Taxiboot für die Rückreise nach Leticia.

Rueckfahrt Marasha Naturreservat

Naturreservat Tanimboca Leticia

Die Flora des Naturreservats Tanimboca prä­sen­tiert sich anders als die des Naturreservats Marasha. Sie ist dich­ter, es gibt mehr pal­men­ähn­li­che Plfanzen, wel­che dicht gedrängt zwi­schen hohen Bäumen ste­hen. Beim Eintritt wer­den wir gewarnt nichts anzu­fas­sen: Bäume und sons­ti­ge Flora kön­nen Stacheln haben, auf Schlangen und gros­se Ameisen auf Blätter zu ach­ten und sich nicht von der Gruppe zu ent­fer­nen Au.f einer stün­di­gen Wanderung erkun­den wir Fauna und Flora und erhal­ten vie­le Informationen über das Schutzgebiet Tanimboca.

Amazonas Jungle Tanimboca

Canopy Tanimboca

Eigentliches Highlight ist aber eine Plattform auf 35 Meter Höhe wel­che wir am Seil erklet­tern wer­den. Nach der Einweisung geht es los, nicht ganz ein­fach die Bewegungsabläufe. Meter um Meter geht es rauf, mit Ruhepausen, geüb­te Kletterer benö­ti­gen nur weni­ge Minuten. Bei mir dau­ert es deut­lich län­ger. Oben auf der Plattform ange­kom­men ist genug Zeit um das Dach des Regenwaldes zu betrach­ten. Die Sicht über die Baumwipfel ist spe­zi­ell. Als alle Gruppenteilnehmer oben ange­kom­men sind, geht es los zur ers­ten Seilstrecke, die ist kurz, es braucht aber schon ein wenig Überwindung. Aber die Betreuung ist gut, sofort wird auf der Plattform gesi­chert. Die zwei­te Seilstrecke ist um eini­ges län­ger, und da bereits ein wenig Erfahrung gewon­nen auf der ers­ten Seilstrecke, lässt sich die­ser Teil defi­ni­tiv bes­ser genies­sen. Anschliessend wer­den wir abge­seilt.

Canopy Tanimboca 35 Meter auf der Plattform
Canopy Tanimboca Leticia Kolumbien

Mit dem Kayak durch den Dschungel

Als nächs­tens steht eine Kanufahrt auf einem klei­nen Bach an. Wir fas­sen Stechpaddel, wel­che auch schon eine bes­se­re Zeit hin­ter sich haben. Der Bach mäd­riert stark, wir las­sen uns mehr oder weni­ger trei­ben und genies­sen die Perspektive auf den Regenwald.  Nach einem spä­ten Mittagessen geht es zuück nach Leticia.

Rosafarbene Delphine  & Seen des Tarapotegebietes

Die nächs­te Exkursion führt uns nach Puerto Narino. Die fast zwei­stün­di­ge Fahrt auf dem mäch­ti­gen Amazonas gefällt mir sehr gut. Gekonnt weicht der Bootsfahrer in vol­ler Fahrt dem Treibholz aus. Nur sel­ten wird das Gas zurück genom­men. Ich dach­te, dass nebst den Städten der Amazonas nicht bewohnt ist. Weit gefehlt. Es tau­chen immer wie­der klei­ne­re Siedlungen auf. Es hat auch eini­ges an Verkehr auf dem Amazonas Fluss. Verschiedenste Boote sind unter­wegs, vom lan­gen Kanu gefüllt mit Waren bis zu Schnellbooten.

Bootsverkehr auf dem Amazonas

Puerto Narino

Puerto Narino, da habe ich gemisch­te Gefühle. Mir scheint es sehr auf den Tourismus aus­ge­rich­tet. Alles ist irgend­wie auf hübsch gemacht, der Ort ist ver­kehrs­frei, es gibt eine Vielzahl von Unterkünften und Restaurants. Es ist augen­fäl­lig, mehr­heit­lich fla­nie­ren Touristen ent­lang der Gassen. Es wirkt ein wenig wie Disneyland, künst­lich. Offensichtlicher Anziehungspunkt von Puerto Narino sind die rosa­far­be­nen Delphine und die Seen des Tarapotegebietes.

Puerto Narino Amazonas

Rosarote Delphine

Als nächs­tens wol­len wir sehen ob wir die rosa­ro­ten Delphine fin­den. Zuerst aber steu­ern wir mit dem Boot durch einen dich­ten Mangrovenwald. Kaum aus dem Mangrovenwald öff­net der Himmel die Wasserschleussen. Laut pras­selt der Regen, wir sehen kaum mehr was. Ausser rosa­ro­ten Schatten unter dem Wasser sehen wir nicht viel mehr von den Delphinen. So ent­schei­den wir uns zurück­zu­fah­ren, ein­ge­hüllt im Regenschutz, nur knapp geschützt durch das Bootsdach, wel­ches eigent­lich mehr ein Sonnenschutz ist. Nach einer hal­ben Stunde ist der Regenspuck vor­bei und ich genies­se noch­mals die Fahrt auf dem Amazonas bis nach Leticia.

Was tun in Leticia Kolumbien?

Es gibt eine viel­zahl von Aktivitäten wel­che ab Leticia am Amazonas gebucht wer­den kön­nen. Zum Beispiel: Exkursionen und Touren in die Naturreservate Marasha und Tanimboca, Canopying in Tanimboca, Bootsfahrt auf dem Amazonas, Besuch von Puerto Narino und den rosa­ro­ten Delphinen in den Seen des Tarapotegebietes.

Reiseberichte zur Rundreise Kolumbien

Videobeitrag zum Reisebericht Leticia Amazonas

Reisebericht Leticia Amazonas Marasha Tanimboca Kolumbien — Reiseblog VACANZAS

Reiseblog VACANZAS — Inspirierende Reiseziele

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