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Manoir de Lan Kerellec — exklusives Hotel an der Nordküste der Bretagne

von | 05.11.2018 | Frankreich, Relais & Chateaux Hotel

Reisebericht kurz zusam­men­ge­fasst: Wir genies­sen die herr­li­che Aussicht von unse­rem Balkon im Hotel Manoir de Lan Kerellec, wan­dern ent­lang des Sentier des Douaniers an der Côte de Granit Rose, genies­sen jeden Tag Fisch und Meeresfrüchte und las­sen uns im Valée des Saintes von den Statuen bein­dru­cken.

Trébeurdin an der Côte de Granit Rose

Wir machen uns nach Westen auf den Weg zur Nordküste der Bretagne. Unsere nächs­te Destination ist die Küste mit dem rosa Granit, die Côte de gra­nit rose. Wir haben im Relais Chateaux Hotel Manoir de Lan Kerellec in Trébeurdin gebucht. Wir bezie­hen ein adret­tes Zimmer mit win­zi­gem Balkon, gera­de ein Stuhl hat da Platz. ER hat aber expli­zit ein Zimmer mit gros­sem Balkon gewünscht und auch bestä­tigt bekom­men. Wir sind nicht zufrie­den. Unsere Beschwerde wird erhört und wir bekom­men ein ande­res Zimmer, mit gros­sem Balkon, zwei Liegestühle, ein Tisch und zwei Stühle haben da Platz. Das sieht doch schon mal ganz anders aus. Die Sicht hin­aus auf den Atlantik und die Felsen ist traum­haft schön.

Relais Chateaux Hotel Manoir de Lan Kerellec Trébeurdin
Manoir de Lan Kerellec Balkon
Zimmer Nummer 8 im Manoir de Lan Kerellec

Nachdem wir uns ein­ge­rich­tet haben, geneh­mi­gen wir uns einen nach­mit­tags Kaffee und blei­ben im Zimmer bzw. auf dem Balkon. Speziell erwäh­nens­wert ist die Früchteschale, die uns hier im Zimmer erwar­tet hat: Erdbeeren, Himbeeren, Pflaumen zwei Sorten, vom feins­ten. Das haben wir so noch nicht erlebt.

Restaurant le Suroit — Les Saveurs de la Mer

Wie immer las­sen wir uns ein Restaurant emp­feh­len, das le Suroit in Perros-Guirec. Wir genies­sen als Hauptgerichte halb durch­ge­bra­te­nen Thon mit einer Roquefort Sause (eine aus­ge­zeich­net, inter­es­san­te und emp­feh­lens­wer­te Kombination) und eine Sohle. Bis auf eine Ausnahme haben wir bis jetzt kon­se­quent nur Fisch und Meeresfrüchte geges­sen. Es ist phan­tas­tisch wie viel­fäl­tig die­se Speisen zube­rei­tet wer­den kön­nen, es wird nie lang­wei­lig.

Wanderung entlang des Sentier des Douaniers

Nicht nur der Balkon die­ses Zimmers im Manoir de Lan Kerellec ist gross und schön, auch das Bett ist bis jetzt das Beste. Wir schla­fen aus­ge­zeich­net. Am kom­men­den Morgen kön­nen wir nicht wie­der­ste­hen. Wir machen eine Wanderung auf dem wärms­tens emp­foh­le­nen Weg Sentier des Douaniers ent­lang der Côte de Granit Rose. Start ist in Perros-Guirec, übri­gens ein schö­nes Örtchen durch­aus, ober­halb der Plage Trestraou beginnt der Weg. Da die­ser Spazierweg in der nörd­li­chen Bretagne in den Reiseführern posi­tiv erwähnt wird, und weil es wahr­schein­lich Wochenende ist, hat es sehr vie­le Leute. Der letz­te Teil gegen Ploumanac’h zu ist wirk­lich sehr schön. Die rosa­ro­ten Granitfelsen, rie­si­ge Steine auf­ein­an­der­ge­schich­tet, weiss der Himmel wie die dort hin­ge­kom­men sind, sind es wert, die­se Wanderung zu unter­neh­men.

Cote Granit Rose Bretagne
Cote Granit Rose Ploumanac’h Bretagne

In Ploumanac’d ange­kom­men genies­sen wir ein sehr schmack­haf­tes Mittagessen auf der Terrasse des Hotels Castel Beau Site. Die Sicht, die Location sehr schön.

Den Weg zurück betrach­ten wir als Workout. Es hat noch mehr Leute, gan­ze Wandergruppen, und macht nicht mehr so wirk­lich Freude. Wir legen einen Zahn zu und legen die Strecke in Rekordzeit zurück, was immer das heis­sen mag. Es ist schon wie­der fast Abend, das Hotelzimmer und den Balkon genies­sen haben wir für heu­te schon fast wie­der ver­säumt.

