Gravelroad-Waterberg Namibia

Rundreise Namibia Botswana — drei erlebnisreiche Wochen

von | 18.06.2017 | Afrika, Namibia

Reisebericht Namibia Botswana

Für die Rundreise Namibia Botswana sind wir für ein­mal unse­ren Gewohnheiten etwas untreu gewor­den (sie­he über uns). Wir  tre­ten die Rundreise Namibia Botswana nicht zu zweit an, son­dern als sie­ben­köp­fi­ge Gruppe. Dies hat sich einer­seits aus fami­liä­ren Gründen so erge­ben. Und ande­rer­seits, auf­grund ihrer mehr­jäh­ri­gen Aufenthalte in Namibia, ken­nen Heidi Rodel und ihr Partner Toni Jungo Land und Leute aus­ge­zeich­net. Mit ihrer Erfahrungen haben sie eine abwechs­lungs­rei­che Rundreise durch Namibia und Botswana, mit einem Abstechter zu den Viktoria Fällen in Zimbabwe, zusa­men­ge­stellt. Herzlichen Dank dafür.

Die Rundreise Namibia Botswana kurz zusammengefasst

Die Rundreise Namibia Botswana führt uns von Windhoek aus zur Zambesi Region (ehe­mals Caprivi String), dann nach Botswana mit einem Abstecher zu den Viktoria Fällen. Auf dem Rückweg ver­brin­gen wir eini­ge Tage im Etosha Nationalpark.

 

Reisebericht Namibia

Reisebericht Botswana / Simbabwe

Reisebericht Namibia

Aufgrund einer Empfehlung haben wir uns für die Autovermietung Savanna Car Hire in Windhoek ent­schie­den. Der Abholdienst früh mor­gens um 6 Uhr klappt per­fekt und ist äus­serst freund­lich und bemüht. Wir wer­den mit einem ange­neh­men Händedruck begrüsst und gefragt, ob wir am Flughafen noch Geld wech­seln möch­ten. Ja wir wol­len und er weiss auch wohin man muss und er weiss auch, wo man einen SIM Chip der Firma MTC Tango pre­paid erste­hen kann. Und auch der Herr der Firma MTC ist äus­serst ver­siert und bemüht. Er instal­liert den Chip in unser mit­ge­brach­tes altes Handy und rich­tet uns auch gleich noch alles ein. Super!!!

Bei Savanna Car Hires ange­kom­men, nach ca. 40 minü­ti­ger Fahrt, über­neh­men wir einen nigel­na­gel neu­en Toyota Hilux. ER ist begeis­tert, SIE freut sich auch. Die Formalitäten brau­chen ein wenig Zeit, uns wird aber ein fei­ner Kaffee ser­viert. Das Personal von Savanna Car Hire ist sehr hilfs­be­reit. Wir dür­fen unser Gepäck bei Ihnen depo­nie­ren, um einen aus­ge­dehn­ten Einkauf zu täti­gen. Sie erklä­ren uns den Weg zu einem Superspar, den wir auch pro­blem­los fin­den. Für Schweizer ist es ein biss­chen gewöh­nungs­be­dürf­tig, dass hier Gelegenheit Diebe schafft.  Umso mehr füh­len wir uns völ­lig stress­frei wäh­rend unse­rer Einkaufstour, im Wissen dar­um, dass unser Gepäck sicher im Büro von Savannah Car Hire depo­niert ist.  Wir neh­men noch ein klei­nes Frühstück zu uns. Es hat ein net­tes Kaffee im Superspar inte­griert.

Für den Nachtflug nach Namibia haben wir uns für die Condor ent­schie­den. Die Gründe dafür:
  • Direktflug von Frankfrut nach Windhoek
  • Premium Economy Class

Euphorisch wer­den wir mit der Condor nicht. Wir haben beim Hinflug das Pech, direkt hin­ter dem Crew Ruheraum zu sit­zen. Dieser Raum wird mit einem dicken schwe­ren Vorhang abge­schirmt, das stört sehr. Zudem sind die Bildschirme (nur in die­ser Reihe, wegen dem Crew Ruheraum bzw. Vorhang) fix und viel zu hoch instal­liert. Um über­haupt den Bildschirm sehen zu kön­nen, muss man den Kopf unbe­quem in den Nacken legen: Nackenstarre mit inbe­grif­fen!!! Beim Rückweg hat­ten wir die vor­ders­ten Sitzplätze mit­tig, vor uns die Trennwand. Hier sind die Bildschirme in solch einem unglück­li­chen Winkel mon­tiert, dass Er mit sei­ner Gleitsichtkorrektur den Schirm nur ver­schwom­men sieht.

Was unter erle­se­nes Premium Menü ange­prie­sen wird, war sowohl beim Hin- wie auch Rückflug höchs­tens Durchschnitt. Der Service ins­ge­samt war freund­lich aber bestimmt. Was von der Premium Economy posi­tiv wahr­ge­nom­men wird, ist die Beinfreiheit und der grös­se­re Winkel der schräg gestell­ten Rückenlehne.

