Chateau de Noirieux Morgenstimmung Briollay

Schlösser der Loire — die Châteaux zwischen Angers und Tours

von | 30.11.2018 | Frankreich, Relais & Chateaux Hotel

Reisebericht kurz zusam­men­ge­fasst: Château de Noirieux in Briollay an der klei­nen Loir ist unse­re nächs­te Destiantion. Wir erkun­den von Briollay aus die Loire Schlösser Château de Longeais, Château Villandry, Château Azay le Rideau und Château Ussée, fah­ren mit dem Velo ent­lang der Loir und fla­nie­ren in den den Städten Angers, Samur und Chinon.

Wir machen uns auf die Fahrt ins Loire Tal, weg von der Küste. Unsere nächs­te Destination ist das Château de Noirieux in Briollay, ein char­man­tes klei­nes Schloss, ähn­lich dem Chateau Locquenole. Wir haben ein schö­nes Zimmer, auch wie­der mit knar­ren­den Böden und der Blick aus dem Zimmerfenster über das Loir-Tal ist traum­haft. Das Château liegt an der klei­nen Loir, ein hüb­scher lang­sam­flies­sen­der Fluss der ober­halb Angers in die Sarthe fliesst. Die Sarthe selbst ist ein Zufluss der gros­sen Loire.

Chateau de Noirieux Briollay
Chateau de Noirieux Sitzplatz Briollay
Chateau de Noirieux Sitzplatz Briollay

Da wir einen Tag frü­her hier sind, erhal­ten wir auch noch einen Platz im Restaurant. Für den Rest unse­res Aufenthaltes hat dies nicht mehr geklappt. Entweder ist das Restaurant zu oder voll gebucht. Wir essen gut und füh­len uns sehr wohl hier; Natur, Grün, Ruhe, nicht über­baut, erhol­sam.

Die Loire Schlösser

Der kom­men­de Tag ist dem Besuch der ers­ten Loire Schlösser gewid­met. Wir machen schon am Abend davor einen Plan, wie wir vor­ge­hen wol­len.

Château de Longeais

Wir begin­nen mit dem Château de Longeais und wer­den über­rascht: ein wun­der­schö­nes Städtchen, das am Sonntag sogar einen schö­nen Markt hat. Verrückt, genau das haben wir in der Bretagne so nicht erlebt; Frankreich, so wie man sich das vor­stellt und wünscht, klei­ne Bistrots, Boulangerien, auf­ge­stell­te Menschen, wenig Touristen, hat man das Gefühl. Und auch das Schloss ist total schön. Ach wie­so sind wir nicht schon frü­her hier­her gegan­gen.

Markt Langeais Frankreich
Longeais Chocolatier Frankreich
Chateau de Noirieux Briollay

Château Villandry

Das zwei­te Loire Schloss auf der heu­ti­gen Tournee ist das Château Villandry, hier sind die Gärten beson­ders. Ja und das sind sie auch. Sogar der Gemüsegarten ist in sym­me­trisch geo­me­tri­schen Mustern ange­legt. Faszinierend. Die Fotos spre­chen für sich.

Château Villandry Loiretal
Château Villandry Loiretal

Wir sind lan­ge am her­um­wan­dern und fah­ren dann wei­ter zum Chateau Azay le Rideau, ein Wasserschloss. Besonders fas­zi­nie­rend hier ist das foto­gra­fie­ren. Das Schloss spie­gelt sich wun­der­schön im Wassergraben bzw. Teich. Obwohl es tau­send Leute hat, der Eintritt ist heu­te gra­tis und es ist Sonntag, macht es total Freude.

Château Azay le Rideau

Chateau Azay le Rideau
Chateau Azay le Rideau Wohnzimmer
Chateau Azay le Rideau Schlaufraum

Château Ussée

Nächste Station im Loire Tal ist das Château Ussée, das wir eigent­lich nur von aus­sen anschau­en woll­ten. Es ist das Dornröschen Schloss. Aber SIE möch­te trotz­dem rein­ge­hen. Gut, was man von wei­tem nicht sieht, ist wie schlecht unter­hal­ten das Schloss ist. Schade, von daher gese­hen hät­te der Blick von wei­tem genügt.

Château Ussée

Chinon — an den Ufer der Vienne gelegen

Als Abschluss von heu­te und auch gleich unse­re Destination für das Abendessen ist das Städtchen Chinon. Wir müs­sen aber vor­her noch unse­re spä­te Ankunft im Hotel orga­ni­sie­ren. Kein Problem.

Chinon gefällt durch ein paar sehr alte Fachwerkhäuser. Der Fachwerkbau ist spe­zi­ell, mit roten klei­nen Backsteinen und dunk­len Holzbalken. Das sieht sehr schön aus. Am Hauptplatz set­zen wir uns in eine Brasserie und essen etwas Typisches für die­se Region: Coque au vin und Fromage de Chevre chaud. Es schmeckt sehr gut und nach all die­sen Gourmetmenus, tut es gut etwas Einfaches und Währschaftes zu essen.

Chinon Strassenszene
Chinon Fachwerkhaus

Der Tag war lang und anstren­gend. Erst um fast 22 Uhr sind wir zurück in unse­rem Schlösschen.