Abendessen im Manoir de Lan Kerellec

Das Abendessen neh­men wir im Hotel eige­nen Restaurant ein. Auch hier, ein sehr schö­ner Raum, wun­der­schö­ne Tische, gemüt­lich. Die Speisekarte ist klein, aber wir mögen das eigent­lich. Die bei­den Fischmenus sind pri­ma. ER schmug­gelt ihr eine Auster unter, will heis­sen, SIE hat nicht beach­tet, dass in der Speisekarte in ihrem Filet St. Pierre eine Auster erwähnt wur­de. Die Auster ist getarnt unter einem Zucchini Scheibchen, SIE sieht das wirk­lich nicht und isst es, hät­te SIE ein Emoji zur Verfügung, es wäre grün. ER amü­siert sich köst­lich, ist das nicht gemein. Jetzt weiss auch SIE, Austern sind defi­ni­tiv nicht ihr Ding.

Manoir de Lan Kerellec Speisesaal

Den zwei­ten vol­len Tag wol­len wir aber jetzt wirk­lich in unse­rem Zimmer auf unse­rem Relais Chateau Balkon genies­sen. Wir machen nur einen klei­nen Spaziergang von Trébeurdin der Küste ent­lang auf dem ‘Fernwanderweg’. Naja, ist nicht gera­de der Hammer. Noch ein klei­nes Salätchen und dann ab ins Hotel. Die Sonne scheint, unser Balkon ist wirk­lich vom Feinsten (Zimmer Nr. 8).

Speziell — Valée des Saintes

Auf dem Weg zu unse­rer nächs­ten Destination durch­que­ren wir die Bretagne so qua­si von Norden nach Süden. Unser Weg führt uns am ‘Valée des Saintes’ vor­bei. Hier wer­den über­gros­se Statuen von bre­to­ni­schen hei­li­gen aus Stein geschla­gen.

Die immense Grösse der Statuen und die wort­wört­lich har­te Arbeit, soweit wir das ein­schät­zen kön­nen, ist das Granit, beein­dru­cken. Es ste­hen meh­re­re Dutzend Statuen auf dem Hügel ver­teilt und schau­en ins wei­te Land. Der Rundumblick ist ein­drück­lich, nicht nur für die Statuen, auch für uns.

In der frei­luft Werkstatt kann man den Steinmetzen beim Arbeiten zuse­hen. Da wird schon mal mit Schlagbohrern und wahr­schein­lich auch mit Dynamit Vorarbeit geleis­tet, bis dann die Feinarbeit gemacht wer­den kann. Faszinierend

Valée des Saintes Bretagne

Einige Gedanken zur Bretagne

Die Fahrt zu unse­rem nächs­ten Hotel ver­läuft unspek­ta­ku­lär wei­ter. Ja, das ist auch gleich etwas ein Resumée; land­schaft­lich bie­tet die Bretagne, abge­se­hen von den Küsten, nicht viel. Erstens sieht es in etwa gleich aus wie bei uns zu Hause, und zwei­tens ist es sehr geprägt von der land­wirt­schaft­li­chen Nutzung. Es gibt nicht vie­le unge­nutz­ten Flecken Land und wenn, dann sind es Mischwälder wie bei uns.

Wir fin­den den Groove der Bretagne ein­fach nicht so recht, mer­ken wir. Touristisch ist es auch rela­tiv inten­siv, obwohl die Hauptsaison eigent­lich vor­bei ist. Wir fra­gen uns, wie das hier wohl im Juli/August zu und her gehen wird. Wir beob­ach­ten, dass vie­le Franzosen hier an der Küste Ferien ver­brin­gen. Es hat rich­ti­ge Feriendomizile, die aber jetzt etwas aus­ge­stor­ben wir­ken und auch nicht gera­de attrak­tiv sind. Etliche Bausünden direkt am Strand ver­un­stal­ten gan­ze Bilder von Dörfern. Dazu kommt, dass da jetzt alle Läden unten sind, kei­ner ist mehr da. Schade.

Wir errei­chen unse­re nächs­te Logis; das Château de Locguenole.

Rundreise Westfrankreich

Auf unse­rer Relais Chateaux Rundreise durch Westfrankreich (Normandie, Bretagne und Loire Tal) haben wir die fol­gen­den Häuser besucht:

  • Reisebericht Normadie Chateau d’Audireu — Luxus auf hohem Niveau (4 Nächte)
  • Reisebericht Ostküste der Bretagne, gedie­gen dinie­ren im Chateau Richeux  (2 Nächte)
  • Nordküste der Bretagne,  Manoir de Lan Kerellec – luxu­ri­ös ent­spannt an der Cote Rose de Granit  (3 Nächte)
  • Reisebericht Westküste der Bretagne, Château de Locquenole (3 Nächte)
  • Reisebericht Côte de Jade Hotel Ann de Bretagne – Gourmetküchte auf Topniveau  (2 Nächte)
  • Reisebericht Loire Schlösser — Traumschloss Château de Noirieux – wun­der­bar ent­span­nend (4 Nächte)
  • Reisebericht mit­ten im Loire Tal Château de Noizay (3 Nächte)
  • Relais Châteaux Rundreise – Route de Bonheur Normandie Bretagne Loiretal

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