Château de Locguenole — in malerischer Umgebung eingebettet

von | 11.11.2018 | Frankreich, Relais & Chateaux Hotel

Reisebericht kurz zusam­men­ge­fasst:  Wir logie­ren im Château de Locguenol mit Blick auf den Fluss Blavet,  erkun­den die Côte Sauvage auf der Halbinsel Quiberon, dinie­ren aus­ge­zeich­net im hotel­ei­ge­nen Restaurant und bestau­nen die Menhire von Carnac.

ER ist sofort Feuer und Flamme. Ein rich­tig altes klei­nes Schlösschen ist das Château de Locguenole, nicht von aus­sen, aber von innen defi­ni­tiv. Alte knar­ren­de Holzböden, schief abge­lau­fe­ne höl­zer­ne Treppenstufen, schwe­re Vorhänge, hohe Räume mit hohen Fenstern, kein Lift, dicke Steinmauern, Holzwände in den Salons, schwe­re Sessel in den Salons usw. Alles ist alt, die Steckdosen, die Kabel der Lampen, die Heizkörper, die Griffe um die Fenster zu öff­nen. So stellt man sich ein Schloss vor. Unser Zimmer ist sehr gross, der Boden knarrt auch hier. Wenn man ums Bett her­um­geht, klirrt das Zahnglas im Badezimmer.
Aufenthaltsraum Chateau de Locguenole Kervignac
Zimmer Chateau de Locguenole Kervignac Frankreich
Chateau de Locguenole Treppe Kervignac Frankreich
Relais Chateaux - Chateau de Locguenole Park Le Blavet Kervignac Bretagne

Wir trin­ken einen fei­nen Nachmittags Kaffee auf der Terrasse des Locguenole mit Blick auf den Fluss le Blavet und den Schlosspark mit einem sehr alten Baumbestand. Das Wetter ist sehr schön son­nig und wir ver­brin­gen noch ein Stündchen beim Pool. Leider ist das Wasser zwar geheizt dekla­riert, aber viel zu kalt. Wie immer las­sen wir uns ein Restaurant emp­feh­len, das Schloss eige­ne hat am Montag sowie­so geschlos­sen, das Chai l’amè­re kolet­te in Kervignac. Wir müs­sen nicht all­zu weit fah­ren und sind ganz froh dar­über. Lustig, wir tref­fen da auf etli­che Mitbewohner des Relais Château Hotels. Offenbar wur­den wir alle an den glei­chen Ort emp­foh­len. Aber es lohnt sich, das Essen ist wun­der­voll, der Service sehr ange­nehm.

Wandern an der Côte Sauvage de Quiberon  — schön aber.….

Am kom­men­den Morgen, nach einem fei­nen stär­ken­den Frühstück, neh­men wir eine Wanderung in Angriff. Wir machen uns auf den Weg zur Côte Sauvage auf der Halbinsel Quiberon. Der Verkehr ist inten­siv, da es nur gera­de die­se eine Strasse zu die­ser Halbinsel gibt. Viele Leute sind unter­wegs dahin. Wir las­sen unser Auto ziem­lich weit hin­ten ste­hen und neh­men den Rest des Weges, ca. 3 km, bis hin zum Restaurant le Vivier zu Fuss in Angriff. Die Klippen sind schön. Wir genies­sen es, immer wie­der zum Meer run­ter zu klet­tern, um die Brandung zu sehen und zu hören und zu foto­gra­fie­ren.

Cote Sauvage Quiberon Bretagne
Natürliches Aquarim Küste Cote Sauvage
Küstenabschnitt Cote Sauvage Bretagne

Leider sind die Zeichen des ‘Massentourismus’ unüber­seh­bar. Die gan­ze Flora ist abge­tre­ten, alles boden­eben run­ter­ge­tram­pelt. Da es kei­ne WC’s gibt, schaf­fen sich die Leute in der Natur draus­sen WC’s, bezeich­nen­der Weise immer alle am glei­chen Ort. ‘Desastreuse’ ist das. Man hat schon manch­mal den Eindruck, dass die Franzosen zwar die Touristen wol­len, am liebs­ten vie­le, aber nicht bereit sind, die dafür nöti­ge Infrastruktur bereit zu stel­len und zu unter­hal­ten.