Generell fin­den wir Nachtflüge belas­tend, ins­be­son­de­re inner­halb der glei­chen Zeitzone. Für ein nächs­tes Mal wer­den wir prü­fen, ob es auch Flüge unter­tags gibt. Lieber am Abend müde ankom­men, in der Nacht gut schla­fen und am Folgetag aus­ge­ruht in die Ferien star­ten.

Unterkünfte in Namibia

Auf der Rundreise Namibia Botswana haben die meis­ten Unterkünfte unse­ren Ansprüchen ent­spro­chen. Über die­se berich­ten wir auch aus­führ­lich. Bei den staat­lich geführ­ten Anlagen im Waterberg Camp und im Etosha Nationalpark fällt der eher mäs­si­ge Unterhalt der Unterkünfte unan­ge­nehm auf. Da sich die­se Anlagen zum Teil an sehr schö­nen Lagen befin­den, ist das sehr bedau­er­lich. Bedauerlich ist auch, dass es kei­ne Konkurrenz, oder für uns kei­ne Alternativen, zu die­sen Anlagen gibt. Im Etosha Nationalpark sind pri­vat geführ­te Lodges nicht erlaubt. Es gibt sie aus­ser­halb des Parkes, was wie­der­um bedau­er­lich ist, fährt man doch jeweils ein paar Kilometer, schon nur bis man an den Toren zum Park ist. Auf die Schnelle eine klei­ne Sundowner Tour zu machen, ist somit unmög­lich.

Essen in Namibia

Im Vorfeld haben wir schon posi­ti­ves über die Kulinarik in Afrika gehört und haben uns dar­auf gefreut. Unsere Erfahrungen sind aber lei­der eher ernüch­ternd. Nicht dass wir schlecht geges­sen oder irgend­wie gesund­heit­li­che Probleme auf­ge­le­sen hät­ten. Nein, es ist ein­fach so, dass das Essen in Namibia vor­wie­gen währ­schaft ist, es sind kei­ne kuli­na­ri­schen Höhenflüge mit dabei, soweit wir das erfah­ren haben. Auch war die Weinkarte in der Regel eher klein. Aber auch währ­schaf­tes ein­fa­ches Essen kann gut zube­rei­tet sein, was wir durch­aus auch erlebt haben.

Bei den pri­vat geführ­ten Lodges gibt es in der Regel set­up Menüs. Oft hat man eine klei­ne Auswahl bei Vor- und Hauptspeise. Fisch ist eher die Ausnahme, Fleisch in allen Variationen die Regel.  Gemüse und Salat kann pro­blem­los geges­sen wer­den. Gar nicht anfreun­den konn­ten wir uns mit den Buffets, die wir in ein­zel­nen Lodges ange­trof­fen haben.

Sofern nicht aus­drück­lich ver­bo­ten, und es wird in sol­chen Fällen aus­drück­lich davor gewarnt, kann das Wasser ab Leitung getrun­ken wer­den. Allerdings wird es häu­fig mit Chlor behan­delt. Wir haben es des­halb vor­ge­zo­gen, unser Trinkwasser im Supermarkt (5 Liter Flaschen) zu kau­fen und stän­dig einen guten Vorrat davon im Auto zu haben.

Einkaufen in Namibia

In den grös­se­ren Ortschaften fin­det man Supermärkte, z. B. Spar. Diese sind ver­gleich­bar mit euro­päi­schen Geschäften, im Food wie auch im Nonfood bereich. Es ist ein­fach und pro­blem­los Einkäufe zu täti­gen. Auch alko­ho­li­sche Getränke kann man in den meis­ten Supermärkten ein­kau­fen. Jeweils sonn­tags sind die­se Bereiche aber abge­grenzt, da an Sonntagen kein Alkohol ver­kauft wer­den darf. Bezahlen kann man bar oder mit Kreditkarte. Parkiert haben wir, wenn immer mög­lich, nahe beim Eingang des Supermarktes, und einen Wächter enga­gie­ren lohnt sich auf jeden Fall. Entschädigt wer­den die Wächter bei Rückkehr, sofern alles in Orndung ist. In der Regel geben wir 5 bis 10 NAD, je nach­dem wie lan­ge wir weg waren.

In klei­ne­ren Orten/Shops kann es vor­kom­men, dass Einheimische Kontakt auf­neh­men. Meistens läuft es nach dem glei­chen Muster ab. Es wer­den Nettigkeiten aus­ge­tauscht, Fragen von wo man sei und irgend­wann die Frage nach dem Namen. Spätestens dann soll­te man abbre­chen. Sobald Sie den Namen haben, gra­vie­ren Sie die­sen in einen Schlüsselanhänger ein und ver­lan­gen dann, dass man die­sen kauft, weil er jetzt gra­viert ist. Wir las­sen es jeweils nicht soweit kom­men und been­den höf­lich und früh­zei­tig die­se Gespräche, mit dem Hinweis, wir kau­fen nichts.