Fahrradtour entlang der Loir

Nach einem fei­nen Frühstück, das wir sogar draus­sen auf der wun­der­schö­nen Terrasse ein­neh­men konn­te, es wird heut 30 Grad warm, machen wir uns auf zu einer Velotour der Loir ent­lang. Das Hotel stellt Velos zur Verfügung. Wir kön­nen direkt vom Hotel aus run­ter zur Loir fah­ren und dann ent­lang des Flusses auf einer Naturstrasse. Das macht Spass, sehr schön. Kurz nach unse­rem Start tref­fen wir auf eine klei­ne Fähre, die man sel­ber betä­tigt, indem man mit Hilfe der Ketten sich hin oder her zieht. Wir pla­nen, dass wir auf die­ser Seite der Loir ent­lang fah­ren, um dann auf der ande­ren Seite zurück zu fah­ren und mit der Fähre über den Fluss zu set­zen. ER prüft kurz, ob die Fähre auch funk­ti­ons­tüch­tig ist. Dann geht’s los. Es ist eine schö­ne Velotour, aber ein wenig holp­rig.

Velotour an der Loir nähe Briollay

In fah­ren wir an einem Restaurant vor­bei, dass uns schon am Tag zuvor auf­ge­fal­len ist, und wir reser­vie­ren gleich für den Abend einen Tisch. Dann geht’s wei­ter der Loir ent­lang, über Stock und Stein bis zur Fähre. Wir freu­en uns schon sehr auf die kur­ze Überfahrt. Er zieht an der Kette, die Fähre setzt sich in Bewegung und kommt auf uns zu. Ca. drei Meter von uns ent­fernt ist Schluss, die Kette ist zu kurz auf der ande­ren Seite. Ach herr­jeh, so ein Pech. Wir ver­su­chen die­ses und jenes, müs­sen aber dann kapi­tu­lie­ren und den glei­chen Weg noch­mals zurück peda­len. Das freut uns zwar nicht gera­de son­der­lich, aber wir neh­men es als Workout an und mögen die Perspektive eines Desserts heu­te Abend. Wieder auf der ande­ren Seite bei der Fähre ange­kom­men, möch­ten wir doch ger­ne wis­sen, was denn das Problem ist. Die Kette hat sich ver­kno­tet, des­halb ist sie natür­lich nicht lan­ge genug. Wir lösen das Problem und SIE setzt aus Spass an der Freud doch noch kurz rüber ans ande­re Ufer und wie­der zurück.

Fähre an der Loir nähe Briollay

Eine gute Tat haben wir eben­falls noch getan für den nächs­ten Wanderer oder Biker, der die Fähre benut­zen möch­te. Sie funk­tio­niert wie­der.

Zugegeben, wir sind ziem­lich geschafft und unse­re Beinmuskeln sind ziem­lich gefor­dert wor­den. Nach einer Ruhepause im unse­ren Hotel Château de Noirieux gehen wir am Abend ins Les Tonnelles du Bord du Loir Restaurant in essen. Der Beizer ist ein lus­ti­ger Kerl, er freut sich rie­sig über die Gäste, die vom Chateau zu ihm essen kom­men.

Kloster Fontevraud

Den fol­gen­den Tag wol­len wir etwas ruhi­ger ange­hen, will heis­sen, nicht all­zu­viel auf dem Programm. ER inter­es­siert sich sehr für die Fontevraud‑l’Abbaye, eine der umfang­reichs­ten Klosterkomplexe Frankreichs (gem. Wikipedia).

Das Kloster wur­de über eine Epoche von über 700 Jahren durch 36 Äbtissinnen geführt, offen­bar erfolg­reich.

Portraits die­ser Ordensfrauen sind aus­ge­stellt, das ist ein­drück­lich für die­se Zeit. Die Abteikirche ist aus dem weiss-gelblichen Tuff erbaut, rie­si­ge Gewölbe, fast leer, kei­ne Fresken, kei­ne Skulpturen.

IHR gefällt das aus­ge­zeich­net. Die Kirche wirkt hell und licht und erhe­bend, nicht erdrü­ckend wie ande­re Kathedralen mit dem vie­len dunk­len Prunk. Das ist sehr spe­zi­ell.

Speziell, im Kloster Fontevraud lie­gen auch 2 Könige von Egland begra­ben, Heinrich der II sowie  sein Sohn Richard Löwenherz.

Fontevraud-l’Abbaye

Château Saumur

Unser Weg führt uns wei­ter nach Saumur in die Altstadt und auch ins Château. Brennend inter­es­siert hät­te auch das ‘Cadre Noir’ etwas aus­ser­halb von Saumur. Aber lei­der sind wir zu spät, es schliesst bereits um 16 Uhr.

Saumur

Wir beschlies­sen zurück zu fah­ren und unser Château de Noirieux noch ein wenig zu genies­sen. Der Platz vor dem Hauptgebäude mit Blick ins Grüne, unter alten gros­sen Bäumen ist ein­fach traum­haft.

Nachtessen in Angers

Am Abend fah­ren wir nach Angers. Wir kön­nen pro­blem­los im Parkhaus mit­ten in der Stadt par­kie­ren, stei­gen die Treppe hoch und befin­den uns inmit­ten des Geschehens auf einem wun­der­ba­ren Platz, dem Place du Ralliement. Gleich da sehen wir die Brasserie de Theatre, kön­nen super draus­sen an einem Tisch Platz neh­men, es ist ange­nehm warm, sehr authen­tisch fran­zö­sisch, wun­der­bar. Wir essen pri­ma und genies­sen die städ­ti­sche Atmosphäre.

Am dar­auf fol­gen­den Tag machen wir uns bereits wie­der auf den Weg zu unse­rer letz­ten Destination, das Château Noizay im gleich­na­mi­gen Örtchen.

Reisebericht Loire Tal — Loire Schlösser zwi­schen Angers und Blois — Reiseblog VACANZAS

Rundreise Westfrankreich

Auf unse­rer Relais Chateaux Rundreise durch Westfrankreich (Normandie, Bretagne und Loire Tal) haben wir die fol­gen­den Häuser besucht:

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