Zu empfehlen das Restaurant Le Vivier

Hingegen im Restaurant le Vivier klappt alles wie am Schnürchen. Obwohl viel los ist, das Personal wirk­lich Stress hat, sind alle guter Dinge und wir müs­sen nicht mal lan­ge war­ten. Ein fei­ner Salat, mit etwas geräu­cher­tem Fisch, ER Muscheln mit Frites, alles bes­tens. Wir wan­dern zurück, klet­tern noch­mals, machen die­ses und jenes Foto, schön.

Essen auf hoem Niveau im Château de Locguenole

Im Hotel bleibt uns kaum mehr Zeit, uns ein wenig zu sty­len für das Nachtessen im hotel­ei­ge­nen Restaurant. So lan­ge waren wir wie­der unter­wegs. Das Nachtessen begeis­tert hin­sicht­lich dem Engagement und der Professionalität des Personals; zuvor­kom­men­de Betreuung, Flexibilität bei der Menüauswahl (die Vorspeisen sind etwas schwie­rig für uns), fas­zi­nie­rend die Beschreibung der Speisen, bis ins letz­te Detail, alles im Kopf, und das war nicht der Koch, son­dern der Kellner, wau! Die Speisen waren auf einem hohen Niveau kre­iert, wun­der­schön arran­giert, geschmack­lich aus­ge­zeich­net, mit Ausnahme von einer Hauptspeise wo das hohe Niveau nicht ganz gehal­ten wer­den konn­te. Das ist etwas scha­de gewe­sen und ist irgend­wie auch unver­ständ­lich.

Die Menhire von Carnac

Den zwei­ten Tag in die­ser Gegend ver­brin­gen wir mit (ER nennt es..) Hinkelsteine besu­chen. Willst Du Standing Stones sehen, dann ver­giss Schottland und Irland, komm in die Bretagne, da siehst du gleich tau­sen­de auf einen Schlag in Reih und Glied. Ja so ist das, das haben wir auch so erlebt.

Menhire Carnac Bretagne

Nur alles ist zuge­sperrt, abge­si­chert von den Unmengen an Touristen. Der Anblick ist schon noch spe­zi­ell, aber es berührt halt emo­tio­nal nicht so wahn­sin­nig wie ein Steinkreis mit­ten im Nirgendwo in den Highlands von Schottland.

Restaurant La Cote bei Carnac — erstaunliche Entdeckung

Aber vor­her besu­chen wir noch das Restaurant bei den tau­send ‘Hinkelsteinen’, das Restaurant La Cote. Ein erstaun­li­cher Ort: im klei­nen Laden wer­den lau­ter Dinge ver­kauft, die sel­ber her­ge­stellt wur­den, wie z. B. Konfitüre. Die Patronin ist auch hand­werk­lich begabt und stellt schö­ne Dinge aus Ton her. Wir möch­ten nur etwas klei­nes essen, sind auch etwas spät dran. Die Dame des Hauses schlägt uns vor, die Vorspeise des heu­ti­gen Menus zu neh­men, Lachs und etwas Salat. Ja, das passt. Tatsächlich krie­gen wir sogar noch ein Amuse Bouche, eine kal­te Tomatensuppe, und haus­ge­mach­te Brötchen mit schwar­zer Currybutter dazu. Wau, das ist toll. Vor uns ein Buddha Garten, ein Teich mit rie­si­gen Kois drin, über der Tür ein Schild: ici on est heu­reux tous les jours! Ja und alle lächeln. Natürlich kau­fen wir drei Konfitüren. Zurück in unse­rem Hotel unter­neh­men wir nicht mehr viel.

Auf zur nächsten Destination

Es ist auch schon wie­der spät gewor­den. Unsere Reise führt wei­ter Richtung Saint-Nazaire. Die Gegend wirkt land­schaft­lich auf uns nicht sehr attrak­tiv. Sehr stark über­baut, dort wo ‘nicht stark über­baut’ … Landwirtschaft. Wir fah­ren ziem­lich direkt zu unse­rem Relais Chateaux Hotel, dem Anne de Bretagne in La-Plaine-sur-Mer.

Impressionen Bretagne

Reisevideo zum Reisebericht quer durch die Bretagne

Rundreise Westfrankreich

Auf unse­rer Relais Châteaux Rundreise durch Westfrankreich (Normandie, Bretagne und Loire Tal) haben wir die fol­gen­den Häuser besucht:

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