El Silencio Lodge Relais Chateaux Bajos del Toro Costa Rica

El Silencio Lodge — abgelegenes Luxushotel in den Bergen

von | 26.05.2019 | Costa Rica, Relais & Chateaux Hotel

Reisebericht zusam­men­ge­fasst: Gut 2 Stunden dau­ert die Fahrt von Fortuna nach Bajos del Toro.  Auf einer Höhe von 1400 M.ü.M errei­chen wir die wun­der­schön gele­ge­ne El Silencio Lodge, ein Relais Chateaux Hotel in Costa Rica. Der Blick auf die dicht bewal­de­ten Berghänge ist ein­drück­lich. Die letz­ten 3 Tage in Costa Rica ver­brin­gen wir mit Vogel beoch­ten, wan­dern, rei­ten und essen.

El Silencio — tolle Relais Chateaux Lodge in den Bergen

Wir sind wie­der in den Bergen, es ist kühl, bewölkt, die Nebelschwaden wer­den über die Bergkämme hin und her geweht. El Silencio ist eine typi­sche Mountain Lodge, Relais Chateaux, aber eben, eine Mountain Lodge. Das bedeu­tet ein biss­chen rus­ti­kal, ein­fach, kein Schnick Schnack, aber völ­lig ok. Wir erhal­ten einen Upgrade (2‑Zimmer Villa) und bezie­hen prak­tisch ein Haus, schön gele­gen, schö­ne Veranda, alles pri­ma, aber wir müs­sen hei­zen. Zum Glück haben wir zwei Gasöfen und ein Cheminée. Es wäre sonst wirk­lich unge­müt­lich kalt.

El Silencio Lodge, ein Relais Chateaux Hotel in Costa Rica

Das Abendessen neh­men wir im Restaurant ein, es gibt ja sonst nichts hier. Das macht es ein biss­chen aus, die­ses Lodge Feeling. Irgendwie trifft man immer wie­der die glei­chen Leute beim Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Aber wir mögen das. Die Lodge ist auch nicht all­zu gross. Die Professionalität des Personals ist nicht high Level, das fällt sofort auf. Aber wir erfah­ren, dass das Management von El Silencio Wert dar­auf legt, für die orts­an­säs­si­ge Bevölkerung Jobs zu schaf­fen. Das ist eine schö­ne Einstellung und die Leute sind wahn­sin­nig freund­lich, sehr bemüht und lus­tig, stets zu einem Scherz auf­ge­legt. Auch wenn nicht immer alles rund läuft und Fehler pas­sie­ren, dar­über sieht man gern hin­weg bei so viel Charme.

Wanderung zu den Wasserfällen

Den ers­ten Tag ver­brin­gen wir mit einer Wanderung zu den drei Wasserfällen. Wir neh­men den anspruchs­vol­le­ren Trail dahin. Wir wan­dern wie­der durch einen wun­der­vol­len Nebel Wald oder Cloud Forest. Davon kann man fast nicht genug krie­gen, so urtüm­lich, so grün, so kraft­voll, so viel Leben. Die Wasserfälle sind schön, das lohnt sich auf jeden Fall.

El Silencio Lodge Nebelwald Bajos del Toro Costa Rica
Silencio Lodge Dschungel Costa Rica
Silencio Lodge Melody Wasserfall Costa Rica
Der Weg zurück auf dem ein­fa­che­ren Trail ist auch viel kür­zer und schon bald sind wir zurück und genies­sen im Restaurant einen Lunch. Es hat draus­sen auf der Veranda zwei Bartische mit sehr beque­men Stühlen. Obwohl es reg­net oder nie­selt, kann man hier unter dem Dach wun­der­bar draus­sen essen. Es sind die­se Momente, die es so toll machen, die so ein schö­nes Gefühl geben.
El-Silencio Lodge Restaurant

Ein Guide, den wir fra­gen, ob wir mit die­sen schmut­zi­gen Schuhen ins Restaurant dür­fen, freut sich sicht­lich über unse­re Frage und über unse­re dre­cki­gen Schuhe und vor allem dar­über, dass wir unse­re Wanderung genos­sen haben. Ja so sind sie hier in Costa Rica, sie lie­ben ihr Land, sie lie­ben ihre Natur, sie lie­ben ihr Wildlife, sie lie­ben ihre Sprache und immer dann, wenn sie mer­ken, dass Besucher das zu schät­zen wis­sen, sich auch dar­an erfreu­en, sind sie begeis­tert. Dies gilt auch für den Moment, in dem man spa­nisch mit ihnen spricht, was ER ja ein biss­chen kann. Die Freude ist jeweils sehr gross.