Tanken in Namibia

Vor unse­rer Rundreise Namibia Botswana wur­den wir mehr­fach dar­auf hin­ge­wie­sen, dass nur bar bezahlt wer­den kann. Diese Erfahrung kön­nen wir nicht tei­len, fast über­all kön­nen wir mit der Kreditkarte bezah­len, bei den Shell-Tankstellen sogar jedes­mal. Und doch ist es drin­gend zu emp­feh­len, min­des­tens für eine Tankfüllung eine Bargeldreserve zu haben. Es ist nicht unge­wöhn­lich und kann jeder­zeit pas­sie­ren, dass ein Kreditkartengerät nicht funk­tio­niert. In der Regel muss bereits an der Zapfsäule ent­schie­den wer­den, ob bar oder mit Kreditkarte bezahlt wird. Die Tankwarte fül­len den Tank jeweils rand­voll. Trinkgeld geben wir nur, wenn min­des­tens die Scheiben geputzt wer­den.

SIE sagt:

Für mich ist es der zwei­te Besuch in Namibia. Die ers­te Reise ist sehr lan­ge her und hat sich damals auf die Etosha Pfanne, die Küstenregion und Swakopmund beschränkt. Noch jetzt kann ich mich leb­haft dar­an erin­nern, dass der ‘Kulturschock’ damals für mich gross war.

Diesmal ist es ganz anders. Kein Kulturschock, nur ein­fach Begeisterung, berührt sein, genies­sen der unglaub­lich schö­nen Natur, ein Garten Eden.

Die Zambezi Region und vor­al­lem der Chobe Nationalpark haben es mir ange­tan, da wur­de ich vom Afrika Virus ange­steckt. Diese Flusslandschaft, soweit das Auge reicht, die­se Farben, das Konzert der Tiere nachts, die Hippos, die­se ver­schie­dens­ten wun­der­schön far­bi­gen Vogelarten, ein­fach traum­haft schön. Ich rei­se durch die­se Gegend mit allen Sinnesorganen auf höchs­ten Empfang gestellt. Und wenn zu all­dem noch die Elefanten aus dem Busch auf­tau­chen, um im Chobe zu baden, das höchs­te der Gefühle, unbe­schreib­lich, zu Tränen gerührt.

Die Etosha Pfanne habe ich zum zwei­ten Mal bereist. Sie ist jedes­mal wie­der ein Erlebnis der Sonderklasse. Ganz anders als der Chobe Nationalpark, aber nicht weni­ger wun­der­schön.

Das ist die Essenz für mich, ich berei­se die­ses Land und die­sen Kontinent wegen der Natur, der Landschaft und vor­al­lem wegen den Tieren, die ich in frei­er Wildbahn erle­ben, beob­ach­ten und foto­gra­fie­ren kann.

ER sagt:

Am bes­ten hat mir jeweils die Kombination Fluss und Safari gefal­len. Herausragend war der Chobe Nationalpark, sowohl die Bootstour auf dem Chobe River, wie auch die Fahrt mit dem Geländewagen durch den Park, ent­lang des Chobe Flusses. Ich habe es jeweils genos­sen, vom Hotel aus auf die Flusslandschaften zu schau­en. Die Tierbegegnungen waren ein­drück­lich, sowohl auf dem Land wie auch auf dem Wasser. Gerne hät­te ich mir jeweils mehr Zeit gewünscht, die Eindrücke auf mich ein­wir­ken zu las­sen.

Die Kulinark ver­setz­te mich nicht in Begeisterung, den­noch war es intres­sant, die ver­schie­de­nen nami­bi­schen Gerichte aus­zu­pro­bie­ren. Es war ent­las­tend, dass man in den Unterkünften pro­blem­los alles Essen konn­te.

Die Strassen sind in der Regel gut unter­hal­ten. Ausserhalb von grös­se­ren Ortschaften hat es wenig bis gar kei­nen Verkehr. Dies erleich­tert das Fahren von den oft lan­gen Strecken. Möchte man die Region des Etosha Nationalparkes wie auch der Zambesi Region (ehe­mals Caprivi Streifen) erkun­den, bedeu­tet dies auch gros­se Distanzen zurück legen zu müs­sen. Gesamthaft sind wir in die­sen 3 Wochen über 4’500 km gefah­ren. Besser wäre es, min­des­tens zwei Wochen für jede die­ser Regionen (Zambesi und Etosha) ein­zu­pla­nen oder sich in drei Wochen auf eine Region zu kon­zen­trie­ren.

Alles in allem war die Rundreise Namibia Botswana wun­der­schön und erleb­nis­reich.

Unsere nächs­te Safarireise führ­te uns nach Kenia . In einer mehr­tä­gi­ge Flugsafari erkun­de­ten wir den Amboseli Nationalpark, das Loisaba Wilderness Conservancy und das Mara North Conservancy.

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