Am Nachmittag reg­net es wie­der. Da wir für den kom­men­den Morgen um 6 Uhr früh eine Bird wat­ching Tour und gleich danach um 9 Uhr einen zwei­stün­di­gen Ritt mit den Lodge eige­nen Pferden,  gebucht haben, neh­men wir es locker für den Rest des Tages.

Bird Watching und Reitausflug

Ohne Frühstück, nur mit dem Organgensaft im Bauch, den die Lodge jeden Tag um fünf Uhr früh frisch vor unse­re Tür stellt, machen wir uns auf zur Bird wat­ching Tour. Der Anfang ist etwas zäh. Aber dann wird es bes­ser. Aber…. nach dem Corcovado National Park ist es schwie­rig für uns. Wir haben da soooo viel gese­hen. Das ist kaum noch zu top­pen. Der Guide ist aber sehr enga­giert, kennt sich gut aus und sieht Vögel, die wir ohne ihn total über­se­hen wür­den. Er hat wirk­lich ein Auge dafür.

Nach dem Frühstück geht’s dann los mit den Pferden. Das ist schön, sogar das Wetter macht gut mit. Die Sonne zeigt sich wie­der ein­mal und der Trail ist total her­aus­for­dernd. Erstaunlich was die­se Pferde leis­ten. Zu Pferde kommt man halt ein­fach auch wei­ter und kann einen grös­se­ren Bereich der Umgebung ent­de­cken. Das machen wir nicht ungern. Solange wir das Gefühl haben, den Pferden geht es gut und sie sehen gut aus, kön­nen wir das ver­tre­ten.

El-Silencio Lodge Restaurant

Der Guide macht nach ca. einer Stunde eine Pause, schnei­det eine Ananas schön auf, prä­sen­tiert sie sehr schön, aber…. die Ananas ist für die Pferde, so cool. Das lie­ben sie. So gefällt uns das.

Am Nachmittag zie­hen wie­der Wolken auf. Es ist fast immer das glei­che. Der Morgen ist bes­ser, ja heu­te sogar son­nig, am Nachmittag macht es zu und beginnt zu nie­seln oder zu reg­nen. So lang­sam berei­ten wir uns auf die gros­se und end­gül­ti­ge Packerei und die Rückreise vor, psy­chisch und emo­tio­nal. 

Der letzte Tag in Costa Ric bricht an

Da wir uns schon letz­ten Nachmittag etwas vor­be­rei­te­ten, haben wir am ande­ren Morgen nach dem Frühstück noch etwas Zeit und das Wetter ist schon fast traum­haft schön. Wir spa­zie­ren ein wenig im Gelände her­um und fin­den den Hummingbird Garden. Es gelingt ein letz­tes wun­der­bar her­zi­ges Foto die­ser klei­nen und kleins­ten Vögel, die in Costa Rica omni pre­sent sind. So ein schö­ner Abschluss!!

Silencio Lodge Hummingbird Garden

Es gibt nur zwei Relais Chateaux Hotels in Costa Rica, die El Silencio Lodge ist eines der Häuser. Die Lodge und die Umgebung von Bajos del Toro hat uns sehr gut gefal­len. Wir ver­ab­schie­den uns schwe­ren Herzens von von El Silencio und den Mitarbeitenden. Von Bajos del Toro sind es ca. 50 km zum Internationaler Flughafen Juan Santamaria. Wir benö­ti­gen für die­se Strecke etwa 90 Minuten. Der ers­te Teil ist eine kur­vi­ge, stei­le und schlecht uner­hal­te­ne Bergstrasse. Nach der Passhöhe wird die Strasse bes­ser und bald befin­den wir uns wie­der auf einer gut aus­ge­bau­ten Strasse Richtung Flughafen. 

Die Abgabe des Mitwagens, wir hat­ten bei Sixt gebucht, ver­läuft pro­blem­los. Da die Abgabestelle etwas aus­ser­halb des Flughafens liegt, erfolgt der Transfer mit einem Shuttlebus. Hier ver­lie­ren wir doch etwas Zeit im Stau. Im Flughafen geben wir unser Gepäck ab, suchen die Lounge auf und war­ten auf unse­ren Flug zurück in die Schweiz. Schön ist es gewe­sen in Costa Rica. Wenn es passt, wer­den wir sicher wie­der nach Costa Rica rei­sen.

Reiseberichte zur Rundreise Costa Rica

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